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The Capitols heißen jetzt Matija

Vom Suchen und neu Anfangen

Im letzten Jahr hatten wir bereits die Freude, euch zu interviewen. Allerdings hießt ihr da noch „The Capitols“. Wie kam es zu der Namensänderung?

The Capitols gab es bereits, es ist eine Soul Band aus den 60er Jahren. Wir waren auf der Suche nach etwas Neuem, sind aus uns heraus gewachsen, also musste auch ein neuer Name her. Neue Musik, neuer Name. Ich bin der Sänger der Band und hab diese immer schon nach außen hin repräsentiert, daher gaben wir der Sache kurzum meinen Namen, wir fanden ihn „bandtauglich“ und eine passende Alternative. Viele Fans dachten zuerst an einen Akt.

Die Band: Jan, Johann, Matija, Sami (v.l.n.r.) © Rue Nouvelle

Was ist seitdem bei euch passiert? Hat sich auch die Band verändert?

Wir haben letztes Jahr unseren ersten Plattenvertrag bei Clouds Hill Records unterschrieben. Im Aufnahmeprozess des ersten Albums veränderte sich unsere Musik durch die Einflussnahme unseres Produzenten Johann Scheerer, ansonsten ist aber alles gleich geblieben, die Band ist dieselbe, nur in neuem Gewand. Vor allem kann man sagen, dass wir endlich den Sound gefunden haben, den wir gesucht haben.

Am 12. Mai ist eure Single „Song for Celine“ erschienen, Glückwunsch dazu! Wie schlägt sie sich bisher?

Sexy. Wir sind happy, zufrieden mit den ersten Reaktionen, das Feedback ist sogar noch besser, als wir erwartet haben. Wenn man fast ein Jahr insgesamt an so einem Release gefeilt hat, dann ist es vor allem ein Gefühl von Überwältigung und Glückseligkeit, wenn man dann endlich das Kind auf die Welt bringt.

Die Single „Song for Celine“ erschien am 12. Mai und kann hier gekauft werden. © Timothy Barnes

Vor ein paar Wochen hattet ihr einen sehr erfolgreichen Auftritt bei der Langen Nacht der Musik in München. Jedoch hört man euch immer öfter von Hamburg schwärmen. Seid ihr München untreu geworden und woran liegt das?

Nein, wir lieben München, es ist unsere Heimat. Allerdings haben wir in Hamburg unser Album aufgenommen, eine Stadt voller neuer Eindrücke und Inspirationen, so lernt man immer wieder Neues kennen. Ich denke nicht, dass man Städten allgemein untreu werden kann, man sollte wissen, wo seine Wurzeln sind und wo man sich heimatlich verbunden fühlt. Für die meisten von uns in der Band ist das München, bei mir ist es Slowenien und dort Ljubljana, da fühle ich mich, als ob ich wirklich unter Gleichen sei.

Ihr werdet als „Ästheten, Gentlemen, junge Meister, Freidenker, Punks, androgyne Dandys und Streber“ bezeichnet. Aber was wollt ihr denn nun mit eurer Musik aussagen? Was wollt ihr erreichen?

Ich denke mal man kann viel über uns sagen, wir sind einfach auch in der Band allein schon sehr unterschiedliche Typen, aber Streber sind wir nicht. Obwohl, in unserem Perfektionismus vielleicht schon. Wir brauchen für alles immer etwas länger und machen nichts, ohne uns 100 Prozent sicher darüber zu sein. Wir versuchen unser Bestes, die Gesellschaft mit unserer Musik zum Denken anzuregen und unsere eigenen Erfahrungen und Emotionen in eine musikalische Ereigniswelt zu verarbeiten. Ästhetik, Gentlemen sein, Meister sein, das sind alles Attribute einer gemachten Band – wir könnten uns höchstens als Anwärter auf einige dieser Begriffe bezeichnen.

Was sind eure nächsten Pläne und wann kann man euch mal wieder in München hören?

Nach der ersten Single soll die zweite folgen, sie heißt „White Socks“ und wird Anfang Juli erscheinen. Wir können es kaum erwarten! Wir spielen am 30. Juni auf dem Tollwood Festival in München, endlich wieder München. Wir werden sicher auch bald mal wieder eine Headlinershow in München spielen, wir sind wieder da. Es ist uns wichtig, dass uns unsere Fans nicht an der Capitols-Zeit messen, wie was früher war, sondern in die Zukunft blicken, genau so, wie es wir getan haben. Wir haben endlich den Sound, das Team, das Gefühl gefunden, nach dem wir so lange auf der Suche waren. Es hat stundenlange Streitereien, lange Brainstormings und Millionen schlafloser Nächte gekostet, um an den Punkt zu kommen, wo wir jetzt sind. Und das ist nur der Anfang.

Tonja Dingerdissen

1 Kommentar

  1. Ich verstehe das mit dem Unikat nicht. iTunes ist voll mit unterschiedlichen Bands und Künstlern die sich Matija nennen???

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