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Die Dult mit Japan-Flair

Ein Markt der besonderen Art

Bayerische Rustikalität trifft auf japanische Handwerkskunst! Bereits zum fünften Mal öffnete die Japandult in der Glockenbachwerkstatt bei traumhaften Sonnenschein ihre Pforten. Künstler und kreative Köpfe aus ganz Bayern und Japan begeistern die Münchner Kulturszene seit 2013 mit einem farbenfrohen Spektakel aus Handmade-Artikeln, Modedesigns, Workshops und kulinarischen Schmankerln.

Die japanische Trommler-Gruppe kokuryu-daiko, (c) Mariella Röhrl

Die japanische Trommler-Gruppe kokuryu-daiko, (c) Mariella Röhrl

Anders als wie das Japanfest am Teehaus im Englischen Garten ist die Dult eher in einem kleineren Rahmen ausgerichtet. Die Verkaufsstände sind teilweise deutsch geprägt oder setzen sich aus einer Mischung der beiden Kulturen zusammen. Unter den Besuchern befinden sich nur wenige Japaner, dafür größtenteils Japan-Interessierte. Zu den letzteren gehört auch Organisatorin Claudia Albert, die von der Japandult als Gesamtprojekt begeistert ist:

„Die Japandult steht für modernes japanisches Design und frische junge Handmade-Kultur aus München! Ein Markt der besonderen Art mit außergewöhnlichem Flair!“

Für die musikalische Unterhaltung haben dieses Jahr Frau Mutsuko Tanaka und ihre japanische Trommler-Gruppe kokuryu-daiko gesorgt, die im Juni 2011 unter der Leitung von Herrn Takuya Taniguchi gegründet wurde. Ihre Darbietung auf der Dult war ein großartiges Erlebnis.

Flechtkunst und Tenugui-Tücher

Rie Ogino aus Augsburg mit ihrem Label Kagoya bot geflochtene Körbe aus Papierbändern und Tenugui-Produkte an. Die Papierbänder werden in Japan für gewöhnlich als Paketband verwenden und sind deswegen äußerst stabil und zudem wasserabweisend. Ein Tenugui ist ein farbig bedruckter, traditioneller japanischer Wandschmuck aus dünnem Baumwollstoff.

Die vielseitigen, schönen Motive sind typisch für Japan und stehen in enger Verbindung mit der Natur und den Jahreszeiten, darüber hinaus fungieren sie als Glücksbringer und -symbole. Die Ausstellungsstücke werden in Zusammenarbeit mit einer japanischen Firma hergestellt, die seit über 400 Jahren mit Tenugui-Künstlern kooperiert.

Geflochtene Körbe aus Papierbändern und Tenugui-Produkte von Rie Ogino, (c) Mariella Röhrl

Geflochtene Körbe aus Papierbändern und Tenugui-Produkte von Rie Ogino, (c) Mariella Röhrl

Für den kleinen Hunger zwischendurch

Ein absoluter Renner waren die Monigiri – eine Abwandlung des typischen Reissnacks Oniri aus Japan. Bei der Münchner Variante werden die saftigen Reisecken mit einer herzhaften Füllung aus der bayerischen Küche, wie zum Beispiel mit Obazd’n, versehen. Da man Monigiri problemlos in die Hand nehmen kann, sind sie eine leckere Alternative für unterwegs oder können eine praktische Zwischenmahlzeit sein.

Desweiteren war die japanische Konditorei Tanpopo mit einem Stand vertreten. Das Tanpopo befindet sich in der Maillingerstraße 6 in München und bietet dort ein abwechslungsreiches Sortiment aus verschiedenen Kuchen, Tartes, Pralinen und herzhaften Speisen an. Auf der Dult konnte man gefüllte Windbeutel, saftige Ingwer-Cupcakes, Matcha-Kekse und anderes Gebäck genießen.

Traditionell-experimentell

ROCOCO hat sich als Import- und Exportunternehmen zwischen Deutschland und Japan einen Namen gemacht. Das Sortiment des Labels umfasste alte und neue, traditionelle und moderne Produkte wie Kimonos, andere Stoffwaren, Yukatas sowie japanisches Geschirr aus Porzellan und Keramik und kleinen Spielereien.

Wer Naturprodukte bevorzugte, dem wurde eine breite Auswahl aus filigranen Schalen, Sushi-Platten und Ikebana-Tabletts aus verschiedenen Holzmaterialien geboten.

Handmade-Artikeln und Modedesigns aus Japan, (c) Mariella Röhrl

Handmade-Artikeln und Modedesigns aus Japan, (c) Mariella Röhrl

Der nächste Termin: Wer Lust auf mehr japanische Designs, kulinarische Köstlichkeiten und ausgefallene Handwerkskunst bekommen hat, kann am 06. Dezember auf der Winterdult danach stöbern!

Mariella Röhrl

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