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Studium fertig – und jetzt? Teil 4: Auweia, arbeitslos!

Wege nach dem Studium gibt es so einige. Welchen ihr gehen wollt, ist ganz euch überlassen und richtet sich nach euren Interessen, eurer Lebensart und euren Zukunftsplänen. In unserer Folge aus dem August hat Karriere-Coach Petra Carlile die Festanstellung näher betrachtet, im September erklärte sie Wege in die Selbstständigkeit. Im Oktober kam ein Beitrag für alle Weltenbummler. Heute folgt die harte Realität:

Folge 36:

„Das Studium habe ich geschafft, aber jetzt bin ich arbeitslos. Wie gehe ich damit um?“

Unser unikater Karriere-Coach beantwortet eure Fragen!

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Nicht immer gelingt der reibungslose Übergang vom Studienabschluss in ein Arbeitsverhältnis. Wer von Arbeitslosigkeit betroffen ist, fühlt sich weniger glücklich und muss aufpassen, nicht sofort zu resignieren, bevor das Berufsleben überhaupt begonnen hat. Zum Glück kommt diese Situation selten vor. Doch hin und wieder trifft die Arbeitslosigkeit auch erfolgreiche Absolventen.

Vorbeugen schon während des Studiums

Wer während des Studiums Zeit investiert und schon Kontakte zu Unternehmen pflegt, gar Praktika absolviert hat oder im Rahmen von Werkstudentenverträgen tätig war, hat tatsächlich die besten Chancen, aufgrund seiner Kontakte den nahtlosen Übergang zu schaffen. Wer keine Gelegenheit dazu hatte oder wenn die Kontakte nicht weitreichend genug sind, folgt die große Ungewissheit: Was mache ich jetzt?

Melden beim Arbeitsamt

Wer von euch während des Studiums nicht zwölf Monate am Stück sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, hat zwar keinen Anspruch auf reguläres „Arbeitslosengeld 1“. Jedoch besteht Anspruch auf das sogenannte „Arbeitslosengeld 2“. Ich weiß, damit lässt sich kein Lebensunterhalt bestreiten. Ihr seid jedoch krankenversichert und erhaltet eine Erstattung von anteiligen Bewerbungs- und Reisekosten zu Bewerbungsgesprächen. Und möglicherweise gibt die Agentur für Arbeit wertvolle Impulse für euren weiteren Weg. Praktika während der Arbeitslosigkeit sind möglich, sollten jedoch abgesprochen werden. Weitere Informationen über die Bedingungen für euren Anspruch auf Hartz IV erhaltet ihr vor Ort.

Selbst aktiv werden statt sich auf die Agentur für Arbeit zu verlassen

Werdet von Anfang an selbst aktiv! Die Agentur für Arbeit gibt euch sonst Stellenvorschläge vor, auf die ihr euch bewerben müsst. Ob ihr diese wollt oder nicht, spielt dabei kaum eine Rolle. Wer jedoch selbst aktiv wird, recherchiert, mögliche künftige Arbeitgeber initiativ anspricht, hat ausgezeichnete Chancen, nicht lange arbeitslos zu sein. Vorausgesetzt, ihr wisst, was ihr wollt und eure Bewerbungsunterlagen sind gut vorbereitet und auf aktuellem Stand. Wie ihr euren Lebenslauf optimal gestaltet und ein Anschreiben formuliert, das Interesse weckt, findet ihr in folgenden Folgen des Karriere Coaches:

Unser unikater Karrierecoach: Petra Carlile, (c) Angelika Güc, semikolon

Unser unikater Karriere-Coach: Petra Carlile (c) Angelika Güc, semikolon

Muss ich jeden Job annehmen, um Geld zu verdienen?

Jeder von uns muss seine Existenz sichern. Doch nicht immer ist der reiche Erbonkel zur Stelle, der einem lächelnd über so manche Durststrecke helfen kann. Deshalb ist es keine Schande, zunächst einen Job anzunehmen, der nicht dem Studienabschluss entspricht. Doch gebt euch keinesfalls damit zufrieden! Bleibt während eurer Jobausübung aktiv auf der Suche nach eurem Traumjob. Denn die Verantwortung für euer Leben habt ihr selbst. Sich ungünstigen äußeren Umständen resigniert hinzugeben heißt, dass ihr euer Schicksal nicht selbst steuert und ein fremdbestimmtes Leben führt.

Nur Job zum Geld verdienen – der rote Faden im Lebenslauf ist futsch?

Auf keinen Fall. Ein Lebenslauf ist nicht nur die Aneinanderreihung von Fakten sondern gibt durchaus Raum für kurze Erläuterungen. Bleibt auf jeden Fall ehrlich! Habt ihr etwa nach eurem Abschluss als Servicekraft in der Gastronomie gearbeitet, dann schreibt kurz unter dieser Berufsstation eine Erklärung wie zum Beispiel „um der Arbeitslosigkeit zu entgehen“ oder „währenddessen Weiterbildung im Bereich XYZ für das Berufsziel Innen-Architekt/in“. Personaler erkennen dann sehr gut, dass diese Station wirklich ausschließlich zur Existenzsicherung diente und sind davon beeindruckt, dass ihr euch auch von schwierigen Situationen nicht unterkriegen lasst.

Es gibt IMMER einen Weg – doch bestreiten könnt nur ihr ihn. Kopf in den Sand stecken gilt nicht!

Alles Gute auf der Suche nach eurem Traumberuf, den es für euch schon irgendwo gibt! Ich freue mich schon auf eure nächsten Fragen!

Eure Petra Carlile

Schickt uns eure Fragen! Mail an: karrierefragen@unikatmag.de

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

Mehr unikate Hilfe und Tipps und Tricks für deinen absoluten Traumjob findest du auch in den letzten fünf Folgen des Karriere-Coaches:

Folge 31 „Welches Stipendium?“

Folge 32 „Geht nicht, gibt’s nicht!“

Folge 33 „Studium fertig – und jetzt? Teil 1: Das Angestelltenverhältnis“

Folge 34 „Studium fertig – und jetzt? Teil 2: Sich Selbstständig Machen“

Folge 35 „Studium fertig – und jetzt? Teil 3: Erst mal die Welt sehen“