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Women in Business – von Studentinnen für Studentinnen

Ein Forum zum Thema Beruf und Karriere

Ariana Huber (22) und Laura Schraml (21) sind zwei Studentinnen mit einem großen Anliegen: Ein Forum für junge Frauen zum Thema Karriere und Beruf zu bieten. Dafür haben die beiden das Women in Business Programm an der LMU ins Leben gerufen.

 

Ich treffe die beiden auf einem Event des Programmes. Wir sitzen auf der Dachterrasse von Infineon und sprechen mit anderen Mitgliedern des Programmes und mit einer der Topmanagerinnen des Konzerns über Themen, die junge Frauen auf dem Weg ins Berufsleben bewegen. Dabei geht es unter anderem um Karriere und Familie, Vorurteile und

Veranstaltungen wie diese ermöglichen den Austausch mit weiblichen Führungskräften, wie hier Birgit Fuchs (rechts).
©Infineon

Möglichkeiten des Mentorings. Diese und ähnliche Events sollen den Studentinnen helfen, Selbstvertrauen zu fassen und sich untereinander auszutauschen. Das Stichwort lautet – wie so oft – Networking.

Frauen und ihre Chancen stehen im Mittelpunkt. Schnell wird klar: Mit den Themen, die uns als Frauen bewegen, sind wir nicht allein. Birgit Fuchs, Managerin bei Infineon und Gastgeberin des Kamingesprächs, ist begeistert von dem Programm:

„Es ist spannend zu sehen, wie junge Frauen sich und ihre Generation sehen und was sie bewegt. Dabei sollte man viel öfter einfach mal machen und nicht so viel darüber nachdenken.“

Auch bei den Studentinnen der LMU treffen Ariana und Laura einen Nerv. Bei Gesprächen mit einigen Mitgliedern wird schnell klar: Kontakte in der Wirtschaft sind elementar und es ist unabdingbar, diese bereits im Studium zu knüpfen. Zudem ist der Kontakt mit weiblichen Studierenden in einer ähnlichen Lage eine wichtige Stütze und eine Möglichkeit zum Austausch.

Die Idee kam Ariana Huber im Auslandssemester. Dort, so sagt sie, gibt es zu jedem Thema Gruppen, Vereinigungen und Vereine. Man unterstützt sich. Zurück in Deutschland wurde ihr schnell klar, dass es hier eine riesige Lücke gibt, die es zu füllen gilt. Die BWL-Studentin hat sich mit ihrer Freundin Laura (Soziologie) zusammengesetzt, eine Idee ausgearbeitet und dem Dekan der BWL-Fakultät vorgestellt. Dieser war begeistert und zusammen mit der Unterstützung der BWL Alumni wurde das Women in Business Programm ins Leben gerufen. Das Ziel ist es weiblichen Studierenden – und zwar fächerübergreifend – den Mut mitzugeben, sich

Das Komitee des Women in Business Programms mit den Gründerinnen Ariana Huber (vorne rechts) und Laura Schraml (vorne links).  ©WIB

von Stereotypen zu befreien und Karriere zu machen. Der Erfolg gibt den beiden Studentinnen recht: Sie dürfen sich nicht nur über stetig steigende Mitglieder freuen, das Programm wurde Anfang Juli auch noch mit dem Gleichstellungspreis der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der LMU München ausgezeichnet.

Die Events des Programms sind unterschiedlich, vom Gespräch im kleinen Kreis, über einen Brunch bis hin zu exklusiven Workshops für Mitglieder. Dabei werden die Soft-Skills der Studentinnen gestärkt und durch Events bei diversen Unternehmen die nötigen Kontakte für einen gelungenen Berufseinstieg hergestellt. Und das beste? Das Programm ist kostenlos.

Alle Infos rund um das Programm und wie ihr Mitglied werden könnt gibt’s hier.

 

Lena Seitz