Wir schreiben München – schreibt mit!

Er fragt – Sie fragt

Sie fragt ihn – Lebensziele

Unsere beiden Autoren eint ein Wunsch: Das andere Geschlecht zu verstehen. „Schnurzelburzel“ und „Honigmäulchen“ stellen sich in dieser unikaten Serie regelmäßig Fragen, deren Antworten die Gemütslagen, Vorstellungen und Gedankengänge des anderen Geschlechts erhellen sollen. Diese Woche:

„Geld, Liebe oder Selbstverwirklichung – was ist dir wichtiger?“

Ach, Honigmäulchen… du stellst Fragen! Da ihr ja gerne in Metaphern sprecht, nehme ich an, es handelt sich hier um die alte Frage „Karriere oder Familie?“. Es fällt mir nur schwer, die Selbstverwirklichung zu deuten, da diese immer von den persönlichen Lebenszielen abhängt. Für den einen kann es ein Haufen Geld sein und für einen anderen eine erfolgreiche Beziehung über viele Jahre hinweg. Ich weiß, in unserem Alter plant man da eh noch nicht soweit, aber wenn man in einer anderen Stadt studiert, kann die Karriere schon bevor sie wirklich losgeht eine Beziehung beenden (als gebürtiger Münchner kennen wir das natürlich nicht – hier wird ja Zuhause studiert).

Wichtig für die Selbstverwirklichung ist natürlich auch die Quelle des Geldes: Auf einer Skala von Prostitution bis Traumberuf sollte man mindestens eine sieben bis acht erreichen. Für jemanden, der die Arbeit als bloße Geldquelle sieht und seine Zeit „absitzt“, kann natürlich auch ein Fließbandjob eine glatte zehn sein. Bei denen, die ihr Lebensziel im Beruf suchen, ist das natürlich schon schwieriger. Wenn die Bezahlung dem angestrebten Lebensstil entspricht und man mit der Tätigkeit zufrieden ist, ist alles in Ordnung. Und neben der Arbeit muss die Liebe ja nicht das einzige Lebensziel sein.

Wir sind noch ein bisschen zu jung, um diese Frage abschließend zu klären. Solange wir nur einmal die Woche arbeiten gehen und eine Geisteswissenschaft studieren, haben wir mehr als genug Freizeit.  Mal schauen, wo wir dann landen! Wenn du dein großes Lebensziel erreichst, das du betrunken an deinem 18. Geburtstag verkündet hast und dann ein Topmodel bist, werden wir uns wohl nur noch selten sehen. Aber vielleicht hast du das ja auch nochmal überdacht.

Mit etwas Glück müssen wir uns auch später nicht zwischen Karriere und Familie entscheiden. Bei den meisten Menschen ist die langfristige Selbstverwirklichung eine Kombination aus Liebe, Familie, Geld und oder Karriere. Während am Anfang das Geld vielleicht wichtiger erscheint, ändert sich dies oft mit der Zeit. Unsere Kinder sind das einzige, was wir einmal auf der Welt hinterlassen und wie schon Rafiki in Disneys „Der König der Löwen“ über Simbas verstorbenen Vater sagte: „Er lebt in dir!“ Aber mal ehrlich: Wer hätte nicht lieber einen Koffer voll Geld als diesen ganzen Stress?
In diesem Sinne: Ich liebe dich!

Dein Schnurzelburzel

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