Wir schreiben München – schreibt mit!

Aufeinander abgestimmt

Bandinterview mit Violalilliemma

Weniger ist manchmal mehr: Die drei Mädels der Band Violalilliemma setzen lieber auf Akustik-Klänge und ihren mehrstimmigen Gesang als auf eine große Show. „Wir machen das, weil es uns so wahnsinnig viel Spaß macht und nicht, weil wir groß rauskommen und was verkaufen wollen oder so.“, erzählt Viola in unserem Interview. Seit drei Jahren treten sie, Lilli und Emma gemeinsam auf, kennen tun sich die drei aber quasi schon ihr Leben lang: Emma und Lilli sind Schwestern, Viola und Emma seit der Grundschule befreundet. Irgendwann fingen sie an, gemeinsam Musik zu machen. Einen konkreten Gründungszeitpunkt für die Band gab es aber eigentlich nicht:

„Man macht halt zusammen Musik und dann wird man gefragt: Wollt ihr mal vor uns spielen? Und dann merkt man: Okay, die Leute findens cool und dann macht man das halt öfter.“

Seit drei Jahren treten Viola, Lilli und Emma gemeinsam auf (C) Michael Mönnich

Seit drei Jahren treten Viola, Emma und Lilli gemeinsam auf (C) Michael Mönnich

Jede der drei schreibt ihre eigenen Songs und bringt somit ihren eigenen Stil mit rein – das klingt mal ruhiger, dann wieder rockiger. „Ich glaube, wir haben da alle unterschiedliche Einflüsse.“, meint Emma dazu. Unstimmigkeiten gibt es trotzdem wenige, statt langer Diskussionen wird lieber am Arrangement der Songs gebastelt. „Als wir zusammen gekommen sind, war das manchmal bisschen schwierig. Am Anfang hatten wir das oft so, dass es nur zweistimmig war und eine nicht mitsingen durfte. Mittlerweile ist es dichter geworden und wir haben Übung darin, das mit drei Stimmen aufzubauen.“, erzählt Emma.

„Wir schauen immer: Welches Arrangement ist gut für den Song? Wie viele Stimmen setzen wir da am besten ein?“

Eine CD ist derzeit noch nicht geplant, vielleicht später mal, wenn es sich anbietet. Bis es so weit ist, geben die drei lieber Konzerte. Im August sind sie unter anderem in der Glockenbachwerkstatt und beim Kulturstrand aufgetreten, letzteres war eines ihrer bisher größten Konzerte. Am wichtigsten ist für die drei Mädels jedoch nicht die Größe des Publikums, sondern die Stimmung bei ihren Auftritten. „Was schon immer toll ist, ist, wenn man auf der Bühne steht und die Leute findens geil.“, meint Lilli. Eines ihrer schönsten Konzerte hatten die drei in der Kantina, wie Viola erzählt: „Das war ein winziges Café, wir waren wirklich eingequetscht auf der Bühne und die Leute haben sich in diesen Raum gequetscht, und es war total schön, weil jeder zugehört hat.“

Die Band Violalilliemma bei einem ihrer Konzerte (C) Andrew Chung

Die Band Violalilliemma bei einem ihrer Konzerte in der Glockenbachwerkstatt (C) Andrew Chung

Wer einen Eindruck von der Musik der drei Mädels bekommen will, kann das aber natürlich nicht nur auf ihren Konzerten, sondern auch im Internet: Anfang des Jahres hat die Band vier Songs im Studio aufgenommen, das Ergebnis kann man sich auf der Soundcloud-Seite von Violalilliemma anhören: Ruhige, manchmal auch leicht melancholische Songs, die ihr ganz eigenes Geheimrezept haben: Drei Mädels, zwei Gitarren und einen Bass. Was will man mehr?

Cosima Schenk

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.