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Thomas‘ Milbertshofen-Am Hart

Mein München

München – Eine so große Stadt mit so vielen unterschiedlichen Vierteln und Ecken, dass man kaum alles entdecken kann, denkt Ihr? Grade wenn man sich in einer Gegend eben nicht auskennt, findet man ja nie das nette kleine Café mit dem tollen Kaffee oder den kleinen Park, der so schön versteckt liegt? Da haben wir eine Lösung! In der Reihe „Mein München“ zeigen euch unsere Redakteure München aus ihrer ganz persönlichen  Perspektive, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Sie geben euch Insidertipps, persönliche Empfehlungen und Hinweise, was man unterwegs in München auf keinen Fall verpassen sollte! 

Milbertshofen-Am Hart könnte man am ehesten als das Potpourri der Münchner Stadtviertel beschreiben. Ob man sich nun für geschichtliches, kulturelles oder auch Architektur interessiert: Im elften Bezirk der bayerischen Landeshauptstadt gibt es für beinahe jeden Geschmack etwas zu sehen.

Das ist einerseits schön, andererseits kommt dadurch aber auch kein einheitliches Bild des Viertels zustande. Dafür sind seine einzelnen Bestandteile zu unterschiedlich.

So tummelt sich beispielsweise nur einen Steinwurf von den Industriegebäuden des BMW-Werks entfernt – in Form des Olympiaparks – eine der größten Grünanlagen Münchens. Die ist mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten auch das absolute Highlight von Milbertshofen-Am Hart. Was es dort und überhaupt in dem Bezirk zu sehen gibt, erfahrt ihr hier.

Grünanlagen, Ausblicke und Erinnerungen

Vom Olympiaturm aus hat man eine gute Aussicht über die Ganze Stadt.

Das Olympiagelände lädt vor allem dazu ein Sport zu treiben. Klar, immerhin wurde es ja auch dafür konzipiert. So finden sich hier Laufstrecken, ein Basketballplatz, Tennisanlagen und vieles mehr. Aber auch Leute wie ich, die mit Sport so viel am Hut haben, wie Lukas Podolski mit Linguistik, kommen hier auf ihre Kosten.

Für solche Leute lohnt sich beispielsweise ein Besuch auf dem Olympiaturm. Prinzipiell ist der Ausblick von dort immer genial, aber ein Besuch kurz vor Beginn des Sonnenuntergangs lohnt sich besonders. Dann wird nämlich ganz München zunächst in Rot getaucht um wenig später in der Dunkelheit der Nacht zum Lichtermeer zu mutieren. Die Fahrt auf den Turm kostet allerdings auch ein paar Euro.

Wer kein Geld ausgeben will, kann sich auch mit der Sicht vom Olympiaberg „begnügen“. Die Aussicht ist hier zwar nicht ganz so gut wie vom Turm, allerdings lädt das kleine Plateau zum längeren Verweilen ein. Und mit ein paar mitgebrachten Spirituosen kann man hier ganz leicht einen Abend rumbringen.

Die Gedenkstätte findet sich am Kolehmainenweg 11, nahe der Olympiahalle

Die Gedenkstätte für die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 sollte meiner Ansicht nach jeder Münchner mindestens einmal besucht haben. Zu der Installation gehören mehrere Informationstafeln zu den Opfern so wie ein Video zu den Ereignissen, dass über eine Leinwand abgespielt wird. Das Denkmal ist zwar Tag und Nacht geöffnet, da das Video aber nur zwischen 8 und 22 Uhr ausgestrahlt wird, sollte man in diesem Zeitraum vorbeischauen.

Ein kleines buntes Labyrinth

Von einem kleinen Hügel kurz hinter der Gedenkstätte kann man über das gesamte Olydorf blicken

Nur wenige Schritte von der Gedenkstätte entfernt liegt das sogenannte Olydorf. Charakteristisch für das Studentendorf sind die zahlreichen Bungalows die sich im Schatten der Alten Mensa finden lassen. Wer durch die engen Gassen zwischen den oftmals bunt bemalten kleinen Häusern hindurchwandert kommt sich dabei ein wenig vor wie in einem Labyrinth.

Wer nach dem Besuch des Olydorfs noch mehr Lust auf ausgefallene Architektur hat, der sollte sich die BMW-Welt ansehen. Der opulente Prachtbau liegt nur einige Minuten Fußmarsch weit weg, hat täglich bis Mitternacht geöffnet und der Eintritt ist noch dazu gratis. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Form und imposanten Innenarchitektur lohnt sich der Besuch auch für Menschen die sich nicht unbedingt für Autos bzw. Motorräder interessieren.

Thomas Pillgruber

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