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Im Gespräch mit Pink Kink

Eigene Band (oder) gleich eigenes Genre?

Erzählt man mir von einer neuen Band, die ich mir UNBEDINGT anhören soll, weil sie SO NEU und SO ANDERS ist als alle anderen, bin ich zunächst einmal skeptisch, denn irgendwie klingt das nach alter Schallplatte. Nach meiner ersten Frage („Was machen die denn so für Musik?“), ist mein Interesse dann auch meist schon wieder abgeebbt. Als ich dieses Mal fragte, wurde ich jedoch überrascht: „Die machen psycho-tropical-bubble-what!“ grinste mein Gegenüber mich an. Ich war verdutzt – und neugierig.

Und das Gefühl hielt auch an, als ich mir die Band pink kink aus Liverpool zum ersten Mal anhörte: meine Ohren wurden bombardiert von einem ziemlich durchgeknallten ausgeflippten Mix aus Rock, Punk und schnellen Rhythmen und das Video trug auch nicht gerade dazu bei, das leichte Schwindelgefühl zu mildern, das in mir aufstieg: eine Gruppe junger Frauen, die in knallbunten auch eher punkigen Klamotten  auf der Bühne herumhüpften. Aber trotzdem hörte ich mir die Band ein paar Tage später wieder an, suchte nach mehr Songs und versuchte herauszufinden, warum diese Band und ihre Musik einen solchen Reiz auf mich ausübte. Was die Energie ausmachte, die von diesen ausgeflippten Leuten auf der Bühne ausging. Als ich erfuhr, dass die Bassistin der Band selbst Münchnerin ist, fragte ich sie nach einem Interview – und hatte Glück!

© 2016 Super Cat PR

Gegründet 2014 während ihres gemeinsamen Studiums in Liverpool besteht Pink Kink aus Gitarristin Bridget aus Montana, Keyboarderin und Gitarristin Ines aus dem Baskenland, Bassistin Nina aus München und Schlagzeugerin Amanda aus Oslo. Nachdem die Band zunächst in Liverpool und Umgebung auftrat, verzeichnete sie in jüngster Zeit auch international Erfolge, trat in Paris auf und brachte ihre Debütsingle „bubblebutt“ heraus. Sie bezeichnen sich selbst als Antifaschistinnen, vor allem aber als Feministinnen und das soll ihre Musik auch ausdrücken, die sie keinem einzelnen Genre zuordnen wollen.

Nina, schön, dass du dir die Zeit nimmst! Fangen wir beim Namen an: Wieso „pink kink“?

Pink kink ist das weibliche Equivalent zu Blue Balls. Weibliche sexuelle Frustration existiert!

Was wollt ihr mit eurer Musik erreichen?

Musik ist unsere Plattform um mit Leuten in Kontakt zu kommen. Hauptsächlich soll unsere Musik Spaß machen und Leute zum Tanzen bringen und gleichzeitig gibt es uns die Möglichkeit, unser Publikum zum Nachdenken zu bringen und unsere Ideale zu vertreten.

Ihr wollt euch keinem konkreten bzw. bekannten Genre zuordnen lassen. Woran liegt das und was bedeutet „psycho-tropical-bubble-what“ eigentlich?

Genres sind heutzutage irgendwo Blödsinn unserer Meinung nach, es geht doch darum, was die Musik dem Hörer vermittelt. Egal ob das jetzt als Rock, Pop oder Jazz betitelt wird. Wir haben so viele verschiedene Einflüsse und haben alle unterschiedliche musikalische Vorlieben und so klingt eben auch unsere Musik. Ein bisschen was von allem!

Was sind eure Ziele und nächsten Pläne?

Im Mai/Juni diesen Jahres gehen wir auf unsere erste Headline Tour durch England, eventuell wird es davor eine kleine Überraschung geben!

Und die wichtigste Frage zum Schluss: Wann seid ihr denn mal in München?

Wir haben letzten Monat, zum ersten Mal außerhalb Englands, in Paris gespielt und wurden so herzlich aufgenommen. Wir wollen also unbedingt bald den Rest Europas abklappern! Wer weiß, vielleicht ist es dieses Jahr schon so weit!

Und wie können die Leute eure Fortschritte bis dahin verfolgen und euch unterstützen?

Die eigene Website ist noch in Arbeit, aber Facebook, Instagram, Twitter,das ganze Trara und wir haben ein paar wundervolle T-shirts und Taschen auf unserer musicglue-Seite.

Danke für eure Zeit, wir sind schon sehr gespannt, wie es bei euch weitergeht!

Tonja Dingerdissen

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