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Ein absolutes Muss oder doch Geldverschwendung?

Kino-Kritik zu „Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe“

Von vielen Fans wird die Kino-Fortsetzung des weltweiten Romanbestsellers „Fifty Shades of Grey“ sehnlichst herbeigefiebert – nun ist es endlich soweit. Der zweite Teil „Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe“ findet seinen Weg auf die Leinwand und startet morgen, den 9. Februar, offiziell in den Kinos. Neu mit dabei sind dieses Mal Stars wie Oscar-Gewinnerin Kim Basinger, Bella Heathcote und Eric Johnson. Prominent besetzt ist auch die Regie, die mit James Foley (House of Cards) einen klangvollen Namen hat. Wir haben den Film für Euch vorab schon einmal getestet.

Anastasia Steele (Dakota Johnson) versucht sich nach ihrer eher gefühllosen Liaison mit dem erfolgreichen Geschäftsmann Christian Grey (Jamie Dornan) in ihrem neuen Job zurechtzufinden und über ihn hinwegzukommen. Doch wie der Filmtitel bereits erwarten lässt, bleibt es bei dem Versuch, denn Christian ist sichtlich bemüht, sie zurückzugewinnen und bekennt sich erstmals zu seinen Gefühlen. Allerdings macht auch Anastasias neuer Chef ihr Avancen und so kommt es, wie es kommen musste: es läuft, wie in vielen Verfilmungen von Liebesromanen, auf einen Zweikampf zwischen den beiden Alpha-Männchen hinaus, in dem natürlich auch Eifersüchteleien und kleine Machtspielchen nicht fehlen dürfen. Leider endet der mit Spannung erwartete Machtkampf genauso abrupt wie er begonnen hat.

Stattdessen bekommt der Zuschauer mit gewohnter Regelmäßigkeit viel nackte Haut und heiße Sex-Szenen zu sehen und wird mit Anastasia abermals in die Welt der „Schönen und Reichen“ entführt. Das junge Paar will sich nun im normalen Beziehungsalltag beweisen, ohne Verträge, Geheimnisse und anderweitige Verpflichtungen. Zu diesem Zeitpunkt plätschert die Handlung leider etwas vor sich hin, jedoch ändert sich das schlagartig, als Christian mit seiner dunklen Vergangenheit konfrontiert wird und Anastasia Rede und Antwort stehen muss. Zusätzlich wird Anastasia plötzlich zur Zielscheibe einer mysteriösen Stalkerin und gerät ins Kreuzfeuer von ehemaligen Liebschaften ihres Freundes. Die Ereignisse spitzen sich zu und werden zur Zerreißprobe für die noch junge Liebe. Anastasia muss eine schwierige Entscheidung treffen…

Gegen Ende geht die Spannungskurve noch einmal kurz nach oben, aber schafft es leider nicht ,den Zuschauer bei der Stange zu halten. Die Dialoge und Handlungen werden zunehmend vorhersehbar und verflachen zum Finale hin gänzlich.

Fazit: Die Fortsetzung ist für alle eingefleischten Liebhaber der erfolgreichen Romanreihe zu empfehlen, genauso wie für Frauen, die sich mal wie eine Prinzessin in einer glitzernden Wunderwelt mit bunten Maskenbällen, Yacht-Ausflügen und teuren Penthouse-Wohnungen fühlen wollen. Ebenso kommen alle auf ihre Kosten, die sich einfach an einem leichten Liebesfilm ohne allzu anspruchsvolle Handlung erfreuen oder sich neue Inspirationen für ihr Liebesleben einholen wollen, denn vielmehr hat der Film leider nicht zu bieten.

Die wenigen Spannungskurven flachen nach zu kurzer Zeit wieder ab und vermeintlich tiefgründige Szenen kratzen nur an der Oberfläche der Handlung. Die Fortsetzung zerläuft sich an vielen Stellen und so gibt es die einzigen Höhepunkte des Films vor allem dann zu sehen, wenn es mal wieder heiß hergeht.

Philipp Maluska

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