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Vielleicht, vielleicht auch nicht

Warum uns Entscheidungen so schwer fallen

Entscheidungen treffen wir alle jeden Tag: Was wir essen, wo wir heute Abend hingehen, wen wir als nächstes anrufen und vieles mehr. Klingt zuerst einmal recht einfach! Da kann das Festlegen doch gar nicht so schwer sein, oder etwa doch? Immerhin gibt es Tag für Tag auch folgenschwerere Entscheidungen, denen wir uns stellen müssen: Einen Neuanfang wagen? Den Job kündigen? Studium oder Ausbildung? Für was als nächstes sparen? Beziehung – ja oder nein?

Während die Eltern immer schon ganz genau wissen, was in jeder Hinsicht das Beste für uns ist, tun wir uns mit der Entscheidung meistens schwer.

Aber woran liegt das? Warum können wir uns nicht einfach für eine Sache entscheiden? Warum können wir morgens noch nicht mal sicher sagen, wo wir abends feiern gehen wollen? Wenn ich so darüber nachdenke, klingt es doch so leicht: entscheiden und gut ist. Aber wonach gehen wir bei unseren Entscheidungen eigentlich? Nach dem rationalsten Grund dafür oder doch eher nach dem Bauchgefühl? Zugegeben, oft versuchen wir es uns leicht zu machen, indem wir Freunde und Verwandte um Rat bitten. Aber die endgültige Entscheidung müssen wir dann doch selber treffen, denn schließlich geht es dabei in den meisten Fällen in erster Linie um unser alleiniges Wohlbefinden. Dennoch ein Gutes hat das Ganze: Wir haben viele verschiedene Meinungen, die uns wieder zu vielen neuen Fragen führen  –und genau da liegt das Problem: Es könnte immer auch anders sein!

Jeder kennt es: Entscheiden ist immer schwer.

Oft ist es unmöglich, sich festzulegen!

Klar, immerhin ist das ja Sinn und Zweck einer Entscheidung, da muss es nun mal zwei Seiten geben. Aber dabei entscheidet man sich eben nicht nur zwischen Alternative A und Alternative B, sondern muss auch alle Folgen bedenken, die diese Entscheidung mit sich bringen kann. Und gerade die weiterführenden Ereignisse können mal so ausgehen, mal anders und keiner kann dir vorher sagen, was am Ende dabei rauskommt. Wäre da nicht die Möglichkeit, dass der eine Weg trotz Berücksichtigung aller Aspekte besser ausgehen könnte, die Entscheidung unter Abwägung aller rationalen Vor- und Nachteile uns emotional leider so gar nicht klar werden will…dann, ja dann wäre Entscheiden eine Leichtigkeit. Nur leider ist genau das der Punkt, der uns jede Entscheidung so schwer macht!

Denn wie wir schon im Deutschunterricht gelernt haben, gehören zu einer guten Erörterung immer zwei Seiten.

Und einen Weg der immer richtig ist, den gibt es leider nicht! Am Ende bleibt uns dann doch nur eins: Mit viel Mut das Risiko eingehen und ausprobieren! (Und im schlimmsten Fall im Nachhinein feststellen, dass die Eltern doch mal wieder Recht behalten haben…)

Marina Maaßen

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