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Rette Leben! Registrierungsaktion & AIAS

So lief die Registrierungsaktion an der LMU letztes Jahr

Isabel: „Zeitaufwand maximal 10 bis 15 Minuten“

Vor zwei Wochen habe ich eine Email erhalten, mit der Einladung zur Teilnahme an der Stammzellenregistrierungsaktion an der Uni. Von 10 bis 18 Uhr konnte sich jeder kostenlos im Lichthof der LMU testen lassen. Als ich hinkam musste ich zwar kurz in der Schlange stehen, aber es dauerte nur ein paar Minuten, dann wurde ich einem der vielen freiwilligen Helfer zugewiesen. Er war super nett und hat mir erstmal kurz den Ablauf erklärt und dann auf einem Fragebogen meine Daten eingetragen.

Da ich noch gar nicht als Spender registriert war, musste ich zwei Wattestäbchen, jeweils an den Innenseiten meiner Backen, 30 Sekunden lang reiben. Das war im ersten Moment etwas seltsam, da mein Helfer mir aus 30cm Entfernung dabei zugeschaut hat, aber dann mussten wir beide lachen, weil es doch irgendwie eine witzige Situation war. Nach einer Minute war ich dann auch schon fertig und wurde, mit meinen Stäbchen in einem Umschlag, zur nächsten und letzten Station geschickt. Da hab ich dann nur noch meinen Umschlag samt den Unterlagen mit meinen Daten abgegeben und im Gegenzug einen vorläufigen Spenderausweis bekommen.

Das Ganze hat also insgesamt vielleicht 10 bis 15 Minuten gedauert. Insgesamt war mein Eindruck von der Aktion sehr positiv, es war gut organisiert, es gab genug Helfer und die Leute mussten nicht lange warten. Die meisten haben wohl durch die Email oder Flyer von der Aktion erfahren und da das Ganze ja zentral im Hauptgebäude stattgefunden hat, war es leicht, mal schnell zwischen zwei Vorlesungen, hinzuschauen. Laut den Helfern sind heute sogar mehr Leute gekommen als bei den letzten Malen. Ich kann es jedenfalls jedem empfehlen, dauert nicht lange und ist für einen guten Zweck!

unikat-Redakteurin Isabel nach der Registrierung mit ihrem neuen Spenderausweis. (c) Isabel Spoerl

unikat-Redakteurin Isabel nach der Registrierung mit ihrem neuen Spenderausweis. (c) Isabel Spoerl

Ramona: „Super organisiert“

Alle, die mitgeholfen haben. waren voll motiviert. Am Schluss gab es kostenloses alkoholfreies Bier, Brezen und Kuchen gegen Spende. Es schien alles super organisiert! Vor einer Wall of fame konnte man außerdem ein Bild von sich mit Superhelden Cape machen lassen.

Paula: „Registrierung  schnell, unkompliziert und einfach“

Ablauf: Im Lichthof der LMU standen mehrere Tische, an denen Helfer saßen. Draußen vor der Uni verteilten Helfer Flyer und machten auf die Registrierungsaktion aufmerksam. Man wird über die Voraussetzungen fürs Registrieren lassen informiert (kein HIV, keine Schwangerschaft etc.) und auch über das weitere Verfahren (wie im Fall eines ‚Match‘ die Spende abläuft etc.). Daten werden aufgenommen. 2 Wattestäbchen links und rechts in der Wange schaben lassen. Anschließend bringt man den Umschlag mit Daten und Stäbchen in den 1. Stock. Da werden die Daten gegengecheckt und der Umschlag angenommen. Man kann noch freiwillig eine Geldspende abgeben, da die Registrierung pro Person Kosten von 40 Euro verursacht. Als Dank bekommt man ein alkoholfreies Bier oder Kuchen, den Helfer gebacken haben. Insgesamt war ich in 10 Minuten durch.

Motivation: Als Studentin in München fehlen mir die Mittel um Projekte, die ich gut finde, finanziell zu unterstützen oder für Hilfsorganisationen zu spenden. Die Registrierung als Stammzellspender ist schnell, unkompliziert und einfach und kann für Leukämiepatienten die Hoffnung auf Besserung bedeuten. Jemandem eventuell das Leben retten zu können, ist es definitiv wert sich die paar Minuten Zeit zunehmen.

Organisation: Die Organisation am Mittwoch war echt top! Alles verlief reibungslos und die Helfer waren absolut freundlich und motiviert.

So sah die Registrierungsaktion im Lichthof der LMU ab.

So sah die Registrierungsaktion 2015 im Lichthof der LMU aus.

Registrierungsaktion München 2016

Vom 14. bis 17. November habt ihr dieses Jahr wieder die Möglichkeit, euch an fünf verschiedenen Standorten in die internationalen Datenbanken von AKB und DKMS aufnehmen zu lassen. Hier gehts zur Facebook-Veranstaltung!

  • 14. November – Hauptgebäude LMU im Lichthof, 10-18 Uhr
  • 15. November – TU Garching Gebäude Maschinenwesen Hof 2, 10-18 Uhr
  • 15. November – Pettenkofferstraße 14, Mosaiksaal der Physiologie, 9-16 Uhr
  • 15. November – Biomedizinisches Zentrum (BMZ) Martinsried im Foyer vor dem Audimax, 9-16 Uhr
  • 17. November – Klinikum Rechts der Isar im Hörsaaltrakt, 9-16 Uhr

AIAS – Studenten gegen Blutkrebs: Das steckt dahinter

1. Entstehung von AIAS: Wie hat alles angefangen?

Jeder fünfte an Blutkrebs erkrankte Patient stirbt, weil für ihn kein passender Stammzellspender gefunden wird. Befreundete Studierende in München wollten das ändern. Sie haben den Verein AIAS München e.V. im April 2013 gegründet, der jungen Menschen die Chance zur Typisierung als Stammzellspender gibt. Im Kampf gegen Blutkrebs organisiert der Verein Registrierungsaktionen an Hochschulen. Wie wichtig eine Registrierung ist, hatte Mitgründerin Katharina Zech am eigenen Leib erfahren. Sie konnte einer jungen Mutter in den USA mit ihrer Stammzellenspende das Leben retten.

2. Typisierungsaktionen und Projekte

Bei den ersten zwei Aktionen in München wurden bereits 3750 junge Menschen als potentielle Stammzellspender gewonnen. Bei der letzten Registrierungsaktion im Lichthof der LMU am 11. November 2015 haben sich noch einmal 2060 junge Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Mittlerweile sind etwa 15000 Studenten deutschlandweit über AIAS typisiert. Von ihnen konnten bereits 35 Stammzellen spenden und somit zum Lebensretter werden.

Über die Registrierungsaktionen hinaus, macht AIAS bei Hochschul-Veranstaltungen an Infoständen auf das Thema Blutkrebs aufmerksam und wie einfach es ist, mit einer Stammzellspende Leben zu retten. So auch jährlich am World Blood Cancer Day. Gleichzeitig steht auch das Teambuilding des Vereins im Vordergrund: Gemeinsame Grill- und Spieleabende kommen nie zu kurz.

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Studierende der LMU vor der „Wall of Fame“ nach ihrer Registrierung. (c) AIAS München e.V.

3. Wo kann man sich engagieren?

Bei AIAS München e.V. selbst, wenn man in München und Umgebung wohnt. Es gibt AIAS aber auch in über zehn anderen Städten in Deutschland. Darunter: Aachen, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Hannover, Jena, Köln, Leipzig, Passau und Freiburg.

Der gesamte Einsatz von AIAS ist ehrenamtlich. Der Verein wird bei seinen Veranstaltungen zudem von einem Helferpool von allein in München mehr als 150 jungen Menschen unterstützt.

3. Mitglieder: Wer ist das typische Mitglied? Gibt es Zugangsvoraussetzungen?

AIAS ist ein überwiegend studentischer Verein. Studierende aller Fachrichtungen und Semester, aber auch Auszubildende und junge Berufstätige sind herzlich willkommen. Von Medizin zu Physik, über Geschichte bis hin zu Islamwissenschaften sind alle vertreten. Es gibt daher keine Zugangsvoraussetzungen.

Bei AIAS soll jedes Mitglied seine Stärken entfalten dürfen: Die Gewinnung von Spendern und Sponsoren, die Akquise von Helfern für Aktionen oder die kreative Gestaltung der Flyer sind nur Beispiele. Auch strategische Aspekte nehmen mit Blick auf den Zuwachs mehr Platz ein.

Manche Mitglieder haben einfach Freude, für einen guten Zweck im Team sich zu engagieren. Andere haben sich mit Krebserkrankungen, insbesondere Blutkrebs, in der Familie oder im Bekanntenkreis auseinandersetzen müssen. Besonders freuen wir uns, dass bereits mehrere Mitglieder selbst zum Stammzellspender geworden sind.

4. Ziele für die Zukunft

AIAS möchte das Erfolgsmodell an Hochschulen in der ganzen Bundesrepublik bringen. Die ersten erfolgreichen Spenden zeigen, wie wichtig gerade junge Menschen im Kampf gegen Blutkrebs sind. Sie sind meist gesund und können noch Jahrzehnte in der internationalen Spenderdatei bleiben. Durch die Fluktuation an Hochschulen kommen jährliche neue Stammzellspender hinzu.

Daher hat AIAS München e.V. im Mai 2015 das Kick off für AIAS Deutschland veranstaltet: Bei einem Workshop kamen engagierte Studenten aus 10 Städten für drei Tage zusammen: Nach dem Vorbild und unter der intensiven Betreuung des Münchener Kernvereins, gründeten sie AIAS-Teams an ihren Hochschulen.

AIAS‘ Vision ist, dass sich jeder Student in Deutschland in die internationale Stammzelldatenbank aufnehmen lässt.

Die Aktion von AIAS im Lichthof mit über 150 Helfern. (c) AIAS München e.V.

Die Aktion von AIAS im Lichthof mit über 150 Helfern. (c) AIAS München e.V.

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