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Das Märchen vom Studentenleben

Zwischen zu wenig Geld und zu wenig Zeit

Hach ja, als Studenten haben wir schon ein entspanntes Leben. Zumindest wenn man den Meinungen vieler Berufstätiger, den eigenen Eltern oder Großeltern glaubt.

 „Genießt Euer Studium, danach kommt die harte Arbeitswelt“

Wer hat’s nicht schon mindestens einmal gehört? Aber, liebe Welt da draußen, ich kann dich beruhigen: Auch die meisten Studenten arbeiten bereits neben der Uni. Sei es, um praktische Erfahrungen zu sammeln oder aus finanziellen Gründen, der Arbeitsmarkt ist voll von Studenten. Wie sollte man auch keine Angst vor der Zukunft bekommen, wo doch jeder Dozent gerne die Chance nutzt, uns darauf hinzuweisen, wie schlecht unsere späteren Jobchancen ohne Praxiserfahrung aussähen? Und seien wir mal ehrlich, ein schönes Leben in München ohne wenigstens einen kleinen Nebenverdienst gestaltet sich recht schwierig.

Studenten: Zwischen Uni, Nebenjobs und dem Lernen

Studenten: Zwischen Uni, Nebenjobs und dem Lernen

Da können wir ja froh sein, dass es in München so viele Angebote an Nebenjobs und Werkstudentenstellen gibt! Gäbe es da nicht ein Problem: Viele Arbeitgeber fordern mittlerweile eine Arbeitszeit von bis zu zwanzig Stunden die Woche oder ein vorausgegangenes Vollzeit-Praktikum von mindestens drei Monaten. Und gleichzeitig sind sehr viele Studiengänge so ausgelegt, dass ein Praktikum oder gar freie Zeit neben der Uni kaum noch vorgesehen ist. Spätestens dann ist das Studentenleben gar nicht mehr so entspannt, sondern ein permanenter Wechsel zwischen Uni, Arbeit, und dem Lernen. Und die bisschen Zeit dazwischen nutzen wir dann meist doch, um das hart verdiente Geld auch wieder schnell auszugeben.

 „Als Student hat man mehr frei, als dass man studiert“

Zugegeben, fünf Monate im Jahr Semesterferien zu haben, klingt erst einmal super. Und das ist es auch! Aber selbst hier warten Hausarbeiten, Klausuren, Praktika & Co. Vielleicht sogar mal ein kleiner Urlaub – für den heißt es aber auch wieder: Erst einmal arbeiten gehen, um genug Geld parat zu haben.

Am Ende heißt's dann doch: Den Tag mit Freunden ausklingen lassen

Am Ende heißt’s dann doch: Den Tag mit Freunden ausklingen lassen

Dennoch: So verhext das Ganze auch klingt, wenn man ein gutes Mittelmaß zwischen Arbeit und Lernen entdeckt hat, läuft’s wie von ganz alleine und macht dabei auch noch einen Riesenspaß! Beim Weggehen mal nicht auf jeden Cent achten, in den Ferien eine größere Reise antreten, nette neue Leute kennenlernen und bereits erste spannende Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln – eben auch das kann arbeiten neben der Uni heißen.

Marina Maaßen

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