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Absagen von Jobangeboten

Zulassungsbeschränkungen, Motivationsschreiben, Werkstudentenverträge, Bewerbungsgespräche – als Student hat man es heutzutage nicht leicht. Wenn auch ihr schon fast den Durchblick im hart umkämpften Bewerbungs-Urwald verloren habt, kommt hier die Rettung. Karriere-Coach Petra Carlile verrät jeden Monat unikate Tipps und Tricks in Sachen Bewerbung.

Folge 23:

„Ich habe mich bei einigen Unternehmen vorgestellt und tatsächlich mehr als eine Zusage bekommen. Wie sage ich bei mehreren Jobangeboten ab?“

Unser unikater Karriere-Coach beantwortet eure Fragen!

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Zunächst einmal: herzlichen Glückwunsch! Ihr habt mehrere Jobangebote erhalten – darauf dürft ihr richtig stolz sein und ruhig mal einen Moment inne halten.

Ehrlich von Anfang an

Nach meinen Erfahrungen ist der ehrliche Weg langfristig der beste. Werdet ihr bereits im Bewerbungsgespräch gefragt, ob ihr noch weitere Gespräche mit anderen Firmen habt, ist es besser, das auch offen zuzugeben. Unterstreicht dennoch, warum euch gerade diese Position reizt, um die es im Moment geht. So bekommt euer Gesprächspartner nicht den Eindruck, einer von vielen zu sein, bei dem ihr halbherzig vorbei schaut und Zeit schindet. Den meisten Personalentscheidern ist völlig klar, dass sich gerade Studenten kurz vor ihrem Abschluss bei mehreren potentiellen Arbeitgebern bewerben. Schließlich wünscht sich jeder Absolvent einen reibungslosen Jobeinstieg.

Wann und wie absagen?

Sobald ihr euch für ein Unternehmen entschieden habt und den Arbeitsvertrag in Händen haltet, sagt ihr dem (oder den) anderen Unternehmen ab. Bedankt euch für die Zeit, die guten Hinweise und das angenehme Gespräch. Und klar – wenn es passt – erwähnt gern den Grund eurer Entscheidung, wie beispielsweise:

  • Im anderen Unternehmen kann ich von Beginn an in ein neues Projekt einsteigen.
  • Die mir wichtige 4-Tage-Woche wurde mir zugesagt.
  • Ich habe dort die Möglichkeit, nebenbei noch eine Zusatzqualifikation zu erhalten.
  • Das Stellenprofil dort ist 1:1 das, was ich suche.

Grundsätzlich müsst ihr jedoch keine Gründe für eure Absage angeben.
Je rascher ein Unternehmen Bescheid weiß, dass ihr die Stelle nicht annehmen werdet, desto schneller kann es reagieren und empfindet eure zeitnahe Rückmeldung als fair. Telefonieren ist der schnellste Weg und wirkt persönlich. E-Mail geht ebenso schnell und dient als Nachweis. Übrigens geht es niemanden etwas an, bei welchem Unternehmen ihr letztlich beginnt.

 

Unser unikater Karrierecoach: Petra Carlile, (c) Angelika Güc, semikolon

Unser unikater Karriere-Coach: Petra Carlile (c) Angelika Güc, semikolon

Man sieht sich immer zweimal im Leben …

… oder: ehrlich währt am längsten. Wie auch immer, diese Weisheiten haben gerade beim heutigen Thema ihre Berechtigung. Vielleicht begegnet ihr dem von euch fair abgesagten Unternehmen auf anderem Weg. Zum Beispiel im Rahmen einer Geschäftspartnerschaft zwischen den Unternehmen oder auf einer Messe. Möglicherweise gibt es in einigen Jahren in besagtem Unternehmen ein anderes, interessantes Jobangebot und ihr möchtet euch dort bewerben. Gut, wenn man euch positiv in Erinnerung hat!

Mit eurem Verhalten schon in der Bewerbungszeit beginnt ihr, euch einen Namen im Business zu machen. Und sorgt damit für euren guten oder eben weniger guten Ruf, was faires Verhalten im Business betrifft. Gerade innerhalb einer Branche spricht sich so etwas schnell herum.

Welche weiteren Fragen habt ihr rund um die Themen Job, Karriereweg und Bewerbung? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!

Eure Petra Carlile

Schickt uns eure Fragen! Mail an: karrierefragen@unikatmag.de

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

Mehr unikate Hilfe und Tipps und Tricks für deinen absoluten Traumjob findest du auch in den letzten fünf Folgen des Karriere-Coaches:

Folge 17 „(Viele) gute Vorsätze“

Folge 18 „Anzahl der Praktika“

Folge 19 „Schadet mir mein Name?“

Folge 20 „Der Arbeitsvertrag“

Folge 21 „Falsche Berufsentscheidung“

Folge 22 „Entscheidung bei mehreren Jobangeboten“

Julia Weinzierler

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