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Wen wählen, wenn wir wählen – Teil 3

Im Gespräch mit Bündnis 90/ Die Grünen

UNIKAT hat im Vorfeld der Bundestagswahl Interviewanfragen an die sechs bekanntesten, beziehungsweise meist thematisierten, Parteien verschickt. Die Idee war, allen die gleichen Fragen zu stellen, um keine Partei zu bevorzugen und so eine optimale Vergleichsmöglichkeit zu schaffen. Fünf Parteien haben sich zu einem Interview bereit erklärt und diese stellen wir euch in unserer Interviewreihe vor. Das Ziel dieser Interviews ist nicht, sich als Konkurrenz zum Wahl-O-Mat zu positionieren. Wir von UNIKAT wollen Euch vielmehr dazu anregen, euch über die Parteien genauer zu informieren! Heute: Die Standpunkte der Grünen.

Das Interview wurde mit Anna Schmidhuber geführt, der 28-jährigen Bundestagskandidatin der Grünen Jugend Bayern. Sie kandidiert auf Platz 15 der bayerischen Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen.

Bundestagskandidatin Anna Schmidhuber © Andreas Gregor

Warum sollten Münchner Studenten ausgerechnet Ihre Partei wählen? Inwiefern würden Sie die Zukunft von Studenten (positiv) beeinflussen?

Wir Grüne wollen, dass alle Menschen ohne unnötige Hürden Zugang zu Bildungseinrichtungen erhalten können. Dazu wollen wir das BAföG reformieren, lehnen Studiengebühren ab, setzen uns für günstigen Wohnraum für Studierende und für faire und übersichtliche Nahverkehrstarife ein.

Was sind Ihre Ziele in der Bildungspolitik?

Der Zugang zu guter Bildung von Kindheit an ist der erste Schritt zu fairen Chancen fürs Leben. Wir wollen inklusiven Unterricht für Kinder mit und ohne Behinderung, längeres gemeinsames Lernen und demokratisch organisierte Schulen. Außerdem setzen wir uns für die Abschaffung des Kooperationsverbots ein, damit Bund, Länder und Kommunen bei der Schulentwicklung besser zusammenarbeiten können.

Was wollen Sie in der Umweltpolitik erreichen?

Unser Ziel ist bis 2030 Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Zudem wollen wir die 20 dreckigsten Kohlekraftwerke sofort abschalten. Um den Klimawandel wirkungsvoll aufzuhalten, setzen wir auch auf eine Verkehrswende und wollen ab 2030 nur noch abgasfreie Autos neu zulassen.

Was ist ihr Standpunkt in Sachen Flüchtlingspolitik?

Kein Mensch flieht, ohne dafür einen guten Grund zu haben. Damit kein Mensch mehr auf der Flucht sein Leben riskieren muss, wollen wir Fluchtursachen bekämpfen und fordern sichere und legale Fluchtrouten nach Europa. Außerdem wollen wir Abschiebungen nach Afghanistan bundesweit stoppen und sagen Nein zu Abschiebungen in Krisengebiete und zu Obergrenzen für Asylbewerber*innen.

Was sind die drei wichtigsten Ziele, die sie umsetzen wollen?

1. Die Hälfte der Macht den Frauen! Frauen müssen für gleiche Arbeit gleich bezahlt werden und gleichberechtigt an gesellschaftlichen und politischen Machtpositionen beteiligt werden.
2. Fahrradinfrastruktur muss so ausgebaut werden, dass möglichst viele Menschen das Fahrrad im Alltag als gleichwertiges Verkehrsmittel nutzen können.
3. Gleiche Bildungschancen für alle – unabhängig von der eigenen Herkunft und vom Geldbeutel und dem Bildungsstand der Eltern.

Wie würden sie ihre Partei kurz und knapp in einem Satz beschreiben mit „Wir sind die…“?

Wir sind die Partei, die zuverlässig für nachhaltigen Umweltschutz und eine offene Gesellschaft eintritt.

Hier geht es zu unseren ersten beiden Interviews mit der FDP und der LINKEN.

Tonja Dingerdissen

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