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Das kleine 1×1 der Hochschulwahl

Wer, wo, wie, warum – alle Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Abstimmung

Wenn am 19. und 20. Juli die Wahllokale öffnen, ist es für die Studierenden der LMU erneut an der Zeit, ihre Stimme in der alljährlichen Hochschulwahl abzugeben. Doch obwohl diese Abstimmung einen wichtigen Bestandteil der Hochschulpolitik darstellt, regt sich immer wieder Kritik daran. Dabei wird als Gegenargument vor allem die oft gering ausfallende Wahlbeteiligung ins Feld geführt, wegen der ihr von manchen abgesprochen wird, die Arbeit des Konvents der Fachschaften, also des Studierendenparlaments, zu legitimieren. Um dem entgegenzuwirken, haben wir  für Euch Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Hochschulwahl zusammengestellt: 

Wie Bundestags- und Landtagswahlen berücksichtigt die Hochschulwahl demokratischen Prinzipien wie das Wahlgeheimnis (c) pixabay

Wer wählt wen? Grundsätzlich haben alle offiziell an der LMU immatrikulierten Studierenden das Recht in der Hochschulwahl ihre Stimme abzugeben. Die Kandidaten, unter denen man dabei wählen kann, werden im Vorhinein von ihren Fachschaften nominiert und auf deren Wahllisten gesetzt. Hat ein Studiengang allerdings zu wenige Studierende, kann seine Fachschaft sich auch mit einer anderen eine Liste teilen, weswegen in den letzten Hochschulwahlen beispielsweise Skandinavisten und Buchwissenschaftler gemeinsam angetreten sind. Auf diese Art und Weise soll gewährleistet werden, dass alle Fachrichtungen im Studierendenparlament repräsentiert sind, ohne dass die mit geringer Studierendenanzahl überproportional viel Einfluss erhalten.

Wo kann ich meine Stimme abgeben? Wie in Bundestags- oder Landtagswahlen werden die Stimmberechtigten für die Hochschulwahl auf unterschiedliche Wahllokale verteilt. Dabei hängt der Ort, an dem man seine Stimme abgeben darf, vom jeweiligen Studiengang ab. Nähere Informationen dazu enthalten die Dokumente, die allen Studierenden zu Beginn des Semesters mit ihrem Studentenausweis zugeschickt werden. Sollte man diese allerdings verlegt haben,  ist das kein Problem, da alle Fachschaften im Vorfeld der Hochschulwahl e-Mails verschicken, in denen sie über ihre Kandidaten und die jeweils zuständigen Wahlstudios informieren.

Wie wähle ich? Ist man an dem Ort der Stimmabgabe angekommen (meist einem Tisch mit Wahlhelfern und einer Urne an einem zentralen Platz, beispielsweise dem Foyer der Schelling 3) muss man wie bei anderen Wahlen zunächst seinen amtlichen Lichtbildausweis vorzeigen. Alle Studierenden haben zwei Stimmen, mit denen sie die Kandidaten mit der größten Unterstützung direkt in den Konvent der Fachschaften wählen. Die Ergebnisse dieser Direktwahl werden nach der Auszählung per Aushang in der LMU und im Internet bekanntgegeben.

Warum ist es wichtig, dass ich wähle? Der Ausgang der Hochschulwahl hat konkreten Einfluss auf den Alltag und die Zukunftsaussichten aller Studierenden der LMU. So entscheidet der Konvent der Fachschaften über wichtige Fragen wie die Akkreditierung von Hochschulgruppen. Ob Vereine, wie zum Beispiel die rechtspopulistische Junge Alternative, mit Mitteln der Universität unterstützt werden sollen, hängt somit indirekt auch vom Ergebnis der Hochschulwahl ab. Außerdem entscheidet der Konvent der Fachschaften, welche Studentenvertreter in Senat und Hochschulrat entsandt werden, die über Fragen wie die Grundordnung der Universität und die Mitglieder der Hochschulleitung bestimmen, um dort die Interessen der Studierenden zu vertreten.

Noch offene Fragen? Weitere Informationen rund um die Hochschulwahl 2018 und die Arbeit und Aufgaben der Studierendenvertretung findet Ihr auf der Website des Konvents der Fachschaften.

Sebastian Schindlbeck