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Sinnvolle Zusatzqualifikationen

Zulassungsbeschränkungen, Motivationsschreiben, Werkstudentenverträge, Bewerbungsgespräche – als Student hat man es heutzutage nicht leicht. Wenn auch ihr schon fast den Durchblick im hart umkämpften Bewerbungs-Urwald verloren habt, kommt hier die Rettung. Karriere-Coach Petra Carlile verrät jeden Monat unikate Tipps und Tricks in Sachen Bewerbung.

Folge 39:

„Ich habe meinen Abschluss nun in der Tasche – aber bin ich wirklich bereit für den Arbeitsmarkt oder brauche ich zusätzliche Qualifikationen?“

Unser unikater Karriere-Coach beantwortet eure Fragen!

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Engagiert und lernwillig habt ihr euch in euer Studium gestürzt, habt Höhen und Tiefen gemeistert und könnt nun stolz sein auf euren Abschluss. Bereit für den Arbeitsmarkt? Kommt auf den Beruf an, den ihr umsetzen möchtet.

Praktische Erfahrungen

Wer in die Wirtschaft geht, wartet am besten mit praktischen Erfahrungen auf, die ihr euch durch Werkstudentenjobs und/oder Praktika erworben habt. Das öffnet schneller Türen und die Chancen erhöhen sich, dass ihr eine Stelle in eurem Wunschunternehmen erhaltet.

EDV- und Softwareanwendungen

Nicht in jeder Haupt-oder Realschule oder im Gymnasium werden anwendungsfähige Kenntnisse vermittelt. Gut, wer sich schon vorab privat darum bemüht. Allein versiert zu sein in zum Beispiel MS Office-Anwendungen ist schon zum Start des Studiums ein willkommener Helfer, um Fachwissen zu speichern, Kalkulationen durchzuführen, Facharbeiten in ansprechendem Format zu schreiben. Früher wurden gerade Schülerinnen belächelt, die nach der Schule noch an einem „Schreibmaschine“-Kurs teilnahmen. Doch wer während des Studiums nicht mit dem 1-Finger-Suchsystem auf seiner Laptoptastatur einhackt sondern das 10-Finger-Schreiben beherrscht, kann sich glücklich schätzen. Immerhin ist allein dieses Können ein wahrer Zeitgewinn. So sieht es auch mit spezifischen EDV-Anwendungen aus. Wer zum Beispiel Geodäsie/Vermessungstechnik studiert, tut gut darin, sehr gute Kenntnisse in AutoCAD Revit und Ähnlichem vorzuweisen und sich während des Studiums täglich damit zu befassen. Kein Arbeitgeber stellt sich darauf ein, zunächst die einfachsten Computerkenntnisse zu vermitteln. Sie wollen mit ihren neuen Mitarbeitern sofort loslegen, sie in Projekte integrieren und betriebsinterne Kenntnisse vermitteln.

 

Unser unikater Karrierecoach: Petra Carlile, (c) Angelika Güc, semikolon

Unser unikater Karriere-Coach: Petra Carlile (c) Angelika Güc, semikolon

Fachkombinationen und Spezialisierungen

Ich hatte das Glück, einmal einen Vortrag von Professor Spiegelberg  zum Thema Elektromobilität zu hören. Selbst hat er Maschinenbau studiert. Doch stellte er treffend dar, dass er bei seiner Entwicklungs- und Forschungsarbeit sehr wohl noch weitere Bereiche wichtig sind, wie zum Beispiel Informatik, Physik, ja und auch Sozialwissenschaften.

Nein, nein, das heißt nicht, ihr sollt nach eurem Studienabschluss sofort ein weiteres Studium dran hängen. Doch möglicherweise ergeben sich schon während eures Studiums Schnittstellen mit anderen Fachrichtungen, die ihr in einigen Bereichen belegen könnt, ohne ein zweites Studium zu absolvieren. Seid also offen für fachübergreifende Skills, die ihr euch aneignen könnt.

Wenn ihr während des Studiums merkt, dass bestimmte Studieninhalte euch sehr interessieren, schaut, ob ihr hier intensiver einsteigen könnt und euch spezialisiert. Wie z.B. BWLer, die sich auf Finanzen, Strategien, Controlling oder Marketing, Technik oder IT spezialisieren.

Persönlichkeit

Über Kommunikationsfähigkeit zu verfügen – sowohl schriftlich als auch mündlich – ist ein großer Vorteil. Allein schon zum Zeitpunkt, an dem ihr euch bewerbt, kommt es auf euer Auftreten an. Sowohl in euren Unterlagen als auch persönlich. Ebenso habt ihr durch euer Studium ein enormes Fachwissen. Gut, wenn ihr dieses auch während eurer Arbeit artikulieren könnt. Selbst Referate und Vorträge halten, sich im Präsentieren üben – alles Tätigkeiten, vor denen sich viele gern drücken möchten. Doch je mehr ihr bereits während des Studiums übt, desto versierter und selbstbewusster ist euer Auftreten zum Berufseinstieg!

Weitere Persönlichkeitsmerkmale sind Zuverlässigkeit, Engagement und die Fähigkeit, im Team zu arbeiten. Alles SoftSkills, die ihr bereits während eures Studiums unter Beweis stellen musstet und von denen ich sicher bin, dass ihr sie perfekt umsetzen könnt.

Jedes Wissen bringt euch weiter und hebt euch ab gegenüber möglichen Mitbewerbern. Ja, es ist ein Arbeitnehmermarkt. Doch es gilt, dass ihr euch mit euren Zusatzqualifikationen so hervorhebt, dass ihr nicht nur irgendeine Stelle findet sondern euren Wunsch-Beruf in eurem Wunschunternehmen umsetzen könnt.

Alles Gute dabei. Ich freue mich schon auf eure nächsten Fragen!

Eure Petra Carlile

Schickt uns eure Fragen! Mail an: karrierefragen@unikatmag.de

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

Mehr unikate Hilfe und Tipps und Tricks für deinen absoluten Traumjob findest du auch in den letzten fünf Folgen des Karriere-Coaches:

Folge 34 „Studium fertig – und jetzt? Teil 2: Sich Selbstständig Machen“

Folge 35 „Studium fertig – und jetzt? Teil 3: Erst mal die Welt sehen“

Folge 36 „Studium fertig – und jetzt? Teil 4: Auweia, arbeitslos!“

Folge 37 „Was will ich wirklich?“

Folge 38 „Der ausführliche Lebenslauf“