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Traumziel: Welt

Wir sind dann mal weg!

Eine Reise soll es werden – nur, wohin? Unglaublich viele wunderschöne Plätze auf der Erde, leider aber so wenig Zeit und Geld… Unmöglich, sich bei dieser Vielfalt an Kulturen, Ländern und Möglichkeiten für nur ein Ziel zu entscheiden.

Gesagt, getan: Eine Weltreise soll es werden. Die Entscheidung fällt auf Amerika und Asien, insbesondere die USA, Kanada, Thailand, Hong Kong, Singapur und Vietnam – eine ganze Reihe von Ländern und Orten, die mit ihren ganz unterschiedlichen Klimata, Kulturen, Menschen und Lebenseinstellungen nur darauf warten, von uns entdeckt zu werden.

Es ist Dezember 2015, kurz vor Start des Abenteuers. Viele Monate nachdem Ziele festgesetzt, Flüge und Hotels gebucht wurden, soll es nun endlich losgehen. Gemischte Gefühle machen sich breit: Freude, Aufregung, Wehmut und, ja, auch ein bisschen Angst. Was kommt da auf uns zu, klappt das auch alles so reibungslos, wie wir uns das vorgestellt haben? Fragen, die wir damals noch nicht – und heute glücklicherweise mit einem eindeutigen ja – beantworten können.

Nach zwölf Stunden erstaunlich ereignislosem Flug kommen wir in Las Vegas an und dürfen erleichtert feststellen: Die Angst ist verflogen. Neue Eindrücke, die sonst so heiße Wüste im Winter, riesige, schöne, bunte Gebäude – das Staunen und die Freude über die nächsten vier Monate sind größer, als die Sorgen je sein könnten.

Las Vegas von oben

Las Vegas von oben! Unser erster Blick auf die Wüste und das Abenteuer.

Ob Auto, Zug, Bus oder Flugzeug: Die Tour durch Amerika klappt hervorragend. Trotz der ungewohnten Kälte macht es unglaublich großen Spaß, das Land einmal anders – nicht wie der Großteil der Reisenden im Sommer – kennenzulernen. Die Vorweihnachtszeit ist hier mindestens so wunderschön wie im heimischen Umfeld: In Los Angeles feiern wir Nikolaus, in Chicago entdecken wir wunderschöne Weihnachtsmärkte und bunt leuchtende Lichter-Shows, in New York feiern wir Weihnachten, erfüllen uns einen Lebenstraum und fühlen uns nicht ganz so allein wie Kevin damals, am Rockefeller Center. Ein Erlebnis, das schöner nicht sein könnte!

Die Neujahrsraketen lassen wir dieses Jahr in Toronto, Kanada, steigen.  Auch dieses Erlebnis wird wohl so schnell nicht aus unseren Gedächtnissen verschwinden – bunte Lichter, fröhliche Menschen, Märkte und ausgelassene Feiern begleiten uns ins Jahr 2016. Fun Fact: Die Amerikaner/Kanadier haben’s nicht so mit lange Feiern. Nachdem wir begeistert die Sekunden bis zwölf Uhr heruntergezählt haben, stehen wir in Null-Komma-Nix alleine auf dem kürzlich noch rappelvollen Platz – Grund ist die Sperrstunde. Ab zwei Uhr nachts ist hier nichts mehr mit wilden Feten. Schade, aber andere Länder, andere Sitten! Um das zu lernen sind wir ja schließlich losgezogen ins fremde Land.

Chicago

Wunderschöner Sonnenuntergang in Chicago, Illinois – definitiv eine der schönsten Städte überhaupt!

Und schon geht’s weiter, Asien ruft und damit auch die Wärme – endlich! Nach einem endlos langen Flug (über 20 Stunden!) kommen wir erschöpft, müde aber glücklich in Hong Kong an.

Riesig, Wolkenkratzer, bunt, Grünfläche, Essen: Gedanken, die unsere Zeit in dieser Traumstadt perfekt widerspiegeln. Auch unser nächstes Ziel, Singapur, soll uns begeistern. Drei Wochen Wärme, Sonne, neue Freunde, Strand, Shoppingzentren und vor allem viele neue kulturelle und kulinarische Eindrücke.

Das ist auch der Grund, warum wir nun nicht mehr ganz so euphorisch in den Flieger steigen – eigentlich wollen wir ja gerne bleiben… aber weiter geht es. Man kann ja immer mal wieder zurückkommen!

Thailand zieht uns recht schnell mit wunderschönen, feinsandigen Traumstränden auf vielen süßen Inseln in den Bann. Auch ganz nett, mal die Seele baumeln zu lassen, eine Kokosnuss in der Hand und in der „Mittagspause“ leckeres Curry – ach, so kann sich’s doch auch leben lassen. Man will sich ja nicht beschweren.

Palmen im Wind.

Wo Palmen sind, da ist auch Urlaub! Traumhafte Kulissen wo man geht und steht.

So entspannt soll es allerdings nicht weitergehen: In Vietnam müssen wir aufpassen, dass wir unversehrt von A nach B kommen – in Ho Chi Minh Stadt, dem ehemaligen Saigon und dem Zentrum Südvietnams, fahren gefühlt sämtliche Roller und Motorräder, die jemals produziert wurden. Wild schreiend und mit den Armen rudernd schaffen wir es dann doch immer unversehrt über die Straßen und können die Kultur und Kulinarik der bunten, lebendigen und zu jeder Tages- und Nachtzeit überfüllten Stadt genießen. Eine Woche Strandurlaub in Mui Ne im Landesinneren macht den Stress dann auch wieder wett: Wir sind super erholt für unser letztes Ziel, Hanoi im Norden Vietnams. Französisch angehaucht, mit Süßwasserseen und viel Grünfläche verzaubert uns die Stadt auch direkt von Tag eins an. Hier könnten wir ruhig noch etwas länger bleiben… aber nein, es soll wohl nicht sein.

So steigen wir am Ende unserer Reise mit gemischten Gefühlen in den Flieger: Zwar freuen wir uns wahnsinnig auf zuhause, die Ordnung, unser gutes deutsches Essen und natürlich die Familie und Freunde. Andererseits haben wir auch hier auf unserer Reise neue Freunde gefunden, viele neue Orte, die wie sich mittlerweile fast wie Zuhause anfühlen und ganz neue Eindrücke gewonnen, die wir am Liebsten für immer festhalten würden.

Aber die nächste Reise kommt bestimmt – und wir genießen erst einmal unsere Zeit zurück zuhause.

Manja Faulhaber & Marcel Sütterlin

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