Wir schreiben München – schreibt mit!

Der UniKater: Unikat wird zehn Jahre alt!

Streifzüge durch Münchner Geschichten

Ein kleiner Kater streift seit einigen Wochen durch die Münchner Straßen. Besonders im Univiertel häufen sich die Sichtungen – anscheinend ist er sogar Justus schon vor den Porsche gelaufen. Wir kennen weder seinen Namen noch seinen Hintergrund, haben aber festgestellt, dass er die tollsten Geschichten aus dem Münchner Alltag erzählen kann. Beim Zuhören scheint es sogar oft, als wäre er im Herzen einer von uns.

Miau, ihr Menschen!

Wisst ihr noch, wie ihr zehn Jahre alt geworden seid? Ich kann mir das nicht vorstellen, ich bin noch ein junger Kater, ich stehe quasi in der Blüte meiner Jugend. Zehn Jahre klingen ganz schön alt. Was man in zehn Jahren alles erreichen kann! Also ihr Menschen ja eher weniger, ihr braucht allein mehrere Jahre, bis ihr mal anständig laufen könnt. In der freien Wildbahn würdet ihr nie überleben! Gut, ich wahrscheinlich auch nicht, Mäuse fangen ist nicht so meine Stärke. Ich konzentriere mich lieber auf Ziele, die sich weitaus mehr lohnen, die Hintertür beim Metzger zum Beispiel.

Aber zehn Jahre alt werden ist schon eine Leistung. Man munkelt, dass dieses unikate Studentenmagazin, das mir, dem UniKater, freundlicherweise ein Zuhause und einen Namen gegeben hat, diese Woche zehn Jahre alt wird. Vor zehn Jahren gab’s mich noch gar nicht. Vor zehn Jahren gab’s einen Haufen Leute an der TUM, die Lust hatten und sich die Mühe gemacht haben, einen Verein zu gründen und ein Magazin von Studierenden für Studierende zu publizieren. Vor zehn Jahren gab’s noch Papier statt Internet. Vor zehn Jahren gab’s sogar noch einen eigenen Redaktionsraum und keine improvisierten Redaktionstreffen bei den berühmten bunten Bänken in der Schelling 3.

Unikat wird 10 Jahre alt! Der UniKater kann sich das gar nicht vorstellen… © Sophie Obwexer

In den letzten zehn Jahren sind ziemlich viele Menschen an diesem unikaten Studentenmagazin beteiligt gewesen, erzählt man mir. Sie alle haben sehr viel Arbeit, Schweiß, Tränen und Zeit in dieses kleine, aber feine Blatt gesteckt. Einige von ihnen haben sich sogar mich ausgedacht. Ganz schön clever! Für viele von ihnen war das Engagement bei unikat ein super Sprungbrett in das journalistische Karriereleben. Wie man einen Stapel Papier oder eine Internetseite als Sprungbrett benutzen kann, bleibt mir schleierhaft, ich will das auch gar nicht erst ausprobieren. Katzen sollen zwar immer auf ihren vier Pfoten landen, aber man muss das Schicksal ja nicht herausfordern. Ich habe noch alle sieben Leben und werde sie bestimmt nicht für solche Mätzchen wie ein Karrieresprungbrett verschwenden. Die ehemaligen unikaten Schreiberlinge anscheinend schon.

Jedenfalls ist diese Woche, die Geburtstagswoche, bei unikat ordentlich was los: Die unikaten Redakteurinnen und Redakteure erzählen euch, wie unikat überhaupt angefangen hat und was seitdem so passiert ist, zeigen euch die besten zehn Artikel aus den letzten zehn Jahren, fragen sich, was 2009 eigentlich noch so passiert ist und interviewen ehemalige Unikate. Außerdem gibt es ein tolles Gewinnspiel und zu guter Letzt eine kleine Überraschung, an der schon mit vollem Eifer gearbeitet wird.

Da bleibt mir nur noch zu maunzen: Happy Birthday, unikat! Schön, dass es dich gibt!

Bis bald,

euer UniKater