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Mit dem Weihnachtsmann durch Europa – Teil 2

So feiern Studenten in unseren Nachbarländern Weihnachten

Bescherung am 24. Dezember, Familienessen am ersten und zweiten Feiertag und dazwischen ganz viele Plätzchen – das heißt für uns in Deutschland Weihnachten. Sobald wir unseren Blick aber über die Landesgrenzen hinaus richten, werden plötzlich ganz andere Dinge wichtig: Die Ankunft des Christkindes am 26.12? Ein Tanz um den Weihnachtsbaum? Wir haben bei Studenten in unseren europäischen Nachbarländern nachgefragt, wie sie das Weihnachtsfest verbringen. Welche lustigen Traditionen wir dabei kennengelernt haben, zeigen wir euch in unserer Weihnachtsreihe: Mit dem Weihnachtsmann durch Europa.

Tag 2 – Dänemark: Tanz in den Weihnachtsabend

Heute reisen wir mit dem Weihnachtsmann ein bisschen weiter östlich und machen einen Zwischenstopp in Dänemark bei Sascha Meineche.

Deko_Daenemark

Zuckerstangen sind typische Accessoires am skandinavischen Weihnachtsbaum.

Cool Down mit besinnlichen Klängen

Auch wenn ihre Familie nicht christlich ist, besuchen Sascha, ihre Mutter und ihrer Schwester jedes Jahr am 24. Dezember die Christmette. Die besinnlichen Weihnachtschorale sind für sie die perfekte Möglichkeit, vor den großen Feiertagen Ruhe zu finden und das Familienfest einzuläuten. Anschließend kommt die gesamte Verwandtschaft in ihrem Elternhaus zusammen, um das große Weihnachtsessen zu genießen. Auf dem Menü stehen Ente zum Hauptgang und Risalamande zum Dessert. Die Köchin versteckt an diesem Abend eine Mandel in der Nachspeise. Wer diese während des Essens findet, wird mit einem Extra-Geschenk belohnt.

Der Tanz um den Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum ist der Mittelpunkt der dänischen Tanztradition.

Sind alle Leckereien verspeist, versammelt sich die gesamte Familie um den Weihnachtsbaum und umkreisen diesen Händchen haltend und Weihnachtslieder singend. Erst wenn das Repertoire ausgeschöpft ist – Sascha verrät uns, dass dieses Ritual auch schon einmal mehrere Stunden dauerte – darf schließlich auch die Familie Meineche ihre Geschenke in Empfang nehmen.Die Bescherung läuft dabei ähnlich ab, wie bei Lauren in England, deren Weihnachtsfest wir euch gestern vorgestellt haben: zunächst werden alle Geschenke verteilt und eines nach dem anderen geöffnet, sodass jedes Mitglied der Weihnachtsgemeinde die Präsente der anderen bestaunen kann. Den Weihnachtsabend lassen die Meineches mit einer Weihnachtsparty mit Kaffee, „Christmas Candy“, vielen Spielen und zahlreichen Spirituosen ausklingen – die auch gerne auch einmal bis in die frühen Morgenstunden ausgedehnt wird.

Bescherung per Würfelspiel

Am ersten Feiertag feiert Sascha mit ihrer Familien die jährliche Weihnachtsparty – und zwar den ganzen Tag. Begonnen vom üppigen Lunch bis zum Dinner wird dabei wie verrückt gegessen. Auf den Tisch kommen dabei Hering, Lachs, Schrimps, Eier und viele dänische Spezialitäten wie zum Beispiel deren Art von Fleischpflanzerl, genannt Fridakeller.

Geschenkespiel

Jede sechs wird mit einem Geschenk belohnt – an dem sich der Gewinner zumindest bis zur zweiten Spielrunde erfreuen kann.

Nach dem Essen spielt die ganze Weihnachtsgemeinschaft das Geschenkespiel. Hierfür bringt jeder Gast zwei bis vier kleine Geschenke mit, die auf dem Tisch gesammelt werden. Anschließend wird reihum gewürfelt und jeder, der eine sechs erhält, darf sich ein Geschenk nehmen. Sobald alle Geschenke verteilt sind, beginnt Runde zwei des Geschenkespiels: Der Diebstahl. Wieder wird reihum gewürfelt. Doch derjenige, der nun eine sechs würfelt, darf das Geschenk von einem Gast seiner Wahl stehlen. Dieser Vorgang wird bis zum Ablauf der Stoppuhr wiederholt. Alle Geschenke, die dem Spielteilnehmer bis zu diesem Zeitpunkt bleiben, darf er behalten.

Glædelig jul!

Johanna Böllmann

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