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Der Newcomer im Univiertel: Mary’s Coffee Club

Wenn Tel Aviv auf San Francisco trifft…

…kommt scheinbar ein Kaffeeclub heraus – was das nun aber genau ist? Jedenfalls ist genau dieses „Tel Aviv meets San Francisco“ das Motto des neuen Cafés in der Amalienpassage. Diesen Neuzuwachs in unserem Revier wollten wir uns dann doch mal genauer ansehen.

©Mary’s Coffee Club/Stefan Hrubesch

Ambiente ★ ★ ★ ★

Das Ambiente ist an sich sehr angenehm, man kann draußen phänomenal schön und ruhig in der Sonne sitzen, während man es drinnen eher gemütlich hat – und das nur einmal Umfallen vom Hauptgebäude entfernt! Einziger Minuspunkt ist, dass das Café sehr darauf ausgerichtet und dazu eingerichtet worden zu sein scheint, instagramattraktiv zu sein und das hat auch funktioniert. Ob es einen stört, wenn der Nebentisch sein Essen eher fotografiert als isst, kann aber ja jeder selbst entscheiden.

Lecker ★ ★ ★ ★ ★

Das Essen ist ausnahmslos köstlich, auch die Getränke! Die Auswahl an Essen ist nicht riesig aber dafür vielfältig: sie reicht von Shakshuka und Tel Aviv Bowl mit Hummus bis zu Banana Bread und Overnight Oats. Ob zum Frühstück, Mittagessen oder nachmittäglichem Kaffeetrinken, hier sollte jeder fündig werden. Die Zutaten sind hierbei teilweise exotisch, seien es Sauerteig-Dinkeltoast, Zucchini Nudeln oder Burrata. So finden Gäste hier jedoch auch Alternativen an gluten- und laktosefreien Gerichten und Getränken (es gibt neben Kuhmilch auch Soja-, Mandel- und Hafermilch).

©Mary’s Coffee Club/Stefan Hrubesch

Preis ★ ★ ★ ★ ★

Frei nach dem Motto „Gute Qualität hat seinen Preis“, ist es nicht ganz günstig hier bei Mary Coffee zu trinken: der Caffé Latte für 4€ und die alternativen Milchsorten kosten trotzdem noch extra? Beim Essen bewegen sich die Preise zwischen 3,90€ (für ein Stück Kuchen) und 10,50€ (Shakshuka). Jedoch gibt es auch hier einige Dinge nur für eine Extragebühr, darunter Feta, Avocado, Lachs und Spiegelei. Es lassen sich in der Uni-Umgebung bestimmt ein paar günstigere Cafés finden – jedoch auch teurere.

Service ★ ★ ★ ★ ★

Der Service ist sehr nett, es wird auf Extrawünsche eingegangen und versucht, das Essen für einen Tisch für alle auf einmal zu servieren. Allerdings kann alles etwas länger dauern, wenn es draußen voll ist, da weder die Anzahl der Servicekräfte noch die Küche darauf ausgelegt zu sein scheinen, dass drinnen und draußen wirklich jeder Platz besetzt ist – da gehen schon mal mittags die Avocados aus.

People

Mary’s Coffee Club, oder MCC, dürfte der Himmel für Veganer, Vegetarier und Avocadoliebhaber sein. Und außerdem natürlich für alle Instagram-Begeisterten, die beim Bilderbearbeiten gern Kaffee trinken – und diejenigen, die sich von solchen nicht stören lassen.

©Mary’s Coffee Club/Stefan Hrubesch

Lage

Die Lage ist natürlich unschlagbar: mitten in der Amalienpassage ist das Café unheimlich nah aber durch die Terrasse zum Innenhof dennoch ruhig – grade im Sommer traumhaft!

Highlight

Unser persönliches Highlight ist, neben der sonnigen Terrasse, die Auswahl an Frühstücksgerichten und der Coconut Iced Latte, der seine 5€ tatsächlich wert ist – auch wenn das nicht jeden Tag drin ist!

Tonja Dingerdissen