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Annikas verspieltes München

Mein München

München – Eine so große Stadt mit so vielen unterschiedlichen Vierteln und Ecken, dass man kaum alles entdecken kann, denkt Ihr? Gerade wenn man sich in einer Gegend eben nicht auskennt, findet man ja nie das nette kleine Café mit dem tollen Kaffee oder den kleinen Park, der so schön versteckt liegt? Da haben wir eine Lösung! In der Reihe „Mein München“ zeigen euch unsere Redakteure München aus ihrer ganz persönlichen Perspektive, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Sie geben euch Insidertipps, persönliche Empfehlungen und Hinweise, was man unterwegs in München auf keinen Fall verpassen sollte!

München ist eine Stadt, die viel Kultur und Geschichte zu bietet hat. Als Theater- oder Museumsliebhaber kann man sich wenig beschweren. Auch die Parks und Biergärten laden, gerade an den sonnigen Tagen, zum Seele baumeln lassen ein. Wie sieht es aber mit weniger offensichtlichen Aktivitäten aus? Was ist, wenn man mal gerade Lust auf was „Verspielteres“ hat? Oder anders gefragt: Was, wenn man seinem Hobby “Videospiele” nicht nur vor der Konsole oder dem Computer ausleben will? Da sieht es in München schon schwieriger aus. Arcade-Spielhallen sucht man eher vergebens. Interessierte können sich dafür aber anderweitig in der münchner Welt der Videospiele ausleben:

Virtual Reality mal etwas anders

Virtual Reality, oder kurz VR, dürfte den meisten ein Begriff sein. Im Bereich der Videospiele sind mittlerweile die ersten brauchbaren VR-Brillen (Oculus Rift, HTC Vive oder Playstation VR) auf dem Markt. Und diese erlauben ein völlig neues Spielgefühl, das man mal erlebt haben muss. Vorausgesetzt, dass der Spieler nicht unter Motion Sickness leidet. Die widersprüchlichen Signale zwischen Gehirn und Körper können unter Umständen (kurzzeitig) zu Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit führen. Jedoch hängt dies auch vom Spiel und der Person selbst ab.

Wer sich diese Erfahrung also nicht entgehen lassen will, aber weder Geld für die Anschaffung übrig hat oder sich einfach nicht sicher ist, ob er es wirklich verträgt, der kann bei Presence vorbeischauen. Das Virtual Reality Center in der Nähe vom Ostbahnhof vereint VR-Spaß mit einem Café. Perfekt, um gemeinsam mit Freunden die virtuellen Welten zu erleben und nebenbei gemütlich etwas zu trinken und zu snacken. Zur Auswahl stehen mehrere kleine VR-Titel, aber auch ein Hologate für bis zu vier Spieler. Hier kann man sich gemeinsam ins Gefecht stürzen.

Bezahlt wird, indem sogenannten Credits gekauft werden (aktuell ist nur Barzahlung möglich), für die ihr wiederum Spielzeit kaufen könnt. An den Wochenenden ist erfahrungsgemäß mehr los. Wer also auf Nummer sicher gehen will, kann auch vorab reservieren. Und dann kann es losgehen, in die virtuellen Welten.

Merchandise-Liebe oder auch “Shut up and take my money”

Für so manchen sind Videospiele ein netter Zeitvertreib. Für andere ist es mehr als das und dann gehört zum Hobby nicht nur die entsprechende Disc in der Konsole, sondern auch Poster an den Wänden, Bücher im Regal oder Plüschtiere im Bett. Fanartikel (oder Merchandise) gibt es nicht nur für Filme und Serien reichlich, sondern gehören heutzutage auch zu den meisten großen Videospielen dazu. Wer seiner Liebe zum Spiel mehr ausleben will, dem sind also keine Grenzen gesetzt. Außer vielleicht die Ebbe im Geldbeutel. Dennoch gehört es für die meisten Vollblutfans dazu, sich aufgeregt wie ein kleines Kind durch einen Laden voller Merchandise zu wühlen und am Ende ein paar Schätze mit nach Hause zu nehmen.

Ganz vorne dabei sind natürlich Shops wie Elbenwald oder EMP. Speziell in München gibt es den ItemShop in der Baaderstraße. Hier gibt es nicht nur zahlreiche Artikel zu Videospielen (und natürlich auch zu Filmen und Serien) die jedes Fanherz höher schlagen lassen, sondern es finden gelegentlich auch Workshops, Events und andere Veranstaltungen statt.

ItemShop München © ItemShop

Musikalischer Bombast mit Gänsehautgarantie

In München gibt es spieletechnisch nicht nur was für die Augen oder das heimische Regal, sondern auch was fürs Ohr. Für Fans von Game of Thrones oder Harry Potter gab bzw. gibt es in München orchestrale Konzerte. Game Concerts ist hingegen die Anlaufstelle für Konzerte für Videospielmusik. Darunter finden auch gelegentlich welche in München statt. Dazu gehören Konzerte mit Stücken aus verschiedenen Spielen (z.B. Symphonic Selections), sowie Konzerte, die sich auf ein Spiel bzw. eine Spielereihe konzentrieren (z.B. Final Symphony für Musik aus Final Fantasy). Auch wenn orchestrale Konzerte für manche erst etwas unattraktiv klassisch wirken (und ja, es ist eine Art der klassischen Musik), dem sei gesagt: Es haut einen dennoch förmlich um! Jeder, der nur ansatzweise Interesse an Klassik oder Soundtracks hat, sollte einmal in einen Konzertsaal in München diesen Klängen lauschen. Dabei geht es sehr facettenreich zu. Von laut zu leise, von zart zu bombastisch. Es ist ein Auf und Ab der Emotionen, das man erlebt haben sollte – unabhängig davon, ob man etwas mit Videospielen anfangen kann, oder nicht.

Virtuelles München in Gabriel Knight 2

Welche Art gibt es noch, München spielerisch zu erleben? Indem man München als Schauplatz in einem Videospiel besucht. Viel Auswahl gibt es da nicht, aber wer gerne rätselt und sich nicht vor Spielen scheut, die ein paar Jahre auf den Buckel haben, dem sei The Beast Within: A Gabriel Knight Mystery ans Herz gelegt. In dem zweiten Teil der Adventure-Reihe geht Gabriel Knight Werwolfattacken in München auf den Grund. Weitere Infos, mitsamt München-Bezug, gibt es in unserem Unikat-Artikel zum Spiel.

Annika Bavendiek