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Wie ich gelernt habe, glücklicher zu werden

Mehr Mut zur Selbstreflexion

Ich denke, dass ich so einen Artikel vor nicht so langer Zeit niemals geschrieben hätte. Selbst, wenn ich die Idee dazu gehabt hätte, hätte mir wohl die Motivation gefehlt, um den Artikel tatsächlich zu schreiben. Warum habe ich diese Motivation jetzt bzw. warum war ich davor so motivationslos? Die Antwort war mir unbekannt, obwohl sie einfach ist. Vielleicht bringt dieser Artikel auch den einen oder anderen von euch dazu, sich etwas mehr mit der wichtigsten Sache im Leben auseinanderzusetzen – sich selbst! Ich möchte euch meine Geschichte erzählen, damit ihr euch ein Bild machen könnt, wie ich dazu gekommen bin, mich verstärkt mit mir und meiner Psyche zu befassen.

Ich heiße M., bin Anfang 20, männlich und studiere Jura an der LMU. Ich habe drei Geschwister, meine Eltern sind geschieden und obwohl es deswegen oft Probleme gab, ist unsere Familie eine schöne Familie, die mich liebt und die ich liebe. Ich würde mich allgemein als „normal“ bezeichnen. Und wie jeder von uns habe ich Stärken und Schwächen, Glücksmomente und traurige Momente und Geheimnisse, die ich wohl mit ins Grab nehmen werde. Ich habe viele Freunde und habe (ein paar) Feinde. Ich habe schon gestohlen, oft gelogen und jemanden betrogen. Ich habe aber auch geliebt, gelacht und viele gute Dinge getan. Wie die meisten von euch. Ich bin ein reflektierender Mensch, was ich persönlich als ein Zeichen von Intelligenz sehe. Allerdings kann das auch zu vielen negativen Gedanken führen und das hat es bei mir.

„Ich bin laut Statistik nicht der einzige Jugendliche und vielleicht weiß einer von euch ja selber, wie sich eine Panikattacke anfühlt.“

Ich habe mich oft schlechter gesehen, als ich bin. Habe mehr auf meine Fehler geschaut, als auf meine guten Seiten. Ich befand mich immer mehr in einem Karussell negativer Gefühle und mein Selbstvertrauen schwand langsam. Natürlich wollte ich mir das nicht anmerken lassen, wollte nach außen cool und nicht schwach wirken. Ich hatte eine Art Maske auf. Doch das Problem ist, dass ich somit insgeheim dachte, ich selbst sei fehlerhaft und habe etwas zu verbergen, das bloß nicht an die Oberfläche kommen darf. Auf Dauer ein weiterer Schaden des Selbstbewusstseins. Mit 16 saß ich eines Abends im Theater und sobald das Licht ausging, bekam ich plötzlich ein heftiges Herzrasen, Atemnot, ich hatte so etwas noch nie gehabt. Ich dachte ernsthaft, ich hätte vielleicht einen Herzinfarkt und müsste sterben.  Mein einziger Gedanke: Ich muss hier raus! Aber wie das, mitten im gefüllten Theatersaal? Das verschlimmerte alles nur. Irgendwann ging es nicht mehr und ich bin mit blassem Gesicht geflohen. Sofort ging es mir besser, alles war wieder gut. Wohl doch nur ein stinknormaler Kreislaufzusammenbruch. Ich nahm die U-Bahn nach Hause. Und als die Türen der U-Bahn zugingen? Genau dasselbe. Zitternd bin ich bei der nächsten Station ausgestiegen. Ich fasse mich kurz: Es wurde immer schlimmer.

Ich konnte mir das alles nicht erklären. Ich ging zum Arzt, der nichts feststellen konnte. Aber es hörte nicht auf. Schließlich ging ich zum ersten Mal in meinem Leben zum Psychologen. Diesem erklärte ich die Situation. Die Diagnose war: Agoraphobie. Vereinfacht gesagt ist das die Angst vor Situationen, in denen man nicht eben schnell aufstehen und gehen kann. Ich bin laut Statistik nicht der einzige Jugendliche und vielleicht weiß einer von euch ja selbst, wie sich eine Panikattacke anfühlt. Letztlich erklärte mir der Psychologe die Funktionsweise einer solchen Panikattacke und Maßnahmen, die ich dagegen unternehmen kann. Ich war unglaublich erleichtert, da ich nun wusste, was ich habe, dass ich nicht allein war und dass es sogar jemanden gab, der mir professionell helfen kann. Tatsächlich ging es mir schnell viel besser, die Phobie war fast weg. Aber leider nie ganz. Ich hatte einfach immer noch bestimmte Probleme und dachte oft an die Angst. Im Kino sitze ich immer lieber am Rand, genauso im Theater etc., aber ich kam einigermaßen zurecht. Schließlich ging die Uni los. Ich bestand meine ersten Klausuren, fand schnell Freunde und fühlte mich wohl. Dann hatte meine Schwester unglücklicherweise einen schweren Unfall. Sie lag drei Monate im Koma. Es war nicht klar, ob sie überleben würde und wenn ja, ob sie jemals wieder selbstständig sein könnte. Das war eine sehr schlimme Zeit und es kommt mir im Nachhinein wie ein böser Traum vor.

„In Vorlesungen merkte ich, dass ich Angst hatte, einen Sachverhalt mit Mikrofon vorlesen zu müssen, konnte mich aber immer durchmogeln.“

Ich war wütendender als traurig. Gleichzeitig ging doch gerade ein neuer Lebensabschnitt für mich los. Ich wollte doch endlich durchstarten und unabhängig sein. Ich weiß noch, dass ich nicht einmal geweint habe, dass ich wie ein Stein war, meine Freunde haben keine große Veränderung an mir gemerkt. Ich machte mir deswegen große Vorwürfe. Ungefähr zur gleichen Zeit verliebte ich mich auch noch.

Jetzt ist mir klar, dass das allein für fast jeden zu viel gewesen wäre. Aber irgendwie kam ich durch. Nur die Phobie wurde stärker. In Vorlesungen merkte ich, dass ich Angst hatte, einen Sachverhalt mit Mikrofon vorlesen zu müssen, konnte mich aber immer durchmogeln. Dann vor einem Jahr saß ich an meiner Seminararbeit, die ich drei Monate später den übrigen Teilnehmern vorstellen sollte. Ich war ziemlich gestresst und hatte schon beim Schreiben Angst davor. Als ich dann kurze Zeit später in einen vollen Hörsaal kam, keinen Platz an der Seite fand und noch dazu meine Freunde aus der Mitte winkten, ich solle mich doch zu ihnen setzen, ging es wieder los. Ich hatte eine Panikattacke, aber ich erinnerte mich, dass der Psychologe gesagt hatte, man müsse unbedingt in der Situation bleiben, ansonsten könnte wieder ein neuer Teufelskreis entstehen. Daher hielt ich durch. Sofort am nächsten Tag rief ich den Psychologen an. In der Sitzung bekam ich dann eine neue Diagnose: Soziale Phobie! Ich?!?

Klar, ich fühlte mich manchmal unwohl, zum Beispiel beim Abendessen mit den Eltern meiner Freundin. Ich war immer etwas angespannt, aber ehrlich, wer ist das nicht? Aber der Psychologe lag richtig. Es war eine soziale Phobie und nach und nach fand ich doch viele Anzeichen. Die Angst, sich blamieren zu können oder etwa nicht gemocht zu werden, hatte ich nämlich schon. Und Konflikten ging ich lieber aus dem Weg, habe lieber meine Meinung für mich behalten, konnte mich schlecht wehren, wenn ich angegriffen wurde, ich habe lieber einmal zu viel „Ja“ als „Nein“ gesagt. Oft fühlte ich mich unwohl, wenn ich im Mittelpunkt stand. Ich bin dann sehr gehemmt, auf neue Leute zuzugehen.

„Ich war das erste Mal allein, das erste Mal weg von zu Hause, in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache, ohne Freunde oder Familie. Aber ich merkte, dass war richtig und es fühlte sich unglaublich gut an.“

Diesmal bekam ich zur Behandlung Antidepressiva und die körperlichen Symptome waren weg, aber ich fühlte mich trotzdem innerlich immer noch schwach und unsicher. Wieso ich? Meiner Freundin verschwieg ich anfangs, dass ich Medikamente nahm. Als sie es schließlich rausfand, und wir einen Streit hatten, ging es mir noch elender. Aber sie stellte mir ja nur genau die Fragen, die ich mir selbst gestellt habe: Warum bist du so schwach? Warum brauchst du Medikamente? Was ist eigentlich falsch mit dir? Nach und nach begriff ich, dass nichts mit mir falsch war und ist, ich war lediglich in einem Zustand, der mich zwang, mich endlich mit mir selber auseinanderzusetzen und herauszufinden, was ich wirklich möchte. So wie es wohl allen geht! Deshalb entschloss ich mich ganz bewusst für etwas Abstand, um Zeit für mich zu haben. Ich meldete mich für ein Erasmus-Semester an und konnte den September gar nicht abwarten, obwohl ich trotzdem nervös war.

Ich war das erste Mal allein, das erste Mal weg von zu Hause, in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache, ohne Freunde oder Familie. Aber ich merkte, dass war richtig und es fühlte sich unglaublich gut an. Ich war jetzt der Mittelpunkt meines Lebens. Ich konnte mich neu erfinden. Niemand kannte mich, kannte meine Schwester, meine Familie. Nur ich allein zählte und das war toll. Ich fand schnell neue Freunde und die ersten Wochen waren einfach super. Party, Uni, Reisen. Es war wunderbar. Und ich hatte wirklich ein unerschöpfliches Kontingent an Freizeit, keine Verpflichtungen, keine Krankenhausbesuche bei meiner Schwester, keine sogenannten „Abendessen“ (wohl eher Kriegsräte) mit der Familie und wo weiter. Und die wollte ich ja nutzen. Für mich. Ich las unglaublich viel. Bücher wie „Erfinde dich neu!“, „Lebe ungewöhnlich!“, „Glücklich und selbstbewusst in 7 Tagen“ und noch viele mehr.

Ich bin überhaupt nicht der esoterische Typ, aber mir war klar, da ich es ja selbst mit meiner Angst erlebt habe, dass das Unterbewusstsein eine schier unglaubliche Macht hat. Wir nutzen etwa 5% unseres Gehirnes bewusst, die restlichen 95% unterbewusst. Wenn man wie ich vor kurzem keine Ahnung hat, wie unser Denken funktioniert, dann lässt man sich leicht von äußeren Einflüssen, die ungefiltert unser Denken bestimmen, leiten und mitreißen. Wie ein Schiff ohne Ruder wird man von den Wellen hin und her getrieben. Aber warum sollte ich das Ruder einfach jemand anderen überlassen, mich unterwerfen, andere bestimmen lassen, was gut und schlecht ist, was ich unbedingt brauche, um glücklich zu sein? Das schadet unserer Psyche, unserem Selbstbewusstsein. Und ich habe das Gefühl, dass es mit der Zeit nicht besser, sondern schlimmer wird.

„Jeder und das meine ich so, jeder sollte sich einmal mit der Funktionsweise seines Bewusstseins und Unterbewusstseins befassen.“

Wir junge Menschen haben unendliche Möglichkeiten. Aber das überfordert uns. „Geh ich auf diesen Geburtstag, obwohl ich doch zu den Anderen in die Bar wollte? Hab doch jetzt schon zugesagt…“, „Studiere ich gerade das Richtige? Ich sollte ja vielleicht doch lieber jenes studieren, was, wenn ich darin besser wäre…“. Ihr kennt das bestimmt. Man lässt sich durch die äußeren Einflüsse bestimmen. Wenn man nicht weiß, was man will, kann niemand erfolgreich sein.

Jeder und das meine ich so, jeder sollte sich einmal mit der Funktionsweise seines Bewusstseins und Unterbewusstseins befassen. Denn was wollen wir alle? Erfolg! Geld! Geld? Erfolg bedeutet für jeden etwas anderes. Ist erfolgreich, wer Millionen auf dem Konto hat, aber depressiv ist und einen Burnout erleidet, weil er nie eine Familie gegründet hat, obwohl ihm das eigentlich das Wichtigste ist? Hätte er gewusst, was seine wahren Werte und Ziele sind, hätte er sich wohl nicht so verrannt. Und hätte ich meine Werte und Ziele gekannt, hätte ich auch keine psychischen Probleme gehabt.

Unbenannt

Also habe ich meine Werte und Ziele aufgeschrieben. Und ich war überrascht, wie schwer das ist. Versucht es selbst einmal. Es ist wirklich schwer, genau zu definieren, was man eigentlich will oder ist. Ich habe z.B. oft Sachen gesagt wie „Ich bin nicht böse,…; Ich denke nicht,…“ Aber was bin ich dann? Was denke ich? Es ist manchmal sehr einfach zu sagen, was man nicht ist und schwer zu sagen, was man denn ist oder denkt. Ich denke also, seine Ziele und Werte aufzuschreiben, wirklich aufzuschreiben und ab und an durchzulesen, ist eine Art Kompass, der nach und nach immer wirksamer wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass man so ganz bewusst Erfolge erzielen, Ziele abhaken kann. Man ist Stolz auf das, was man geleistet hat und denkt nicht immer nur, was man nicht geschafft hat.

Ich kann abhaken, diesen Artikel geschrieben zu haben. Mal sehen, wie ich mich belohne. Vielleicht treffe ich mich mal ganz bewusst mit einer guten Freundin auf einen Kaffee? Egal, was ich mache, ich genieße es bestimmt. Und ich bin nicht abhängig davon, dass mich andere belohnen. Klar, ich freue mich, wenn mir jemand sagt, dass der Artikel gut ist, aber das ist eine Bereicherung für mich und keine Bedingung mehr, damit ich mich erfolgreich fühle. Versucht einmal selber, so vorzugehen. Mir hat es sehr geholfen, obwohl ich noch am Anfang stehe. Ein weiterer Punkt ist, die Ziele und Werte in eine Reihenfolge zu bringen. So kann ich viel schneller Entscheidungen treffen und dieses System zu Rate ziehen, falls ich mal unsicher bin. Und ich versuche, Entscheidungen nun auch so schnell wie möglich zu treffen, nichts mehr aufzuschieben wie früher, denn jede Entscheidung ist wieder etwas, was ich abgehakt habe, was nicht mehr in meinem Kopf rumschwirrt.

„Schau nicht auf die Probleme, sondern auf das, wofür du dankbar bist und welche Möglichkeiten du hast. Nur zu jammern frisst die Energie auf, die du eigentlich zur Lösung nutzen könntest.“

Aber das, was mich am meisten umgehauen hat und mir auch am meisten geholfen hat, ist warum das alles funktioniert, diese ganzen kleinen Tipps und Techniken, die man in diesen Büchern findet. Es ist die Erklärung, wohl mehr die Bedienungsanleitung für unsere Psyche, unser Denken! Wir haben ein Bewusstsein und ein Unterbewusstsein. Man kann sagen, dass ich mit meinem Bewusstsein ständig Signale an mein Unterbewusstsein schicke, welches diese dann ausführt. Und das Unterbewusstsein wertet dabei nicht. Das bedeutet, wenn ich denke: „Ich will nicht mehr Angst haben!“ (Habe ich oft gedacht), nimmt mein Unterbewusstsein nur „Ich – will – keine – Angst – haben“ auf. Letztlich führt es auch „Angst“ aus. Ich denke jetzt also lieber „Ich bin mutig!“. Versuch das Mal, du wirst merken, dass vielleicht nur kurz, bei „Angst“ ein kleiner Stich einsetzt. Das gilt für alle meine Ziele. Ich denke nicht „Ich will mehr trainieren!“. Ich stelle mir vor, dass ich mein Ziel schon erreicht habe, detailliert. „Ich wiege 80 kg und habe einen athletischen Körperbau!“. Ich lege mich hin, entspanne mich und mal mir in bunten Bildern genau aus, wie ich mich fühle, wenn ich das Ziel erreicht habe. Erst wie ein Film. Und dann begebe ich mich selber in die Hauptrolle. So programmiere ich mich. Und so habe ich versucht, meine Ziele zu erreichen und es ist wirklich sehr viel einfacher. Man sieht nicht die Probleme, man sieht den Erfolg vor Augen, man spürt sogar, wie es sich anfühlt, das Ziel zu erreichen. Dein Unterbewusstsein wird die richtigen Entscheidungen treffen, ohne dass du es merkst. Nach durchschnittlich 21 Tagen wird dieses und allgemein jedes bewusste Denken vollkommen unterbewusst. Das ist gut so und auch der Grund, warum wir überhaupt lebensfähig sind. Oder hast du bis jetzt vielleicht jeden Atemzug während du liest bewusst befohlen? Nein.

Du weißt wahrscheinlich bereits, dass sich dein Bewusstsein auf etwas fokussiert. Denke daran: 95 % nimmst du nur unterbewusst wahr. Ein Beispiel: Wenn du fest überzeugt bist, alle Menschen sind schlecht, wirst du auf deinem Weg durch die Innenstadt nur schlecht gelaunte Menschen treffen. Glaubst du dagegen, alle Menschen sind gut und freundlich, wirst du nur solche treffen. Das ist das Gesetz der Anziehung. Du verlegst ganz einfach deinen Fokus und wirst eine neue Sichtweise auf die Welt haben. Eine neue Sichtweise oder Interpretation der Umwelt erzeugt andere, positive Gefühle. Dir geht es besser. Du wirst sogar Möglichkeiten erkennen, die du vielleicht davor nicht erkannt hättest. Schau nicht auf die Probleme, sondern auf das, wofür du dankbar bist und welche Möglichkeiten du hast. Nur zu jammern frisst die Energie auf, die du eigentlich zur Lösung nutzen könntest. Dadurch übernimmst du auch Verantwortung. Und wenn du denkst, du kannst deine Umstände ändern, kannst du es auch.

„Ich habe die Phobie als Problem gesehen, hatte Angst davor, jetzt sehe ich die Möglichkeiten, die sie mir gebracht hat, nämlich mich mit mir und meinem Denken auseinanderzusetzen.“

Ich frage mich, warum uns das alles nicht in der Schule oder allerspätestens an der Universität beigebracht wird? Mir hätte es sehr geholfen. Das Unterbewusstsein ist machtvoll. Warum passiert es, dass die meisten Lottomillionäre, die zuvor in Armut gelebt haben, nach zwei Jahren wieder in Armut leben? Die Antwort ist, dass sie ihr Unterbewusstsein nicht auf Reichtum programmiert haben. Sie sehen sich nicht in der Realität, in der sie reich sind. Sie sehen nicht die Möglichkeiten und erleiden Schiffsbruch. Genauso würde wohl jemand wie Warren Buffet, würde man ihn ohne Geld aussetzen, nach kurzer Zeit erneut reich sein. Denn er ist auf Reichtum programmiert.Ein selbstbewusster Mensch, der seine Ziele vor Augen hat, wird auch andere für ihre Leistungen und Erfolge bewundern. Er wird anderen Menschen ihren Erfolg gönnen und sie sogar unterstützen, weil er auf einmal viel mehr Energie positiv nutzen kann, die er davor negativ gebraucht hatte. Ich versuche nun ganz bewusst, andere zu beglückwünschen. Es macht mich so viel glücklicher und ich muss mich gar nicht dazu zwingen, es ist ehrlich gemeint. Ein tolles Gefühl.

Je mehr ich mich mit der Materie auseinandergesetzt habe, umso so ausgeglichener, mutiger und zuversichtlicher bin ich geworden und das brachte in mir einen Stein ins Rollen. Und ich habe mir gedacht, dass es viele junge Leute gibt, die gerne einmal einen Kompass hätten. Deswegen wollte ich meine Erlebnisse mit euch teilen.Ich weiß, dass es noch viel für mich zu lernen gibt und ich noch am Anfang stehe. Aber es ist dieses Grundprinzip, das mir unglaublich hilft, ausgeglichener und selbstbewusster zu sein. Und es gibt nichts zu verlieren, also warum nicht einfach alles ausprobieren? Ich habe die Phobie als Problem gesehen, hatte Angst davor, jetzt sehe ich die Möglichkeiten, die sie mir gebracht hat, nämlich mich mit mir und meinem Denken auseinanderzusetzen. Und ich bin noch jung. Vielleicht war es sogar Glück, dass ich schon jetzt darauf gestoßen bin.

Ich kann in diesem Rahmen nicht mehr schreiben. Ich kann euch nur neugierig machen. Und ich möchte euch noch Bücher empfehlen, die ich besonders gut fand. Da wäre einmal die Literatur von Paul McKenna, die auch Hypnose CDs beinhalten. Sie helfen, das Unterbewusstsein zu programmieren. Vor allem begeistert hat mich das „Kybalion“. Dieses Werk ist angeblich über 3500 Jahre alt und im alten Ägypten entstanden. Es beinhaltet die „Sieben Gesetze der Hermeneutik“, universell geltende Regeln, die unsere Welt erklären, unser Denken, einfach alles. Sie sind sozusagen der gedankliche Boden für die meisten aller Selbsthilfebücher. Der Einstieg ist vielleicht schwerer, da es ein bisschen wie der Kodex eines Geheimordens anmutet, aber es regt zum Nachdenken an und hat vielleicht Antworten auf die eine und andere Frage oder man betrachtet altbekannte Dinge in einem neuen Licht. Bei Wikipedia gibt es ein kostenloses PDF.

Ich freue mich, wenn ich jemanden von euch ermutigt habe, der selbst Probleme hat, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und offen damit umzugehen. Oder jemanden neugierig auf das Thema gemacht habe. Ich wünsche euch allen maximalen Erfolg!

Geschrieben von einem  Gastautor, der anonym bleiben möchte

1 Kommentar

  1. Hallo zusammen,

    ein toller Artikel, ein wirklich sehr toller Artikel. Danke dass du ihn mir geschickt hast.
    In vielen Dingen erkenne ich mich wieder, ich manchen nicht.
    Auch ich habe diesen weg-vom-Problem Prozess schon einmal durchlebt und ich kann sagen ich war wahrscheinlich noch nie unglücklicher als zu Beginn des Prozesses und noch nie glücklicher als diese Umstellung/Umprogrammierung Wirkung zeigte. Als die Umstellung dann in das alltägliche Leben integriert war, es war der Wahnsinn. Ich erkannte mich selbst nicht wieder, ich hatte Energie, Mut Kraft und vor allem Lebenslust die ich vorher so noch nicht kannte. Erst wenn du dich selbst liebst kannst du andere lieben und von anderen geliebt werden. Ein bisschen fühlt es sich so an, als würde ich dir den Spruch gerade stehlen, du hast ihn in der letzten Zeit des Öfteren gesagt. Aber eigentlich kannte ich ihn spätestens nach dieser Umstellung, ob ich ihn so bewusst im Kopf hatte weiß ich nicht, aber ich habe ihn erlebt und gelebt.
    So ging einige Zeit ins Land, jedoch leider verlor ich einiges vom gerade Erwähnten. Probleme wurden wieder zu Problemen, belastend, im Hirn herumschwirrend, den Alltag vergrauend. Dinge wurden aufgeschoben, liegen gelassen, vernachlässigt. Das dies in einer Partnerschaft fatal ist, weiß ich nun. Wann das genau passiert ist oder begonnen hat weiß ich nicht mehr, ich weiß nur ich habe es verloren und weiß seit kurzem: „Ich will das wieder“. Gerne würde ich jetzt selbstbewusst und lebensbejahend schreiben: „Ich will das wieder und ich hol es mir“. Ich kann das schreiben und sagen aber fühlen tu ich es noch nicht. So weit bin ich scheinbar noch nicht, diese Angriffslust habe ich noch nicht wieder gefunden. Wie genau ich da hinkomme? So konkret weiß ich das noch nicht, aber der Wille ist da.
    Ein ganz großes Dankeschön, dass du mir den Artikel geschickt hast. Das bringt mich meinem Ziel wieder ein Stück näher. Ich weiß auch, dass dir dieser Artikel viel bedeutet. Wir müssen, sollten, wollen über dieses Thema sprechen und uns austauschen. Aber dazu musst du erstmal aufstehen ;-)

    Guten Morgen und danke Schatz

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