Wir schreiben München – schreibt mit!

Die 10 schönsten Weihnachtsfilmklassiker

Schöne Bescherung: Das Adventsprogramm

Das Jahr 2018 schwindet, man fragt sich, wo es geblieben ist. Aber was die letzten Monate auch gebracht haben, im Dezember geht es um Punsch, gebrannte Mandeln, Weihnachtsklänge, um den wunderschönen Countdown bis Weihnachten. Haben wir euch letztes Jahr die 10 schönsten Weihnachtsbücher präsentiert, so zeigen wir euch dieses Jahr die 10 Weihnachtsfilme, die den Advent versüßen. Diese Klassiker bringen einen einfach jedes Jahr aufs Neue so richtig in Weihnachtsstimmung.
Also ab auf die gemütliche Couch, am besten mit einer Tasse heißem Glühwein und einer Packung saftiger Lebkuchen. -Film ab!


1. Santa Clause – Eine schöne Bescherung (The Santa Clause, 1994)

Wer kennt Tim Allen nicht in der Rolle des geschiedenen Vaters Scott, der durch Zufall und gegen seinen Willen zum Weihnachtsmann ernannt wird. Denn der echte Weihnachtsmann ist von seinem Dach gefallen und verschwunden. Auf Drängen seines Sohnes Charlie zieht Scott dessen Mantel über und schließt damit unwissentlich die Santa-Klausel ab: Er muss von nun an als Santa Claus am Nordpol arbeiten. Bald muss Scott feststellen, dass er sich äußerlich tatsächlich immer mehr in Santa Claus verwandelt.

Weihnachtsmann

Pixabay

Und mit dem nächsten Weihnachten kommen auf einmal eine Menge neuer Aufgaben auf ihn zu. Der Nordpol und Weihnachten zählen auf ihn.

Santa Clause ist definitiv ein echter Familienklassiker unter den Weihnachtsfilmen. Neben einer Menge Witz erzählt der Film aber auch von Liebe, der Familie und vom Glauben an die Weihnacht. Damit erfreut er besonders diejenigen, die gerne eine wenig Magie um sich herum spüren.

Santa Clause – Eine schöne Bescherung ist der erste Film einer Filmtrilogie. Auch die anderen beiden Teile ranken sich um Scott und seine Familie, reichen jedoch nicht mehr an den erste Teil heran. Der Titel – Santa Clause mit einem e am Ende – bezieht sich übrigens auf die Santa-Klausel, im englischen „Santa Clause“. Ein Wortspiel, das im deutschen mehr oder weniger verloren gegangen ist.

2. Merry Christmas (2005)

Merry Christmas entspricht erstmal gar nicht dem typischen Weihnachtsfilm, spielt er doch im ersten Weltkrieg. Doch dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit, einem wahren Weihnachtswunder.
Es ist das Jahr 1914, man befindet sich an der Westfront kurz vor Weihnachten. Die anfängliche Kriegseuphorie ist der Müdigkeit gewichen. Da schließen die Soldaten beider Seiten zu Weihnachten einen Waffenstillstand. Als der deutsche Operntenor „Stille Nacht“ anstimmt, antworten Engländer und Franzosen mit Applaus. Die Menschen, die sich gerade noch gegenseitig töteten, steigen aus ihren Schützengräben, stellen Kerzen und Tannenbäume im Niemandsland auf und tauschen Geschenke aus. Sogar zu einem Fußballspiel kommt es. Dieses Handeln wird Folgen mit sich ziehen und der verheerende Krieg würde erst vier Jahre später beendet werden. Doch für einen kurzen Moment siegte der Frieden. Der Friede an Weihnachten.

3. Schöne Bescherung (Christmas Vacation, 1989)

Diese wilde Filmkomödie zeigt das turbulente Weihnachten der Familie Griswold. Clark Griswold sehnt sich nach einem ruhigen Fest mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht, spätestens nachdem die ganze Familie auf der Türschwelle steht. Eine überdimensionale ausgegrabene Tanne, die das Wohnzimmer sprengt, ein explodierter Truthahn, eine gegrillte Katze, ein wildes Eichhörnchen und 25 000 Lichter, die den Ärger der Nachbarn mit sich ziehen, sind nur die Spitze des Eisberges. Da sucht der arme Clark die Ruhe vergebens.

4. Das Wunder von Manhattan (Miracle on 34th Street, 1994)

Das Wunder von Manhattan erzählt die Geschichte der altklugen Susan und Mr. Kringle, dem putzig alten Kaufhaus-Weihnachtsmann, der zufällig behauptet, der echte Weihnachtsmann zu sein. Unvorstellbar für Susan, die nicht an den Weihnachtsmann glaubt. Während die Erwachsenen dafür eintreten, dass der verrückte Mr. Kringle gefeuert und in eine Anstalt eingewiesen wird, beginnt Susan nach und nach an ihrer Überzeugung zu zweifeln. Der vermeintliche Weihnachtsmann scheint doch irgendwie ganz schön magisch zu sein. Kann er vielleicht sogar Susans Wunder vollbringen?

Die winterliche Kulisse New Yorks unterstreicht die der zauberhafte Stimmung des Films. Eine Erlebnis, das die ganze Familie mit einem wohlig warmen Gefühl zurücklässt.
Übrigens wurde Mara Wilson, die Schauspielerin der kleinen Susan, als Jüdin ebenfalls nicht dazu erzogen an den Weihnachtsmann zu glauben.

5. Betty und ihre Schwestern (Little Women, 1994)

Die Verfilmung von Louisa May Alcott’s Little Women mag nicht direkt ein Weihnachtsfilm sein, doch seine berührende Stimmung macht ihn perfekt für sinnliche Adventstage. Im späten 19. Jahrhundert wachsen die vier March-Schwestern in Amerika bei ihrer Mutter auf, während ihr Vater im Bürgerkrieg kämpft. Sie alle haben grundverschiedenen Charaktere und müssen im Laufe ihres Heranwachsens mit unterschiedlichen Hürden kämpfen. Doch am Ende wissen sie immer, was wirklich wichtig ist: die Familie.
Zusammen mit den March’s wird gelacht und geweint, sich gefreut und mitgefiebert. Am Ende hat man das Gefühl, man das diese vier jungen Mädchen tatsächlich aufwachsen sehen. Eine Familiengeschichte, die direkt ins Herz geht.

6. Verrückte Weihnachten (Christmas with the Kranks, 2004)

Papa und Mama Krank haben dieses Jahr überhaupt keine Lust auf Weihnachten. Da ihre Tochter Blair über die Festtage sowieso nicht zu Hause ist, beschließen sie kurzerhand Weihnachten ausfallen zu lassen und stattdessen eine Kreuzfahrt in die Karibik zu unternehmen. Dieser Plan grenzt für ihre Nachbarn jedoch an eine Beleidigung. Als Blair, die nichts von der Weihnachstflucht ihrer Eltern weiß, sich dann plötzlich kurzfristig mitsamt Begleiter ankündigt, müssen die Kranks doch ihr traditionelles, perfektes Weihnachten organisieren… kein leichtes Unterfangen, wenn man bloß ein paar Stunden Zeit hat.

7. Zwei Weihnachtsmänner (2008)

Zwei Weihnachtsmänner ist eine deutsche zweiteilige Weihnachtskomödie mit Bastian Pastewka und Christoph Maria Herbst. Hier trifft der witzige, aber erfolglos Poolnudelvertreter Hillmar Kess auf den ehrgeizigen Wirtschaftsanwalt Tilmann Dilling. Beide wollen eigentlich bloß nach Hause, um Weihnachten mit ihrer Familie zu verbringen. Das ist auch das einzige, was sie gemein haben. Doch die Heimreise verwandelt sich in eine Odyssee quer durch das winterliche Osteuropa, auf der der Begriff „Weihnachtswahnsinn“ eine ganz neue Bedeutung bekommt. Gerade wenn man glauben mag, es könne nicht noch verrückter werden, setzen diese zwei Weihnachtsmänner noch einen oben drauf. Und bescheren uns damit einen amüsanten Dezemberabend.

8. Der Polarexpress (The Polar Express, 2004)

Pixabay

In einer kleinen verschneiten Stadt macht sich ein Junge am Weihnachtsabend gerade bettfertig und denkt dabei ernsthaft über die Existenz des Weihnachtsmannes nach. Da hält auf einmal ein Zug vor seinem Haus. Es ist der Polarexpress und kurz darauf befindet er sich auf einer fantastischen Reise zum Nordpol, auf der er neue Freunde und den Glauben an den Weihnachtsmann in sich findet.
Die ein oder andere Gesangseinlage mag etwas irritierend sein, doch der Zauber bleibt hängen:
„Just remember, the true spirit of Christmas lies in your heart.“

Der Polarexpress wurde mit der gleichen Technik wie A Christmas Carol gefilmt, Tom Hanks schlüpft hier in mehrere Rollen. Der Titelsong „Believe“ erhielt mehrere Auszeichnungen und wurde für einen Academy Award nominiert.

9. Blendende Weihnachten (Deck the Halls, 2004)

Steve Finch ist „Mr. Christmas“. Er ist Experte, wenn es darum geht ein richtig großes Weihnachtsfest zu feiern. Doch dann zieht auf einmal der frustrierte Buddy Hall ins Nachbarhaus ein. Und dieser hat es sich in den Kopf gesetzt, Mr. Christmas von seinem Thron, bzw. seinem Schlitten zu stoßen. Er will sein Haus mit so vielen Lichtern schmücken, das sie vom Weltall aus erkennbar sind. Doch Steve wäre nicht Mr. Christmas, wenn er sich so einfach geschlagen geben würden. Kurzerhand rüstet er ebenfalls auf. So geht es bald um blendend chaotische Weihnachten an dessen Ende die ein oder andere Erkenntnis auf die Wettstreiter wartet.

10. Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol, 2009)

Die von Charles Dickens ins Leben gerufene Figur des geizigen Ebenezer Scrooge ist weltberühmt. 2009 verfilmte Disney die Geschichte mit der Performance-Capture-Technik. Dabei werden Bewegungen und Mienenspiel der Schauspieler gescannt und auf computeranimierte Figuren übertragen. In der Nacht zum 25. Dezember erhält der zurückgezogene Menschenhasser Besuch von drei Geistern: dem Geist der Vergangenheit, dem Geist der Gegenwart und dem Geist der Zukunft. Sie führen ihm sein trostloses Leben vor Augen und lassen ihn so nach und nach Lebensfreude und Barmherzigkeit neu entdecken. Eine unterhaltsame Geschichte mit tiefer Botschaft über das Geben und das Miteinander.

A Christmas Carol wurde bereits über 50 Mal verfilmt. „Die Geister, die ich rief“ von Regisseur Richard Donner ist wohl die berühmteste Alternative zu dem animierten Disney Film. Wer also lieber echte Schauspieler sehen möchte, ist hier mit Bill Murray gut bedient.

 

Josephina Richardt