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Mode, Aperitivo, Italien – Mailand setzt die Trends

Die Hot-Spots für Euren Wochenendtrip

Als Heimatstadt von Prada, Gucci und Co. zählt Mailand zu den Modehauptstädten Europas. Doch die zweitgrößte Stadt Italiens hat mehr zu bieten: beeindruckende Kunst, innovative Architektur, inspirierende Persönlichkeiten – in Mailand trifft Dolce Vita auf wirtschaftlichen Fortschritt. Wir zeigen Euch die besten Hot-Spots für Euren Wochenendtrip.

Mailaender_Dom

Der kunstvolle Dom ist das Wahrzeichen Mailands.

Tag 1: Lockeres Kulturprogramm zum Ankommen

Die Suche nach einem knallharten Sightseeing Programm bleibt in Mailand erfolglos. Die italienische Metropole lebt mehr vom Flair, als von markanten Sehenswürdigkeiten. Somit eignet sich der erste Tag perfekt für eine lockere Sightseeing-Tour. Alle Must-Sees befinden sich im Zentrum und sind bequem zu Fuß erreichbar.

Ganz oben auf der Liste steht der berühmte Mailänder Dom. Die drittgrößte Basilika der Welt wurde 1572 eingeweiht und gilt aufgrund der gotischen Bauweise als Besonderheit unter italienischen Kirchen. Besonders beeindruckend ist ein Rundgang auf dem Dach: Erst beim genauen Hinsehen zeigen sich knapp 2000 Skulpturen in den 135 Säulen.

Nur einen Schritt weiter gelangt ihr durch einen prunkvollen Triumphbogen in die Galleria Vittorio Emanuele II. Die älteste überdachte Einkaufspassage der Welt beherbergt alle namhaften Marken von Louis Vuitton bis Versace. Nach einem Spaziergang über die glänzenden Marmorböden empfängt euch der Piazza alla Scala mit dem gleichnamigen Teatro – der Mailänder Oper.

Galleria_Vittorio_Emmanuele

Die Galleria Vittorio Emmanuele II: Die Einkaufspassage ist nicht nur zum Shoppen einen Besuch wert.

Weiter geht die Tour in Richtung des Castello Sforzesco mit  zahlreichen Kunstgalerien. Ihr braucht eine Verschnaufpause? Perfekter Zeitpunkt, denn ihr seid soeben im Parco Sempione angekommen. Der Park auf der anderen Seite der Burg lädt mit wunderschön angelegten Spazierwegen und kleinen Wasserflächen zum Verweilen ein.

Anschließend folgt ein Besuch der Basilika Santa Maria delle Grazie, in der Leonardo Da Vinics erstes Abendmahl zu bestaunen ist. Der Besuch ist kostenlos, muss aber angemeldet werden – und die Wartezeit ist lange.

Weiter in Richtung Nordosten erreicht ihr das Navigli Viertel, in dem Mailand seine gemütliche Seite zeigt. Vollkommen relaxt schlendern Jung und Alt entlang der beiden Kanäle und machen dabei bei den besten Eisdielen Mailands halt. Ein Besuch der Gelateria della Musica oder der Gelateria Rinomata darf nicht fehlen.

Eisdiele

Die Eisdielen im Navigli Viertel sind auf den großen Anstrum vorbereitet.

Tag 2: It’s Fashion Time!

Armani, Dolce & Gabbana, Prada, Versace – Mailand hat sie alle. Geboren in der italienischen Metropole, schreiben sie seit Jahrzenten Modegeschichte. Kein Wunder also, dass Newcomer und Fashionistas  in der italienischen Metropole ihr Mekka sehen. Ein Gang durch die Stadt gleicht einer ausgiebigen Shoppingtour in einer scheinbar unendlichen Fußgängerzone. Der Mix aus internationalen Modeketten, kreativen Jungdesignern und individuellen Boutiquen ist erfrischend und inspiriert zu modischen Wagnissen.

„Wer in Mailand Erfolg will, folgt keinen Trends – er setzt Trends“

Zählt zu den beliebtesten Designerboutiquen Mailands: Corso Como 10

Zählt zu den beliebtesten Designerboutiquen Mailands: Corso Como 10

Doch zwischen all den starken Konkurrenten, haben es Newcomer in Mailand schwer: „Wer in Mailand Erfolg haben möchte folgt keinen Trends – er setzt Trends“, erklärt uns ein junger Modedesigner, der seine Schmuckkollektion schon auf Auftaktveranstaltungen der Fashion Week präsentieren durfte. „Das eigentliche Talent der Modemacher ist es, in die Zukunft zu blicken. Ich muss bereits heute wissen, was Mann und Frau in zwei Jahren trägt. Um dieses Gespür zu entwickeln, muss man mit offenen Augen durch die Welt gehen, Veränderungen wahrnehmen und Richtungen erahnen. Denn in der Modewelt ist alles möglich – auf den Zeitpunkt kommt es an.“

Ein Kleid von Moschino, eine Jacke von Dior, Schuhe von Chanel: Die zahlreichen Designeroutlets in Mailand machen es möglich. Il Salvagente, DMagazine und Co. führen vor allem Einzelstücke vergangener Saisons und Musterexemplare der Schauen auf der Fashion-Week. Stöbern lohnt sich!

Für eine ausgiebige Shoppingtour mit Studentenbudget ist der Corso Vittorio Emmanuele II, die Via die Mercanti oder der Corso Buenos Aires erfolgsversprechende Anlaufstellen. Hier sind alle wichtigen internationalen Modeketten repräsentiert. Im Viertel Brera hingegen führen kleine, individuelle Boutiquen ausgewählte Mode Made in Italy.

Tag 3:  Weil Liebe durch den Magen geht…

Nach zwei aktiven Tagen voller Kultur und Mode geben wir uns nun den kulinarischen Genüssen Mailands hin. In der Region der Lombardei treffen aufgrund ihrer Nähe zu der Schweiz, Österreich und Deutschland und ihrer zentralen Nage in Norditalien zwischen Venedig, Südtirol und der Emilia-Romagna zahlreiche kulinarische Einflüsse aufeinander. Daher unterscheidet sich die typische Küche vom Rest Italiens: Öl wird durch Butter ersetzt, Reis kommt in der Speisekarte vor Pasta und herzhafte Schmorgerichte werden anstelle von mediterranen Filets serviert.

Ein Menü alla Milanese beginnt mit Vitello Tonnato, einem Antipasti mit Mailänder Salami und Bresaola oder Nervetti – leckere Schweinepfoten. Zum Primo wird  anschließend Risotto alla Milanese oder Polenta serviert. Die italienische Version der Haxn, geschmorte Kalbshaxe mit dem Namen Ossobuco, folgt als Secondo. Als süßen Abschluss müsste der in Mailand geborene Panettone folgen – doch dieser wird bekanntlich in der Weihnachtszeit verzehrt.

Navigli_Bars

Happy Aperitivo – entlang der Navigli Kanäle ist das Angebot groß.

Wer anstelle eines großen Menüs lieber kleine Häppchen an der Bar zusammen mit einem leckeren Aperitif genießen möchte, ist in Mailand goldrichtig! Willkommen in der Hauptstadt des Aperitivo. Nach der Arbeit ist oft der Hunger so groß, dass die Heimreise eine Qual wäre. Ein Gang in die Bar um die Ecke auf ein paar Häppchen geht deutlich schneller. So etablierte sich die Tradition der Happy Hour: Von 18:00 Uhr bis circa 22:00 servieren zahlreiche Bars zum Aperitif ein üppiges Buffet voller italienischer und internationaler Köstlichkeiten. Für knapp zehn Euro genießt ihr einen erfrischenden Aperitif und ein abwechslungsreiches Abendessen in lockerer Bar-Atmosphäre. Das ist Dolce Vita!

Zum Aperitivo trifft sich Mailand vor allem im Navigli-Viertel oder dem Corso Sempione. Manhatten, Momo oder Spritz Navigli sowie Deseo oder Bhangra zählen zu den beliebtesten Bars.

Ob Kunstliebhaber, Fashion-Fan oder Schleckermäulchen: Mailand hat für jeden Charaktertyp etwas zu bieten. Vergesst große Pläne: Lasst euch treiben, entdeckt versteckte Ecken und wagt euch zu neuen Ufern. Die Schatzsuche wird erfolgreich sein!

Johanna Böllmann

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