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Wen wählen, wenn wir wählen – Teil 4

Im Gespräch mit der SPD

UNIKAT hat im Vorfeld der Bundestagswahl Interviewanfragen an die sechs bekanntesten, beziehungsweise meist thematisierten, Parteien verschickt. Die Idee war, allen die gleichen Fragen zu stellen, um keine Partei zu bevorzugen und so eine optimale Vergleichsmöglichkeit zu schaffen. Fünf Parteien haben sich zu einem Interview bereit erklärt und diese stellen wir euch in unserer Interviewreihe vor. Das Ziel dieser Interviews ist nicht, sich als Konkurrenz zum Wahl-O-Mat zu positionieren. Wir von UNIKAT wollen Euch vielmehr dazu anregen, euch über die Parteien genauer zu informieren! Heute: Die Standpunkte der SPD.

Das Interview wurde mit dem SPD-Bundeskandidaten für den Münchner Westen, Bernhard Goodwin, geführt.

Warum sollten Münchner Studenten ausgerechnet Ihre Partei wählen? Inwiefern würden Sie die Zukunft von Studenten (positiv) beeinflussen?

Die SPD ist die einzige Partei, die das Thema „bezahlbar wohnen“ ernst nimmt. Wir setzen uns für einen besseren Mietspiegel, eine funktionierende Mietpreisbremse und mehr geförderten Wohnraum ein. Das ist besonders für Studierende gut, die ja neu auf dem Mietmarkt sind.

Was sind Ihre Ziele in der Bildungspolitik?

Bildung muss kostenfrei sein, damit alle die gleichen Chancen haben. Der Bund muss das Recht haben, die Kommunen direkt zu unterstützen, damit unsere Schulen besser werden.

Was wollen Sie in der Umweltpolitik erreichen?

Wir müssen die Energiewende sozial gerecht umsetzen. Das Problem nicht anzugehen ist falsch, weil es am Ende uns allen schaden wird, den Ärmsten am meisten. Wenn wir aber die schwachen Schultern stärker belasten als die starken Schultern, dann werden wir ein Akzeptanzproblem bekommen –außerdem ist das ungerecht.

Was ist ihr Standpunkt in Sachen Flüchtlingspolitik?

Wir müssen Fluchtursachen bekämpfen, den geordneten Zugang zum deutschen Asylrecht ermöglichen und die Verfahren verkürzen. Wir müssen Menschen, die hier leben, hier arbeiten lassen und die Sprache lehren. Selbst dann, wenn sie nicht lange hier bleiben.

Was sind die drei wichtigsten Ziele, die sie umsetzen wollen?

Bezahlbarer Wohnraum für München, mehr Investitionen in Betreuung und Infrastruktur (insbesondere in den Nahverkehr) und bedarfsgerechte Sätze bei staatlichen Leistungen in München: Kindergeld, BAföG und Rente.

Wie würden sie ihre Partei kurz und knapp in einem Satz beschreiben mit „Wir sind die…“?

Wir sind die älteste Partei Deutschlands, die weiterhin für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität kämpft.

Hier geht es zu unseren vorherigen Interviews mit der FDP, der LINKEN und den Grünen.

Tonja Dingerdissen

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