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HOPSTER – Limo mal anders

Geschmack ist reine Hopfsache

Hopfenlimo. Irgendwie ein komisches Wort. Ein Gegensatz in sich. Bei Hopfen denkt man ein bisschen an bitter, bei Limonade an süß. Mit Hopfen verbindet man Alkohol, mit Limonade alkoholfrei. Was hat er da nur zusammengebraut, der Jonas Seidl?

Probieren kann man es ja mal, und siehe da – es schmeckt. Allerdings fällt es schwer zu beschreiben. Ein bisschen nach Almdudler, ein bisschen nach Holunder, einfach eine spritzige Schorle. Benutzen wir mal die schönen Worte, die auch auf dem Etikett stehen: „Nicht so süß!“ Irgendwie erfrischend, leicht fruchtig und blumig. Auf den ersten Blick wirkt es ganz schön penetrant, auf eine Limo „nicht so süß“ zu schreiben, aber es macht Sinn. „Wer an Limo denkt, erwartet automatisch etwas total Süßes. Bisher kam fast von jedem, der HOPSTER zum ersten Mal getrunken hat: Hey, das ist ja gar nicht so süß. Richtig gut!“ Und wenn das einer mittlerweile empirisch beurteilen kann, dann ist das HOPSTER-Papa Jonas.

HOPSTER Papa Jonas Seidl

HOPSTER-Papa Jonas Seidl, (c) HOPSTER

Vom „Wassersommelier“ zum HOPSTER-Papa

Studiert hat der Münchner Jungspund (31) Brauwesen an der TU in Weihenstephan und schon während dem Studium die Leitung von Kondrauer übernommen. Der Mineralbrunnen war schon immer in Familienbesitz. Armes Opfer einer Erblast war Jonas aber nicht. Die meisten aus seiner Familie sind Ärzte und gezwungen hat ihn niemand zu seiner Berufswahl. Da ein Titel wie „Wassersommelier“ jetzt auch die Chancen bei der Damenwelt nicht überproportional erhöht, kann nur eines dahinter stecken: Spaß an der Freude und eine Monster-Portion Leidenschaft. Im Gespräch mit ihm wird schnell klar, dass es da schon den Richtigen in die Chefetage verschlagen hat. Man merkt, er ist 100 Prozent begeistert von seiner Sache und strahlt das nötige Selbstbewusstsein aus – ohne dabei unsympathisch zu wirken. Daran dass er beim Einkaufen in der Kondrauer Wirkungsstätte Waldsassen als örtliche Prominenz erkannt und da schon etwas genauer geschaut wird, was so auf das Kassenband kommt, hat er sich mittlerweile Gott sei Dank außerdem auch schon gewöhnt.

Erfrischung statt Bitterstoffe

So sieht sie aus, die feine Hopfenlimo!

So sieht sie aus, die feine Hopfenlimo!

Was hat es nun mit HOPSTER auf sich? HOPSTER ist eine kleine Spielerei von Jonas, die ihn zwar viel Zeit und Nerven gekostet hat, jedoch immer eher so als Hobby und Zeitvertreib nebenher lief. Wer denkt, er steckt einfach ein bisschen Hopfen in Zuckerwasser, täuscht sich. Das Ganze ist schon etwas komplexer. Für den Laien ist es vielleicht am Wichtigsten zu wissen: HOPSTER enthält nicht die für Bier typischen Bitterstoffe. Hat also im Grunde wirklich nichts mit Bier gemeinsam, außer eben Hopfen als Zutat. Die Bitterstoffe sind auch genau der Part im Hopfen, der uns nach ein paar Bierchen gerne mal eindösen lässt. Bei HOPSTER kann das also nicht passieren, ganz im Gegenteil. Die Hopfenlimo ist ein tolles Erfrischungsgetränk für zwischendurch.

HOPSTER + Gin = GOPSTER!

Nur was könnte man damit noch anstellen? Der Papa musste gar keine Vorschläge machen, da kamen schon die ersten Meldungen auf ihn zu. HOPSTER schmeckt in erster Linie erstmal wirklich gut mit Bier zusammen. Also als Limo-Part im Radler oder Russn. Warum? „Das hat mit der Biermatrix zu tun. Das geht auf wie ein Blumenstrauß, wenn man das mischt.“ Schönste Formulierung des Jahres, Recht hat er damit. Was wurde typischerweise bei einem Getränk für die hippe Jugend auch bald getestet? Wie wär‘s mit Gin dazu! Ergebnis: Das passt hervorragend. #GOPSTER wird demnächst durch alle Kanäle gehypt, wenn nicht noch jemandem eine bessere Idee einfällt, da sind wir uns sicher.

Das einzige, was den Frieden jetzt noch trüben könnte, ist vielleicht diese allzu platte Hipster-Anspielung im Namen. Unnötige Marketingmasche? Nein, auch hier gibt es Entwarnung. Der Name HOPSTER leitet sich ab vom englischen „hops“ und stand praktisch schon vor sechs Jahren zu Beginn des ganzen Projektes fest, als der Hipster sich noch in der Versenkung befand. Zumindest hat uns das Jonas Seidl fest geschworen und wir glauben ihm mal. Größte Zielgruppe des Getränks ist aber natürlich trotzdem die jüngere Generation, die gerne mal etwas Neues ausprobiert und auch einer Hopfenlimo, die so ganz anders schmeckt als jeder es erst vermuten würde, eine Chance gibt. Es lohnt sich. In diesem Sinne: Da hopfst die nieder ;)

Wo gibt es das gute Ding nun zu kaufen?

Auf der Website hopster.me findet ihr eine Karte mit vielen HOPSTER-Hotspots.

Speziell für München: Bei bestimmten Getränkemärkten in München ist die Hopfenlimo zu haben. Außerdem zum Beispiel auch im Paulaner Bräuhaus, Tap House, Red Hot, Flaschenbar, Stenz und vielen mehr. Anzahl der Lokale, Tendenz steigend! Am einfachsten kann man das Getränk aber online bestellen. Einen Karton mit zwölf Flaschen gibt es schon für 0,99 Euro die Flasche.

Julia Haas

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