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Annes Moosach

Mein München

München – Eine so große Stadt mit so vielen unterschiedlichen Vierteln und Ecken, dass man kaum alles entdecken kann, denkt Ihr? Gerade wenn man sich in einer Gegend eben nicht auskennt, findet man ja nie das nette kleine Café mit dem tollen Kaffee oder den kleinen Park, der so schön versteckt liegt? Da haben wir eine Lösung! In der Reihe „Mein München“ zeigen euch unsere Redakteure München aus ihrer ganz persönlichen Perspektive, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Sie geben euch Insidertipps, persönliche Empfehlungen und Hinweise, was man unterwegs in München auf keinen Fall verpassen sollte!

Wenn man jemanden, der in Moosach aufgewachsen ist, fragt, was das schönste an diesem Stadtteil ist, sagt der oft: „Hier gibt´s eine U3, U1, ne Tram und S-Bahn, also kommst du gut in die Innenstadt.“ Stimmt schon, zum Feiern geht man nicht hierher. Ein paar abgeranzte Kneipen stehen in manchen Straßenbiegungen, das war es aber auch. Vor ein paar Jahren gab es hier eine Shishabar, das war ein Highlight. Nee, für Großstadthipster ist Moosach nichts. Und genau aus diesem Grund lässt es sich in diesem Stadtteil so richtig schön leben.

Essen und das Leben genießen

Wer, außer der Altstadt, kann schon von sich behaupten, einen eigenen Stachus zu besitzen? An der Kreuzung von Bunzlauer-, Bauberger- und Dachauer Straße kann man sich im Sommer wunderbar an den Moosacher Brunnen setzen, mit einem Eis von der Eisfee oder einem Döner vom Imbiss I.

Ganz in der Nähe liegt eines der besten Restaurants dieser Stadt. Der Dillinger Chicago Bar´n Grill an der Gröbenzeller Straße ist ein Mexikaner, der neben brillanten Quesadillas ungefähr alles zu bieten hat, was man sich nur wünschen kann. Kässpatzen, genauso wie Burger, und das auch noch in bester Qualität zu genialen Preisen. Es geht nichts über die späten Abende, an denen man ausgehungert ins Dillinger einfällt und sich über einen Riesenteller Nachos hermacht.

Die Natur direkt vor der Tür

© Anne-Kathrin Born

Sogar ein paar schöne Flecken Grün findet man hier. Rund um den Rangierbahnhof Nord existiert ein Naturschutzgebiet mit Spazierwegen und sich selbst überlassener Natur. Bei einem Abstecher zum Tümpel, in dem sich die Kaulquappen tummeln, kann man glatt vergessen, dass man sich in einer Millionenstadt befindet. Wenn man abends auf einer der blauen Brücken über den Bahngleisen steht, hat man freien Blick auf den Sonnenuntergang. Ideal also zum Joggen oder Radeln.

Olympisches Flair

Oh ja, ein Teil des Olympiageländes gehört zu Moosach, zum Beispiel die Olympia-Pressestadt. Damit kann ich an dieser Stelle guten Gewissens das dort ansässige italienische Restaurant Belmondo empfehlen. Direkt hinter dem Olympia-Einkaufszentrum servieren die italienischen Besitzer himmlische Pizza und Lasagne. Das OEZ überhaupt dürfen wir nicht vergessen. Ein Einkaufszentrum ist natürlich kein Geheimtipp, aber eben einer der hippen Orte Moosachs. Zu einem frischgepressten Fruchtsaft beim Fruchtwerk, das gefühlt zu jeder Tageszeit Happy Hour hat, sollte man auf keinen Fall Nein sagen.

An die Menschen in Moosach kann man schon sein Herz verlieren. Am besten fasst wahrscheinlich das Moosacher Maifest das Lebensgefühl hier zusammen: Ein Bierzelt, ein Mandelstand und ein Kinderkarussell, das war´s. Mehr braucht es nicht, um jedes Jahr eine unvergessliche Gaudi zu veranstalten. Wie gesagt, Hipster werden hier nicht unbedingt fündig. Aber vielleicht strömen sie gerade deswegen irgendwann hierher. Moosach ist nämlich authentisch.

Anne-Kathrin Born

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