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„Knight of Cups“

Auf der Suche nach der Perle des Lebens

Es war einmal ein junger Prinz, dessen Vater schickte ihn nach Ägypten, um eine Perle zu finden. Doch bei seiner Ankunft wurde ihm ein voller Becher gereicht. Als der Prinz davon trank, vergaß er seine Herkunft, vergaß die Perle und fiel in einen tiefen Schlaf.

Diese Geschichte wurde Rick (Christian Bale), einem erfolgreichen Comedy-Autor in Los Angeles, in seiner Kindheit häufig von seinem Vater erzählt. Doch sein bisheriges Leben gleicht mehr einem Sich-treiben-lassen als der Suche nach einer Perle. Verloren in Hollywood, der Welt des schönen Scheins, begibt sich Rick nun auf die Suche nach seiner Perle oder auch nach einem Sinn für sein weiteres Leben, welches vom Tod seines Bruders überschattet wird. Dabei begegnen und begleiten ihn verschiedene Frauen, die ihn an ihrem Leben und ihrer Philosophie teilhaben lassen.

Sie sind wie Aromastoffe. Mal willst du Himbeeren und dann willst du Erdbeeren.

Liebhaberin Della (Imogen Poots) beispielsweise rät ihm, zu lieben und zu tun, was er möchte, das Model Helen (Freida Pinto) treibt ihn an, nach vorne zu sehen.

Wer sich von Knight of Cups einen gewöhnlichen Hollywood-Streifen erwartet, der wird von diesem Film sicherlich überrascht werden. Eine stringente Handlung, eine klare, chronologische Geschichte ist hier nicht zu sehen. Stattdessen erwarten den Zuschauer eindrucksvolle Bilder (der Kameramann war der zweifache Oscarpreisträger Emmanuel Lubezki, der auch schon für den Film Birdman gefilmt hat) und mithilfe von Voice-Over gesprochene Gedanken und Philosophien. Damit gelingt es dem Regisseur Terrence Malick, den Zuschauer in die gespaltene und verwirrte Gefühlswelt des Protagonisten hineinzuversetzen. Erinnerungen des Protagonisten reihen sich an gegenwärtige Ereignisse, Träume vermischen sich mit der Realität. Dennoch werden die Sequenzen in Kapitel unterteilt, welche, wie der Titel, die Namen von Tarotkarten tragen.

Das Filmplakat zu "Knight of Cups": hier ist nur Natalie Portman zu sehen. Christian Bale lässt sich im Film aber insgesamt mit 5 Frauen ein.

Das Filmplakat zu „Knight of Cups“: hier ist nur Natalie Portman zu sehen. Christian Bale lässt sich im Film aber insgesamt mit 5 Frauen ein.

Knight of Cups gehört zu den Filmen, welche auch bei mehrmaligem Sehen immer wieder neue Facetten offenbaren und Fragen offen lassen, mit welchen sich der Rezipient auseinander setzen darf. Wer auf der Suche nach einer romantischen, leichten Komödie ist, wird mit diesem Film sicher nicht glücklich. Wer aber offen für ein experimentelles und tiefgehendes Filmerlebnis ist, der sollte sich diesen Film, dessen Kinostart am 10. September sein wird, nicht entgehen lassen.

unikat verlost 3×2 Freikarten für den Film sowie pro Gewinnerpaar ein Plakat. Wer sich den Film im Gabriel Filmtheater anschauen möchte, darf bis 10. September hier kommentieren (Warum wollt ihr euch den Film gerne anschauen?). unikat wünscht viel Glück!

Charlotte Horsch, Daniela Rothgang

6 Kommentare

  1. Ich möchte den Film gerne sehen, weil der Artikel meine Neugier geweckt hat und ich auf die Umsetzung gespannt bin. :) Außerdem bin ich natürlich offen für ein experimentelles und tiefgehendes Filmerlebnis. :D

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  2. Ich habe schon vor Monaten mal einen Trailer gesehen und dachte mir, dass der interessant sein könnte. Und spätestens nach dem Satz, er ist kein normaler Hollywood Streifen bin ich endgültig überzeugt! Christian Bale hat in vielen guten Filmen mitgespielt und ich hoffe er enttäuscht unsere Erwartungen in diesem Film nicht.

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  3. …habt ihr nicht die Kamerafahrten und Bildkompositionen im Trailer gesehen und das Voice Over gehört?
    …seit der Berlinale schon ganz unruhig auf den neuen Malick! …und dann ist da diesmal natürlich noch Christian Bale :)

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  4. … weil sich ein tiefgehender Film mit Starbesetzung sehr vielversprechend anhört und ich eine tolle Zeit mit einer noch tolleren Person verbringen könnte :)

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  5. Weil der gute Herr Bale eigentlich immer einen Kinobesuch wert ist.

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