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„When in Vienna“: 10 Geheimtipps für den nächsten Trip nach Wien

„Psst, nur für Insider…“

Wien wurde bereits mehrere Male zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt – auszeichnend dafür, dass Themenbereiche wie „das politische, soziale und ökonomische Klima,“ aber auch Infrastruktur, Freizeitangebote oder die Umweltbedingungen den höchsten Standards entsprechen. Doch nicht nur aus diesem Grund ist die österreichische Hauptstadt immer einen Besuch wert. Sie liegt mit bezahlbaren Verkehrsmitteln nur ca. 5-6 Fahrtstunden von München entfernt und hat wirklich allerlei zu bieten. Darum haben wir nun für euch zehn Geheimtipps zusammengestellt, die (wahrscheinlich) nicht im Reiseführer stehen und die ihr bei eurem nächsten Besuch in beautiful Vienna auf jeden Fall im Hinterkopf behalten solltet.

Quelle: wien.info

1. Fahrt mit der WESTbahn

Nach Wien kommt man sehr gut mit dem Zug. Als Erstes geht’s am besten mit dem Metronom nach Salzburg, denn bis dahin ist noch das Bayern-Ticket gültig. So lässt es sich gerade als Gruppe besonders günstig reisen. Ab Salzburg bringt euch dann die WESTbahn für etwas mehr als 25€ in die Hauptstadt. Dabei werdet ihr womöglich eine angenehmere Fahrt als mit jedem ICE erleben. Der Ticketkauf ist während der Fahrt im Zug möglich; die Stewardessen und Stewards sind freundlich und zuvorkommend, ohne dabei überheblich zu wirken und die Ausstattung der Züge mit bequemen Ledersitzen, Snack- und Getränke-Automaten sowie kostenlosem WLAN ist schlichtweg spitze.

2. Trinkt bzw. probiert Wiener Bier (traut euch!)

Jeder von uns weiß: Bayern und Bier, das ist eine ganz besondere, fast schon heilige Beziehung! Da spricht der eine oder andere bereits von Sakrileg, wenn es um das Trinken von ausländischem (also nicht bayrischem) Bier geht. Doch muss man den Österreichern zusprechen, dass sie ebenfalls eine ganz ordentliche Braukultur entwickelt haben (zumindest um einiges besser als jedes Pils). Besondere Empfehlungen der Redaktion sind dabei das Wieselburger Gold, das Stiegl Goldbräu oder das Ottakringer Helle. Und wer übrigens gern ein Radler zwischendurch trinkt, sollte unbedingt mal ein Almradler bestellen oder selber mixen: Hier wird das Bier mit Almdudler statt mit Limo gemischt.

3. Geht an die Donau

Okay, das ist vielleicht jetzt nicht so der Geheimtipp, aber trotzdem sei es jedem ans Herz gelegt. Man könnte sagen, die Donau kommt in Wien neben dem eigentlichen Fluss in drei weiteren „Geschmacksrichtungen“: Der Donaukanal fließt direkt durch die Wiener Innenstadt. Die Alte Donau ist ein nordöstlich gelegener, ehemaliger Arm, der mittlerweile komplett vom Hauptstrom abgeschnitten und von viel Grün umgeben ist. Und die Neue Donau ist ein künstlich ausgehobener Nebenarm, dessen Schaffung derzeit die (geplante) Entstehung der Donauinsel zur Folge hatte. Für alle vier „Geschmäcker“ gilt jedoch, dass sie an nahezu jeder Stelle zum Verweilen und zur Entspannung einladen – sei es nun am Kanal nach einem stressigen Tag beim Shoppen oder Erkunden, in einem Café an der ruhigen Alten Donau oder beim Zuschauen der Wagemutigen am Wakeboardlift der Neuen Donau. Im Gegensatz zur Isar, für die in München lediglich an einigen, bestimmten Stellen der Zugang möglich ist, fühlt sich die Donau in Wien fast schon wie eine öffentliche Einrichtung an, die 24/7 geöffnet ist.

4. Donauinselfest

spark7/KRONEHIT Bühne © Andreas Jakwerth

Donauinselfest © Andreas Jakwerth

Wo wir gerade die Donauinsel erwähnt hatten: Diese ist seit über 30 Jahren Schauplatz des größten Freiluft-Musikfestivals Europas, dem Donauinselfest. Es wird seit jeher von der SPÖ Wien veranstaltet und zieht jährlich an drei Tagen mehr als 3 Millionen Besucher an. Kein Wunder, denn der Eintritt ist komplett frei. Das Festival findet immer gegen Ende Juni statt und bietet gutes Essen, gute Musik und gute Laune. Verteilt auf der gesamten Fläche der Donauinsel findet das ganze Wochenende ein voll gepacktes Veranstaltungsprogramm statt, bei dem von jung bis alt für fast jeden etwas dabei sein sollte. Währenddessen sorgen unterschiedliche Bands und DJs auf den diversen Bühnen für musikalische Untermalung. Bei den bekannteren Acts sollte man sich jedoch bereits früh genug zur jeweiligen Stage begeben, denn ein kostenloses Konzert ist logischerweise gut besucht. Dieses Jahr beispielsweise waren Bands wie Wanda, Granada und Portugal. The Man auf dem Inselfest zu Gast und das war schon eine recht kuschelige Angelegenheit.

5. Donaukanaltreiben

Ebenfalls im Sommer findet das Donaukanaltreiben statt. Diesmal am Ufer des Donaukanals entlang, verspricht das Festival vier Tage lang Party und Action direkt in der City. Auch hier ist der Eintritt frei und es werden euch Live-Konzerte, DJ-Sets und kulinarische Vielfalt geboten. Der Veranstaltungszeitraum beläuft sich meistens auf Ende Mai bis Anfang Juni.

6. Donau Zentrum

Das Donau Zentrum im 22. Bezirk ist das größte Einkaufszentrum Wiens und lässt keine Wünsche offen, was das Shopping-Erlebnis angeht. Hier ist alles von DM bis Saturn vertreten und natürlich findet ihr auch eine breite Masse an Modegeschäften: Von H&M und Tally Weijl über Hollister und Hallhuber bis hin zu Peek & Cloppenburg kann man sich hier austoben und anschließend mit Händen voller Einkaufstüten wieder heimfahren. Davor kann man sich jedoch bei einem der etlichen (Fast Food-) Restaurants entspannen und den Bauch vollschlagen. Auch hier eine Empfehlung der Redaktion: Beim Ginza Wok & Grill gibt es asiatisches „All-You-Can-Eat“-Buffet, bei dem ihr recht günstig diverse Fleisch- und Fisch-Sorten sowie Gemüse angeboten bekommt, die euch direkt vor den Augen mit der Soße eurer Wahl zubereitet werden. Zusätzlich hat das Donau Zentrum mit dem Cineplexx Donau Plex auch noch ein sehr großes und modernes Kino zu bieten, für den Fall, dass man den Tag mit einem coolen Film ausklingen lassen möchte.

7. blueorange

In der Nähe vom Wiener Karlsplatz, eine Nebenstraße vom berühmten Naschmarkt entfernt, liegt das Café blueorange. Als modernes Lokal mit starkem Fokus auf Bagels eignet es sich exzellent zum Brunchen. Der Slogan „Besser Essen Besser Leben“ verrät dabei bereits ein wenig über die Philosophie des Hauses. Denn die Zutaten sind alle bio, regional und fair-trade, und das Angebot erstreckt sich von allen vorstellbaren Bagel-Varianten mit verschiedensten Belägen über Bacon & Eggs bis hin zu Wraps oder Fladentoasts. Dazu gibt es abgesehen vom bekannten Kaffee noch Bio-Tee oder frisch gepressten Orangensaft. Die Preise sind vielleicht ein wenig teurer als beim Bäcker nebenan, aber dafür beginnt man den Tag mit einem guten Gewissen.

8. Wiener Eistraum

Wiener Eistraum © Sandra Gruber

Wiener Eistraum © Sandra Gruber

Im Winter bietet die Stadt Wien ein Eislauf-Erlebnis der ganz besonderen Art: Zwischen Rathaus und Burgtheater wartet eine 8.000 m² große Eisfläche und lädt zum Schlittschuhlaufen ein. Das Außergewöhnliche dabei: Es gibt zwei größere Eisflächen, die durch mehrere Bahnen miteinander verbunden sind, welche wiederum quer durch den kompletten Rathauspark führen. Etwas, das man selber erlebt haben muss, da es praktisch unmöglich zu beschreiben ist. Rund herum gibt es hier auch wieder viel Programm und Kulinarik, damit einem auch an nichts fehlt.

9. Sucht euch ruhige Ecken

Überall in Wien gibt es ruhige und versteckte Ecken und Straßen. Im Museumsquartier zum Beispiel könnt ihr euch während des Sightseeings sehr gut erholen. Dieser große Innenhof nahe des Volkstheaters ist zwar oft gut besucht, aber dennoch erstaunlich ruhig und ist daher dank Gastronomie und kleinem Wasserbecken gerade für den Sommer höchst empfehlenswert. In der Nähe des Schwedenmarkts gibt es zudem das Fenster Café, das berühmt ist für den guten Geschmack des Kaffees und ausgefeilte Kreationen daraus. Folgt ihr dort der kleinen Gasse nebenan, kommt ihr ebenfalls in eine ruhige Nebenstraße, weg vom ganzen lauten Getümmel. Wie gesagt, solche Plätzchen gibt es überall in Wien, biegt also auch mal in die Seitengassen ab – wer weiß, was ihr dort entdecken könntet.

Fenster Café © Fenster Café

Auf das Fenster Café stößt man eigentlich eher zufällig © Fenster Café

10. Museum Hundertwasser

Zu jeder halbwegs ordentlichen Sightseeing-Tour gehört selbstverständlich ein Besuch des Hundertwasserhauses. Das Wohnhaus, das Anfang der 90er vom berühmten Künstler Friedensreich Hundertwasser entworfen wurde, ist natürlich ein beachtlicher Hingucker, gerade wenn man sich dazu noch von Hundertwassers Lebensgeschichte und weiteren Errungenschaften erzählen lässt. Was vielen Touristen allerdings unbekannt bleibt ist das Museum Hundertwasser im Kunst Haus Wien. Ebenfalls designt vom namensgebenden Maler, befindet sich das Museum nur 5-10 Gehminuten vom Hundertwasserhaus entfernt und beherbergt wechselnde Kunstausstellungen neben einer dauerhaften Hundertwasser-Ausstellung. Zusätzlich findet ihr hier einen kleinen Innenhof mit einem netten, ruhigen Café, bei dem ihr euch – umgeben von Hundertwasser-Flair – von den Strapazen des Touri-Alltags erholen könnt.

Marcel Lasaj