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Second-Hand-Guide: Vinty’s

Vintage Shopping zum guten Zweck

Endlich Frühling, die Stadt erwacht zu neuem Leben, die Unternehmungslust packt einen ganz unwillkürlich und wie lassen sich die neugewonnenen Frühlingsgefühle besser kompensieren, als mit ein bisschen Bummeln.

Die Stadt erkunden und gleichzeitig ein paar neue Schätze für den Kleiderschrank begrüßen, lässt sich locker unter einen Hut bringen: Es ist die perfekte Zeit für Second-Hand-Shops. Das Semester hat begonnen und die Prüfungen sind bei den meisten noch weit weg, also Grund genug, die entspannt(er)en ersten Wochenenden für ausgiebige Stöbernachmittage im Second-Hand-Shop zu nutzen. Es kostet vielleicht Zeit, schont aber gleichzeitig die Umwelt und natürlich das Portemonnaie.

Ja, München ist nicht Berlin, was aber nicht heißt, dass die vergleichsweise kleine Auswahl an Second-Hand-Läden nicht genauso reich an Schätzen wäre.

Einen der typischsten Second-Hand-Läden findet ihr ganz in der Nähe vom Hauptbahnhof in der Landsberger Straße 14:  Vinty’s.

Wobei erstmal nur Auswahl und Preise typisch Second-Hand-Laden und deshalb sehr einladend sind.

Es gibt viel Untypisches, das Vinty’s ganz besonders macht:

1.    Vinty’s gehört zur Aktion Hoffnung. Bestimmt habt ihr auch schon einmal einen Sack voll aussortierter Kleidung in einen der Container geworfen. Sehr gut erhaltene Teile wandern in einen der Vinty’s-Shops in Nürnberg, Augsburg oder München.

2.    Die wunderbare Besitzerin Agnes führt den Laden seit eineinhalb Jahren und sucht die Teile mit größter Sorgfalt aus. Vinty’s ist wirklich gut sortiert und nicht zu überladen.

3.    Ihr könnt euch nicht entscheiden welches Teil das richtige ist? Kein Problem. Im Vinty’s kann man die Stücke sogar für eine kleine Gebühr leihen und sich nach der Frist entscheiden, ob es in den Schrank wandern darf oder nicht.

4.    Erschöpft vom Stöbern und suchen? Eine Tasse fairgehandelter Kaffee oder eine Limo gibt’s als Stärkung in einer kleinen Café-Sitzecke. Da lässt sich locker mal ein Nachmittag verbringen.

5.    Mein persönliches Highlight sind aber die kreativen Aktionen. Ein Upcycling-Nähkurs, Faschingsbazar oder eine Modenschau. Unbedingt das Programm auf Facebook verfolgen.

Erst Anfang des Jahres hat der Jungdesigner Zillian Jobe aus Gambia seine eigene Kreation bei einer Modenschau vorgestellt. Hierbei hat er mit Agnes zusammengearbeitet.

Wie kam die Idee, eine solche Modenschau aufzuziehen?

Agnes: Suleiman hatte die Idee. Er hat ein Praktikum gemacht und wir haben damals angefangen hier in München die Vinty’s Kollektion zu starten. Es war ein riesiger Zufall, dass Suleiman Schneider ist und sehr schnell und sehr talentiert ist. Er hat uns sehr geholfen diese Vinty’s Kollektion zu machen und dann war es jetzt an der Zeit etwas gemeinsam zu machen, weil er eben jetzt auch seine erste eigene Kollektion geschneidert hat.

Zillian: Ich habe das für meine Ausbildung gemacht und sie haben mir dabei geholfen.

Wie eng war die Zusammenarbeit mit Vinty’s?

Agnes: Die Entwürfe der Vinty’s Kollektion stammen von uns, wobei Suleiman da auch seine eigenen Ideen mit eingebracht hat. Bei seiner Kollektion, da haben wir nichts damit zu tun gehabt.

Zillian: Ich habe die ganzen zwei Wochen in meinen Ferien gearbeitet und genäht. Das ist auch schon immer mein Traum, ich wollte sowas schon immer machen, aber das war der Traum.

Wann hast du begonnen alles zu entwerfen?

Zillian: Ich wollte einige Kollektionen machen und hier habe ich die Chance bekommen, das zu machen.

Was ist das Besondere an deiner Mode?

Zillian: Ich kenne die afrikanischen Stoffe hier und mische sie mit den anderen Stoffen zusammen, um einen neuen Style zu erzeugen.

Miriam Fendt

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