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Welches Stipendium?

Zulassungsbeschränkungen, Motivationsschreiben, Werkstudentenverträge, Bewerbungsgespräche – als Student hat man es heutzutage nicht leicht. Wenn auch ihr schon fast den Durchblick im hart umkämpften Bewerbungs-Urwald verloren habt, kommt hier die Rettung. Karriere-Coach Petra Carlile verrät jeden Monat unikate Tipps und Tricks in Sachen Bewerbung.

Folge 31:

„Welches Stipendium macht sich gut im Lebenslauf?“

Unser unikater Karriere-Coach beantwortet eure Fragen!

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„Welches Stipendium ist das Richtige?“, fragte mich kürzlich der angehende Master-Student Marian. Ich konnte nicht anders und musste provozieren: „… das, was Du wirklich zugesagt bekommst.“ Er wollte jedoch wissen, welches Stipendium sich gut auf dem Lebenslauf macht. Das einer renommierten Universität wie Oxford oder zumindest der LMU oder glänzt der Lebenslauf auch, wenn man Stipendiat einer nur in Fachkreisen bekannten Forschungsstiftung ist?

Stolz sein auf das Stipendium

Jeder, der ein Stipendium bekommt, kann stolz darauf sein. Egal, welche Stiftung oder welcher Träger das Stipendium anbietet. Ob nun weltweit bekannt oder nur in Fachkreisen erwähnt. Immerhin sind für den Erhalt eines Stipendiums besondere Voraussetzungen notwendig, die ihr erst einmal mitbringen müsst. Seid ihr Stipendiat/in, erwähnt das bitte in jedem Fall in eurem Lebenslauf.

Kriterium sehr gute Leistungen

Es gibt Stiftungen, die ihre Stipendien an Schüler/innen oder Studierende mit außerordentlich tollen Leistungen und/ oder Begabungen vergeben. Wer darüber verfügt und später etwa ins höhere Management möchte, zudem mindestens eine Fremdsprache verhandlungssicher und vielleicht noch eine weitere fließend spricht, kann gute Karten haben. Stiftungen von Elite-Universitäten in Europa und USA sind dabei namhafte Stipendiengeber. Bei diesem Beispiel zählt im späteren Berufsleben oftmals der Name der Universität oder des Stipendiengebers.

Kriterium Engagement und Interessen

Nicht immer aber zählen glänzende Schulabschlüsse. Wer sich sozial engagiert, wie als Jugendtrainer, bei der Betreuung lernschwacher Schüler oder freiwillig in sozialen Einrichtungen, erhält bei bestimmten Stiftungen den Vortritt vor dem Abiturienten mit 0,9er Notendurchschnitt. Handelt es sich um ein fachbezogenes Stipendium, lohnt es sich, die Interessen an diesem Fach zu belegen (Gewinner eines Projektes von „Jugend forscht“ oder Programmiererfolge, deren Anwendungen bereits von Unternehmen eingesetzt werden usw.)

Unser unikater Karrierecoach: Petra Carlile, (c) Angelika Güc, semikolon

Unser unikater Karriere-Coach: Petra Carlile (c) Angelika Güc, semikolon

Es lohnt, sich zu informieren!

Es gibt viele Stiftungen und Institutionen, die Stipendien bieten. In so mancher Stiftung bleiben diese unvergeben, weil es tatsächlich zu wenige Bewerbungen darauf gibt. Also nehmt euch die Zeit, euch ausgiebig zu informieren. Scheut auch nicht den Griff zum Telefon, um direkt bei Stipendiengebern nachzufragen. Immerhin unterstützt ein Stipendium enorm und bietet mehr finanziellen Freiraum während eures Studiums.

Wahl des richtigen Stipendiums

Klar entspricht nicht jedes Stipendiumangebot den euch selbst gesteckten Zielvorgaben. Wer für sich bereits weiß, wohin die berufliche Reise nach dem Studium gehen soll und welche Schritte bis dahin zu gehen sind, kann zielgerichteter nach dem passenden Stipendium suchen. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen kann einen ersten Überblick geben. Portale wie mystipendium.de, stipendiumplus.de, stipendiumlotse.de u.v.m. bieten ebenso Einblick. Für ein Auslandsstipendium könnt ihr euch zum Beispiel beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) informieren. Studiert ihr bereits, gibt es an eurer Hochschule oder Universität ebenso Informationsmöglichkeiten.

An Empfehlungsschreiben und Nachweise denken

Für ein Stipendium müsst ihr euch in der Regel bewerben. Am besten habt ihr Nachweise von euren vorangegangen Tätigkeiten und Engagements bereits parat. Neben Zeugnissen zählen Belege für erfolgreiche Praktika, die Urkunden für gelungene umgesetzte Projekte, Nachweise über besondere Bildungsreisen und Empfehlungsschreiben und Gutachten.

Zeit nehmen!

Auch der tabellarische Lebenslauf allein genügt nicht. Die meisten Institutionen wünschen den ausführlich geschriebenen. Informiert euch ausreichend über die notwendigen Unterlagen bei den jeweiligen Stipendienanbietern.

Bitte nehmt euch Zeit für eure Bewerbungen um ein Stipendium. Mal eben zwischen Vorlesung und Studentenjob zusammengeschrieben zeugt nicht von Sorgfalt und Ausführlichkeit. Da ist eine Absage vorprogrammiert. Plant ausreichend Zeit ein, die ihr benötigt für die Informationssammlung und Zusammenstellung eurer Bewerbungsunterlagen.

Marian, der angehende Masterstudent in Biophysik, hat sich übrigens für ein projektbezogenes Forschungsstipendium entschieden. Und die Zusage erhalten.

Toi, toi, toi für eure Stipendiumsbewerbung! Ich freue mich schon auf eure nächsten Fragen!

Eure Petra Carlile

Schickt uns eure Fragen! Mail an: karrierefragen@unikatmag.de

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

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Mehr unikate Hilfe und Tipps und Tricks für deinen absoluten Traumjob findest du auch in den letzten fünf Folgen des Karriere-Coaches:

Folge 26 „Länge des ersten Jobs“

Folge 27 „Zufrieden mit dem Jahresrückblick?“

Folge 28 „Lücke Lebenslauf“

Folge 29 „Hobbys im Lebenslauf“

Folge 30 „Neugierde wecken im Lebenslauf“