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Rosa’s Sendling

Mein München

München – Eine so große Stadt mit so vielen unterschiedlichen Vierteln und Ecken, dass man kaum alles entdecken kann, denkt Ihr? Grade wenn man sich in einer Gegend eben nicht auskennt, findet man ja nie das nette kleine Café mit dem tollen Kaffee oder den kleinen Park, der so schön versteckt liegt? Da haben wir eine Lösung! In der Reihe „Mein München“ zeigen euch unsere Redakteure München aus ihrer ganz persönlichen  Perspektive, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Sie geben euch Insidertipps, persönliche Empfehlungen und Hinweise, was man unterwegs in München auf keinen Fall verpassen sollte! 

Sendling hat in allen Jahreszeiten etwas zu bieten. Aber mein Viertel gefällt mir am Besten im Sommer – ob das daran liegt, dass ich so wunderbar nah am Westpark lebe oder durch und durch ein Sommermensch bin – wer weiß das schon. Da sich aber für mich Sendlings Schönheit besonders an einem warmen Frühlingstag oder im Sommer entfaltet, habe ich euch meinen perfekten Tag dementsprechend zusammengestellt. Alles was ihr dafür braucht ist ein Fahrrad, Hunger und Sonnencreme.

Mein perfekter Sommertag in Sendling…

…fängt an mit einem ausgiebigen Frühstück im Stenz in der Lindwurmstraße an. Hier gibt es ein tolles Angebot von herzhaft über süß, für den kleinen und den großen Hunger, und es ist sowohl für Fleischesser als auch für Veganer für jeden was dabei.

Wenn ich mir dann den Bauch so richtig schön vollgeschlagen habe, dann schnappe ich mir mein Radl und mache mich auf ins Naturbad Maria Einsiedel am Tierpark Hellabrunn. Hier gibt es nicht nur ein naturbelassenes Schwimmbecken ohne Chlor sondern auch einen Kanal herrlich frischen Eisbachwassers, welcher quer durch das Gelände fließt.

Wenn man sich weiter hinten ein lauschiges Plätzchen sucht ist es auch im Hochsommer noch gut auszuhalten. Am besten lässt du dich alle halbe Stunde vom kühlen Nass einmal quer durch die Anlage treiben. Es ist nicht nur eine wunderbare Erfrischung an heißen Tagen, sondern der menschliche Trubel zieht wie in einem lebendigen Museum an einem vorbei.

Wenn ich dann genug gesonnt habe, schwinge ich mich wieder auf mein Fahrrad und mache mich auf in den Westpark. Je nachdem wie großer Hunger ist, kann man hier noch wunderbar spazieren gehen oder man begibt sich direkt ins Gans am Wasser. Ein wunderbar kleines Café, wie der Name schon sagt, direkt am Wasser und betrieben von den Organisatoren des Bahnwärter Thiel. Hier sind sowohl die Pommes als auch ein Stück von einem der unglaublich leckeren Kuchen Pflicht. Ich rate dir, beides auf einmal zu holen, da es bis weilen schon mal ziemlich voll sein kann und die Schlange dementsprechend lang wird. Und mit den zwei Köstlichkeiten im Gepäck mache ich es mir am liebsten in eine der Badewannen direkt am Wasser gemütlich und genieße das Geschnatter der Gänse und der Menschen um mich rum.

Wenn ich dann immer noch Kraft und Hunger habe, begebe ich mich erneut auf mein Fahrrad und düse zum Beirutbeirut. Hier gibt es unglaublich leckeres libanesisches Street Food für faire Preise. Und das Beste: du kannst es dir einpacken und damit an die Isar fahren und dein Falafel noch im freien Essen. Oder du machst es wie die vielen anderen Münchner und grillst gleich an der Isar.

Rosa Weber