Wir schreiben München – schreibt mit!

London Calling

Von Fächer-Museen und Londoner Bierzelten

Big Ben, Buckingham Palace, London Eye: Wo fängt man an, wenn man nach London fährt? Die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs ist von Sehenswürdigkeiten geradezu übersät. Da kann man als Tourist leicht mal überfordert sein.

Ein Spaziergang an der Themse

Wer Lust auf einen längeren Spaziergang hat, kann gemütlich die Themse entlang wandern und gleichzeitig einiges an Sehenswürdigkeiten mitnehmen. Auf dem Weg vom Tower of London – wer glitzernde Steinchen mag, ist hier genau richtig, denn im Tower sind die Kronjuwelen zu Hause – zu den Houses of Parliament ist einiges geboten. Hier bekommt man auch Big Ben zu hören. Was viele nicht wissen: Big Ben ist der Name einer der Glocken, nicht der Name des Glockenturms.

Das London Eye und die Houses of Parliament

Das London Eye und die Houses of Parliament © Claudia Schmidhuber

An der Themse entlang kommt man an diversen (mehr oder weniger) berühmten Brücken, wie der Tower Bridge, der London Bridge und der Millennium Bridge, an der St. Paul’s Cathedral und an Shakespeare’s Globe vorbei. Direkt gegenüber von den Houses of Parliament steht das London Eye, das sich selbst als „observation wheel“, also quasi als Aussichtsriesenrad, bezeichnet. Wenn man keine Lust auf ein (etwas langsames) Riesenrad hat, kann man die Spitze der St. Paul’s Cathedral erklimmen und die Aussicht auf die Themse von dort aus genießen. Wer ganz hoch hinaus will, kann zum Beispiel das Aussichtsdeck von The Shard besuchen.

Auch direkt an der Themse: Die St. Paul's Cathedral

Auch direkt an der Themse: Die St. Paul’s Cathedral © Claudia Schmidhuber

Die wahrscheinlich berühmteste Brücke Londons: Die Tower Bridge

Die wahrscheinlich berühmteste Brücke Londons: Die Tower Bridge © Claudia Schmidhuber

Außerdem sehenswert, aber nicht direkt neben der Themse: Buckingham Palace (quasi ein Muss), 10 Downing Street (damit man die berühmte schwarze Tür gesehen hat), Oxford Street (ein Traum für alle Shopping-Queens und die, die es noch werden wollen), Camden Lock Market (ein etwas anderes und sehr billiges Einkaufserlebnis), Harrods (für alle, die einen Goldesel haben) und Covent Garden (Anlaufstelle für Fans von alten Zeichentrickserien: Hier gibt’s einen Mumins Shop!)

Museen und andere Kuriositäten

Museumsliebhaber kommen in London ebenfalls auf ihre Kosten. Alle aufzulisten ist wahrscheinlich ein sinnloses Unterfangen, aber Dauerbrenner sind beispielsweise das British Museum und die National Gallery. Nicht wirklich ein Museum aber trotzdem sehenswert ist das weltberühmte Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds, das in London um einige Nummern größer ist, als in anderen Städten. Ist ja auch das Original. Außerdem gibt es ein Fächer-Museum und ein Nähmaschinen-Museum für alle, die auf der Suche nach Kuriositäten sind. Und auch Londons berühmtester Detektiv hat sein eigenes Museum: Das Sherlock Holmes Museum in der Baker Street ist definitiv einen Besuch wert (allein schon wegen der tollen U-Bahn Station).

Ist man nach den ganzen Museen dann fix und alle, kann man es sich in einem der vielen Londoner Pubs gemütlich machen. Was die Abendgestaltung betrifft, wartet London, wie jede andere Großstadt, mit zahlreichen Möglichkeiten auf. Konzerte und Clubs gibt es wie Sand am Meer und vor allem Musical-Liebhaber werden sich vor Möglichkeiten gar nicht retten können. (Ein Tipp für Musical-Fans: Das Theatre Cafe in der Shaftesbury Avenue.)

Und es gibt gute Neuigkeiten für Nachteulen: Seit diesem Jahr fahren einige Londoner U-Bahn Linien auch nachts und es sollen bis zum Ende des Jahres noch mehr werden!

Bayern in London?

Ja, das geht. In der Weihnachtszeit findet im Londoner Hyde Park jährlich das Winter Wonderland statt. Vorstellen kann man sich das wie eine Kombination aus Oktoberfest und Christkindlmarkt. Man kann erst eine Runde mit dem Riesenrad drehen und danach eine überteuerte Bratwurst essen, Weihnachtsbaum-Anhänger kaufen und zum Schluss noch ins Bierzelt gehen. Einen Christkindlmarkt, wie man ihn aus München kennt, sollte man aber nicht unbedingt erwarten.

London zur Weihnachtszeit ist generell eine Reise wert, denn im Winter sieht die ganze Stadt dann noch mal ein bisschen anders aus, denn die Londoner wissen, wie man für die Festtage dekoriert. Wenn man diese Reise kurz nach Weihnachten wagt, sollte man sich aber auf größere Besuchermassen einstellen.

Da fühlt man sich fast wie daheim in Bayern: Das "Alpen Hotel" im Londoner Winter Wonderland

Da fühlt man sich fast wie daheim in Bayern: Das „Alpen Hotel“ im Londoner Winter Wonderland © Claudia Schmidhuber

Festlich geschmückt: Covent Garden in der Weihnachtszeit

Festlich geschmückt: Covent Garden in der Weihnachtszeit © Claudia Schmidhuber

Wenn man mal rausgefunden hat, wo man denn anfangen soll, will man eigentlich gar nicht wieder aufhören. In London gibt es so viel zu sehen, dass man auch nach mehreren Besuchen keine Probleme haben wird, noch etwas Neues zu entdecken. Vielleicht hat man ja auch mal Lust auf einen kleinen Ausflug: Stonehenge und die Harry Potter Studios sind zum Beispiel beliebte Ziele für Tagesausflüge.

Alles zu viel für einen einzigen London Trip? Da gibt es eigentlich nur eine Lösung: Bald mal wieder kommen!

Claudia Schmidhuber

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.