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Gehaltsverhandlungen im Bewerbungsgespräch

Zulassungsbeschränkungen, Motivationsschreiben, Werkstudentenverträge, Bewerbungsgespräche – als Student hat man es heutzutage nicht leicht. Wenn auch ihr schon fast den Durchblick im hart umkämpften Bewerbungs-Urwald verloren habt, kommt hier die Rettung. Karriere-Coach Petra Carlile verrät jeden Monat unikate Tipps und Tricks in Sachen Bewerbung.

Folge 24:

„Ich stehe kurz vor meinen ersten Bewerbungen und weiß nicht, wie ich das Thema Gehalt einbinden soll. Was gibt es zu beachten?“

Unser unikater Karriere-Coach beantwortet eure Fragen!

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Das Bewerbungsgespräch verläuft durchweg positiv. Arbeitsinhalte passen genau zu den eigenen Tätigkeitsvorstellungen, eure mitgebrachte Kompetenz wird wertgeschätzt, die Atmosphäre ist sehr angenehm und euer Bauchgefühl sagt euch: „Ja, ich kann mir sehr gut vorstellen in diesem Unternehmen zu arbeiten!“ Fast alles ist geklärt bis auf das Thema Gehalt. Gleichzeitig ist das für die meisten ein unangenehmes Thema: Wie viel darf man verlangen, ohne sich unter Wert zu verkaufen oder eine Absage zu riskieren?

Wie in jeder Lebenslage ist die gute Vorbereitung das halbe Gespräch:

  • Recherchiert in Gehaltsspiegeln übliche Gehaltszahlungen der betreffenden Branche und Berufe
  • Definiert euer persönliches Wunschgehalt und die Untergrenze, zu der ihr bereit seid
  • Falls vorhanden, fragt persönliche Kontakte in renommierten Unternehmen
  • Überlegt, ob es für euch vielleicht sinnvoll ist, statt ausschließlich reinem Bruttogehalt auch geldwerte Vorteile wie vermögenswirksame Leistungen, Direktversicherungen, Firmenwagen etc. einzubeziehen
  • Findet heraus, ob das künftige Unternehmen an Tarifverträge gebunden ist – dann ist das Gehalt für die meisten Stellen nicht frei verhandelbar
  • Verinnerlicht eure Verhandlungsargumente: praktische Erfahrungen, Kompetenzen und Qualifikationen, absolvierte Projekte, Auslandsaufenthalte, Sprachkenntnisse und Weiteres
Unser unikater Karrierecoach: Petra Carlile, (c) Angelika Güc, semikolon

Unser unikater Karriere-Coach: Petra Carlile © Angelika Güc, semikolon

„Was sind ihre Gehaltsvorstellungen?“

Diese Frage folgt meist gegen Ende des Gespräches. Viele meiner Coachees  sind gut gefahren mit der Angabe einer Gehaltsstaffel: während der Probezeit Betrag X (dieser Betrag liegt auf keinen Fall unterhalb eurer definierten Untergrenze), nach der Probezeit Betrag Y und nach einem Jahr Betrag Z. So signalisiert ihr eurem Verhandlungspartner Entgegenkommen. Er hat zunächst die Chance, euch während der Probezeit besser kennenzulernen, um euch danach ein höheres Gehalt zu zahlen.

Dont’s in der Gehaltsverhandlung

Auf keinen Fall während eines Bewerbungsgesprächs gleich zu Beginn mit der Tür – also der Frage nach dem Gehalt – ins Haus fallen. Ebenfalls solltet ihr nicht zurückrudern, falls auf euren Gehaltswunsch negative Reaktionen folgen. Stattdessen wäre an dieser Stelle der richtige Moment, um auf eure Leistungen und Kompetenzen zu verweisen!

Ich wünsche euch erfolgreiche Gehaltsverhandlungen und freue mich auf eure weiteren Fragen rings um das Thema Bewerbung und Karriereentwicklung!

Eure Petra Carlile

Schickt uns eure Fragen! Mail an: karrierefragen@unikatmag.de

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

Mehr unikate Hilfe und Tipps und Tricks für deinen absoluten Traumjob findest du auch in den letzten fünf Folgen des Karriere-Coaches:

Folge 19 „Schadet mir mein Name?“

Folge 20 „Der Arbeitsvertrag“

Folge 21 „Falsche Berufsentscheidung“

Folge 22 „Entscheidung bei mehreren Jobangeboten“

Folge 23 „Absagen von Jobangeboten“

Julia Weinzierler

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