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10 Dinge, die man sich in der Bib denkt

Wer sagt, dass man in der Bib nicht prokrastinieren kann?

Dieser Artikel ist der beste Beweis dafür.

Heute ist der erste Montag der Semesterferien und seit Wochen sind die Bibliotheken überfüllt. Die einen lernen auf Prüfungen, die anderen schreiben Hausarbeiten und sie alle wünschen sich sehnlichst den wohlverdienten Urlaub herbei. Hier sind zehn Dinge, die sich garantiert jeder schon mal in der Bib gedacht hat.

1. Na toll, es gibt schon wieder keine Plastikkörbe mehr. Dann stapel ich mir mal Laptop, Ladekabel, Notizblock und einen Ordner auf meinen linken Arm, verteile Handy, Kopfhörer, Kugelschreiber und Textmarker auf alle Hosentaschen, halte meinen Studentenausweis mit den Zähnen fest und versuche gleichzeitig meine Wasserflasche nicht fallen zu lassen und das Schließfach zuzusperren. Ganz easy.

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2. Scheiße, ich hab kein Zwei-Euro-Stück.

3. Warum sind hier so viele Juristen? Haben die keine eigene Bib? (Eine völlig objektive, extensive Studie im Bekanntenkreis der Redakteurin ergab neulich, dass es völlig egal ist, in welche Bib man geht. Juristen sind überall. In manchen Fällen sitzen sie in der Mediziner-Bib, beschweren sich bei der Sitznachbarin darüber, dass diese – in der Mediziner-Bib! – ein Buch über Genitalwarzen mit entsprechender Bebilderung durchblättert und bauen anschließend eine abschirmende Trennwand aus Ordnern und Büchern.)

4. Warum sind im Historicum so viele Mediziner und warum müssen sie sich – im Historicum! – Videos von extrem ekligen Operationen anschauen?! Wahrscheinlich weil die Juristen sie aus ihrer eigenen Bib verjagt haben.

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5. Verdammt, ich bin erst eine Stunde hier und hab schon wieder Hunger. Vielleicht sollte ich die nächste halbe Stunde damit verbringen, abzuchecken, ob jemand in der Nähe ist und mit mir Mittagessen gehen will.

6. Warum knutscht das Pärchen da vorne schon wieder rum? Sucht euch ein Zimmer!

7. Zuhause könnte ich mich jetzt mit Jogginghose und Kuschelsocken ins Bett setzen und würde doch bestimmt genauso produktiv sein, oder?

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8. Instagram braucht auf jeden Fall ein schickes Foto von meinem schön hergerichteten Arbeitshaufen.

9. (setzt sich ganz vorne in die erste Reihe) Oh Gott, alle starren meinen Rücken an! (setzt sich in die letzte Reihe) Wahnsinn, wieviele Leute Facebook auf ihrem Laptop offen haben…

10. Ich hoffe, die Philologen-Bib wird bald fertig, dann hat jeder Platz endlich Zugang zu einer Steckdose. Andererseits werde ich unsere kleine, vollgestopfte Bib schon irgendwie vermissen.

Stephanie Berens