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Der Arbeitsvertrag

Zulassungsbeschränkungen, Motivationsschreiben, Werkstudentenverträge, Bewerbungsgespräche – als Student hat man es heutzutage nicht leicht. Wenn auch ihr schon fast den Durchblick im hart umkämpften Bewerbungs-Urwald verloren habt, kommt hier die Rettung. Karriere-Coach Petra Carlile verrät jeden Monat unikate Tipps und Tricks in Sachen Bewerbung.

Folge 20:

„Wie sieht ein Arbeitsvertrag aus und welche Informationen braucht mein neuer Arbeitgeber von mir?“

Unser unikater Karriere-Coach beantwortet eure Fragen!

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Glückspilz Magnus hat sowohl seinen Master als Maschinenbauingenieur in der Tasche als auch die Aussicht auf eine Festanstellung. Den Arbeitsvertrag erhielt er in zweifacher Ausfertigung per Post zugeschickt. Außerdem benötigt die Personalbuchhaltung noch einige persönliche Angaben, die er in einem Extra-Formular ausfüllen soll. Ganz schön viel Papierkram. Ist der wirklich notwendig und wie genau sieht ein Arbeitsvertrag aus?

Was in einem Arbeitsvertrag enthalten sein soll:

  • Beginn (der erste Arbeitstag)
  • Art des Arbeitsverhältnisses (befristet oder unbefristet)
  • Wenn befristet, Ende des Arbeitsverhältnisses (Datum)
  • Stellenbezeichnung („Magnus K. wird als Maschinenbauingenieur im Bereich Entwicklung eingesetzt“)
  • Tätigkeiten („… zu seinen Tätigkeiten gehören …“)
  • Arbeitsort (bei mehreren Zweigstellen, Homeoffice-Regelung)
  • Arbeitszeit (Anzahl der vereinbarten Wochenstunden, wo und an welchen Wochentagen)
  • Probezeit (max. 6 Monate)
  • Höhe des Gehaltes und Zeitpunkt der Gehaltszahlung
  • Kündigungsfristen (während der Probezeit anders als nach der Probezeit)
  • Regelung von möglichen Nebentätigkeiten
  • Verhalten im Krankheitsfall
  • Geheimhaltungspflichten
  • Urheberrechtsklauseln

Es ist wichtig, einen Arbeitsvertrag (AV) schriftlich zu verfassen. Nur das ermöglicht einen juristisch verwertbaren Nachweis, falls es einmal zu Unstimmigkeiten eines bestehenden Arbeitsverhältnisses kommt. Viele arbeitsrechtliche Grundlagen findet ihr im Bürgerlichen Gesetzbuch (Dienstvertrag), im Arbeitszeitgesetz und im Bundesurlaubsgesetz.

ACHTUNG: Sonderregelungen gelten, wenn sich der Arbeitsort im Ausland befindet. Hier bitte noch einmal gesondert erkundigen.

Unser unikater Karrierecoach: Petra Carlile, (c) Angelika Güc, semikolon

Unser unikater Karriere-Coach: Petra Carlile © Angelika Güc, semikolon

Formulare, Formulare…

Folgende Informationen und Nachweise benötigt die Personalabteilung. Schaut, dass ihr diese Unterlagen und Daten möglichst rasch beschafft und weiter reicht – damit es mit der Gehaltsüberweisung am Monatsende reibungslos funktioniert.

Unterlagen für die Personalabteilung:

  • Personaldaten (wie zum Beispiel Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift)
  • Steueridentifikationsnummer (habt ihr vom Bundeszentralamt für Steuern erhalten)
  • Steuerklasse (zur Ermittlung der Lohnsteuer)
  • Konfession (ob und wenn ja, welcher zugehörig? Zur Ermittlung der Kirchensteuer)
  • Kinderfreibeträge (eigene Kinder, bei denen Kinderfreibeträge zu berücksichtigen sind)
  • Rentenversicherungsnummer
  • Mitgliedsbescheinigung der Krankenversicherung (wird nach Anruf sehr schnell zugeschickt)
  • Bankverbindung, auf welche das Gehalt überwiesen werden soll (wird zu 99% bargeldlos ausgezahlt)

Zugegeben, das Thema Arbeitsvertrag & Co. ist eher trocken. Nichtsdestotrotz ist es notwendig, sich damit auseinanderzusetzen, damit ihr gut abgesichert den Schritt ins Berufsleben gehen könnt.

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser Zusammenstellung helfen. Habt einen guten Berufsstart! Freue mich über eure weiteren Fragen rund um Karriere, Berufsfindung & Co.

Eure Petra Carlile

Schickt uns eure Fragen! Mail an: karrierefragen@unikatmag.de

Unikate Unterstützung: Der Karrierecoach beantwortet eure Fragen!

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Mehr unikate Hilfe und Tipps und Tricks für deinen absoluten Traumjob findest du auch in den letzten fünf Folgen des Karriere-Coaches:

Folge 15 „Ehrlichkeit im Bewerbungsgespräch“

Folge 16 „Gute Noten im Studium“

Folge 17 „(Viele) gute Vorsätze“

Folge 18 „Anzahl der Praktika“

Folge 19 „Schadet mir mein Name?“

Julia Weinzierler

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