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Séance: Legbas Zeichen

Im Gespräch mit der Autorin Josephina Richardt

Ein zuerst unschuldiges Spiel endet für die 18-jährige Eve und ihre Freunde anders als geplant… Séance: Legbas Zeichen, das neue Buch von Josephina Richardt lässt dem Leser vor Angst die Haare zu Berge stehen. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin studiert Josephina momentan Europäische Ethnologie und Skandinavistik an der LMU und arbeitet als stellvertretende Chefredakteurin bei unserem Studentenmagazin unikat. Wir haben sie getroffen und zu ihrer neusten Veröffentlichung befragt.

Josephina mit ihrem neuen Buch „Séance“ © Josephina Richardt

Wie kamst du denn zu der Idee für dein Horror-Buch?

Ich schaue selber gerne Horrorfilme an und lese auch gerne Horror-Bücher. Es war eigentlich relativ spontan, in einer Nacht in der ich einen Horrorfilm angesehen habe, während der Abi-Zeit. Da hatte ich die Inspiration anzufangen und einen Prolog zu schreiben. Dann habe ich auch gleich mit dem ersten Kapitel angefangen, hatte sehr viel Spaß daran und auch viele Ideen. Dann war ich davon eigentlich sehr überzeugt, dass ich dieses Buch jetzt auch fertig schreibe, weil ich vorher schon immer sehr viele Ideen hatte und auch viel angefangen habe. Aber ich habe noch nie etwas fertig geschrieben. Da habe ich mir das in den Kopf gesetzt und es auch durchgezogen.

Also Horror ist es dann geworden, weil du da selbst so interessiert bist?

Ja genau, weil es mich interessiert. Ich habe da meinen Spaß dran. Es war einfach so eine spontane Inspiration, eine grobe Geschichte, ein Anfang und dann hat sich das von selbst entwickelt.

Du hast das Buch ja selbst publiziert. Wie aufwendig, schwierig war das?

Das war mein erstes Mal, dass ich so etwas gemacht habe und es war auf jeden Fall ziemlich viel Arbeit am Anfang, weil man natürlich aufpassen muss, dass es trotzdem eine gewisse Professionalität hat. Man sollte auch nicht alles komplett alleine machen, sondern sich ein bisschen Hilfe holen. Ich hatte auch das Glück, dass meine Mutter lange Zeit im Verlag gearbeitet hat und mir deswegen auch beim Design und Layout viel geholfen hat. Ich musste mich da auf jeden Fall aber erstmal einlesen. Das hat ein paar Monate gedauert. Dann musste ich das Buch ja auch noch überarbeiten. Aber es war auch umso schöner dann das fertige Buch in den Händen zu halten, weil man sich denkt, das habe ich jetzt wirklich alles selbst gemacht. Also an sich ist es insgesamt schon eine tolle Erfahrung.

Und lohnt sich Self-Publishing, wie verkauft es sich?

Also ich bin noch ganz am Anfang. Ich habe es jetzt erst vor kurzem so richtig offiziell gemacht und man kann die Statistiken auch ansehen. Ich habe noch nicht gleich reingeschaut. Aber ich merke auch durch die Suchmaschinen, ob es sich verkauft. Je öfter es gekauft wird, desto eher erscheint es auch im Amazon-Ranking. Aber ich denke, bevor man jetzt wirklich sagen kann, ob es sich gut verkauft oder nicht, muss man noch ein bisschen warten. Aber für mich persönlich hat es sich auf jeden Fall gelohnt und ich bin sehr stolz darauf.

Das ist ja nicht deine erste Veröffentlichung, du hast auch schon einmal an einem Kinderbuch mitgearbeitet.

Ja, also ich schreibe für ein Magazin, das heißt „Dogs&Jobs“. Es ist ein Fachmagazin für Therapie- und Assistenzhunde und die haben auch einen Verlag und dort werden Bücher veröffentlicht, unter anderem auch Kinderbücher. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich bei ihnen einen ersten Buchvertrag bekommen. Inzwischen habe ich 5 Verträge und das erste Buch ist schon fertig gelayoutet. Es sollte eigentlich schon im Mai erscheinen, wurde aber nochmal nach hinten verlegt. Die anderen sind noch in Bearbeitung.

Von Kindern zu Jugend…

…und dann zu Erwachsenen.

Ist das dein nächstes Ziel?

Ja, also ich habe noch einige Ideen im Kopf und auch notiert und arbeite auch schon wieder an einem neuen Buch. Ich habe Phasen, da schreibe ich dann viel, dann wieder ein bisschen weniger. Aber ich bin gerade dabei und habe auch eine Geschichte und den Rahmen im Kopf. Ich habe jetzt auch vor zu schauen, was es denn bei Verlagen für Möglichkeiten gäbe oder bei Literaturagenten.

Sophie Obwexer

Séance: Legbas Zeichen ist auf Amazon sowohl als Taschenbuch, als auch als E-Book erhältlich.