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180 Degrees Consulting

Hoher Anspruch, Originalität, Aufgeschlossenheit

So lauten die drei Werte der non-profit Unternehmensberatung 180 Degrees aus München. Yuki Asano, Gründer des Münchener Standorts, leitete die Initiative durch ihr erstes Semester. Es ist nur einer von weltweit 51 Standorten. Mit über 1,8 Millionen Beratungsstunden in über 480 Organisationen ist 180 Degrees Consulting die größte studentische Beratung im non-profit Bereich der Welt.

Entstehung

Yuki engagierte sich bereits während seines Auslandssemesters in Japan am dortigen Standort. Begeistert von der Idee durch non-profit Beratung etwas in der Gesellschaft zu bewirken, und das „beratend, eine Ebene darüber mit einem Multiplikatoreffekt“, gründete Yuki mit weiteren Studenten den Münchener Standort von 180 Degrees Consulting. Wie Yuki brachten die meisten Gründungsmitglieder Beratungserfahrung von einer anderen studentischen Unternehmensberatung mit. „Etwas gefühlt Sinnvolleres zu machen“, wie Yuki sich ausdrückte, war ihnen wichtiger als weiterhin Geld mit ihren Projekten zu verdienen.

Das Team von 180 Degrees Consulting aus München

Das Team von 180 Degrees Consulting aus München

Projekte

Was die Initiative in ihrem ersten Semester erreicht hat, ist nicht nur „gefühlt sinnvoll“, sondern beeindruckend und bringt sicherlich die gewünschte „Hebelwirkung“ mit, die Yuki an der Organisation so schätzt. Denn durch ihre Beratung steigern sie die Effizienz von non-profit Organisationen, welche dadurch ihrerseits wiederum vermehrt Hilfe leisten können – und tragen so ihren Teil zur Gesellschaft bei. Bei SOS Kinderdörfer International konnte 180 Degrees Consulting beispielsweise, durch die Entwicklung eines Tools für eine automatisierte Analyse der vom Budget abweichenden Kosten, für gesteigerte Transparenz bei der Finanzierung und Verwendung der Spenden sorgen. „So kann jeder Standort sehen woher die aktuellen Abweichungen vom Budget kommen. Bald wird das Tool in allen Organisationen weltweit genutzt werden“ erzählt Yuki, der dieses Projekt leitete. Dies ist jedoch nur eines von fünf vielseitigen Projekten, welche vergangenes Semester von der Organisation betreut wurden. Diese werden von 180 Degrees Consulting sorgfältig ausgewählt. „Es ist wichtig, dass die Projekte in einem Semester zu schaffen sind, außerdem versuchen wir Projekte auszuwählen mit denen wir möglichst viel bewirken können“, erläutert Yuki die Auswahlkriterien. Denn auch wenn die Organisation anfangs sehr stark selbst Initiative zeigen musste um passende Projekte zu finden, kommen non-Profits mittlerweile von selbst zu ihnen.

Mitglieder

„Wie kann ich mir ein Mitglied von 180 Degrees Consulting vorstellen?“, will ich von Yuki wissen. „Wir haben alle noch irgendetwas neben dem Studium gemacht, sei es studentische Unternehmensberatung, selbst ein Start-up gegründet zu haben oder Mitglied einer anderen Initiative gewesen zu sein. Was das Studienfach betrifft, gibt es kaum Gemeinsamkeiten, bis auf die Tatsache, dass wir alle sehr gute Studenten sind“, meint Yuki und wirft lachend ein: „Keine Angst, wir haben nicht nach Noten gescreent, die sind für die Auswahl nicht ausschlaggebend“.

Yuki Asano Gründer und Vorstandsmitglied von 180 Degree Consulting Munich

Yuki Asano Gründer und Vorstandsmitglied von 180 Degrees Consulting Munich

Doch was ist dann relevant, um Mitglied bei 180 Degrees Consulting zu werden? „Die Studenten sollten natürlich unseren Werten entsprechen und schon Erfahrungen in irgendeinem Bereich gesammelt haben. Vor allem ist uns aber die intrinsische Motivation wichtig“, erklärt Yuki. Das Bewerbungsverfahren umfasst ein Motivationsschreiben auf welches dann ein Interview folgt. In diesem wird beispielsweise die Teamfähigkeit der Bewerber hinterfragt. Diese ist vor allem für die Projektarbeit wichtig, da hier in Teams von drei bis fünf Studenten gearbeitet wird. Auch ein wenig Zeit sollte man mitbringen, da man schon mal 8-10 Stunden Arbeit pro Woche in ein erfolgreiches Projekt steckt.

Um sich erfolgreich zu bewerben, muss man natürlich (noch kein) perfekt ausgebildeter Consultant sein. Durch vielseitige Workshops erlangen Mitgliedern das nötige Know-How, um in ihren Projekten auch auf Augenhöhe mit dem Kunden sprechen zu können. Durch die vielseitigen Erfahrungshorizonte der Mitglieder können Workshops teilweise sogar von der Organisation selbst gehalten werden, wie beispielsweise BWL-Crashkurse. Weitere Workshops werden von erfahrenen Kooperationspartnern, wie beispielsweise der BMW Stiftung oder auch von ideellen Partner wie beispielsweise Prof. Belz von der TUM, gehalten.

Ziele für die Zukunft

„Agil bleiben, unternehmerisch sein und kein riesiger Bürokratieapparat werden“, so beschreibt Yuki die Ziele der Organisation für die nächste Zeit. „Es gibt so viele Studenten, die sich engagieren wollen und das nötige Know-How haben, daher wollen wir nächstes Semester mehr Studenten aufnehmen, um auch mehr Projekte abzuschließen“, erläutert Yuki ein konkretes Ziel für nächstes Semester. Außerdem soll die deutschlandweite Kooperation vorangetrieben und eine Community geschaffen werden, um gemeinsame Events, Qualitätsstandards, Kooperationspartner und Projekte zu ermöglichen.

Was Yuki persönlich betrifft, ist es vor allem das Team, das ihn motiviert, sich bei 180 Degrees Consulting einzubringen. Denn dieses sorgt dafür, „dass es sich einfach nicht nach Arbeit anfühlt“.

Nathalie Römer

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