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Oslos Museen – erleben statt anschauen

5 Museen, die auf die Oslo To-Do Liste gehören

In Oslo gibt es über 50 Museen. Da gibt es Kunstmuseen, historische Museen, Museen zur Schifffahrt, den Wikingern, zu Miniaturflaschen und Zauberei…kurzum, es gibt eigentlich nichts, das es nicht gibt. Bei so viel Auswahl fällt die Entscheidung schwer, welches man wirklich besuchen sollte und welches man auch mal auslassen könnte. Diese fünf sollten aber definitv auf keiner To-Do Liste fehlen!

1. Norwegisches Freilichtmuseum (Norsk Folkemuseum)

© Josephina Richardt

155 Wohnhäuser, Gehöfte und Kirchen aus vergangenen Jahrhunderten bis hin zur Moderne tummeln sich hier auf weitläufigem Gelände. Schulhäuser, 50er Jahre Wohnungen, ein historisches Postamt, eine Tankstelle und ein alter Krämerladen lassen einen direkt in vergangene Zeiten eintauchen. Als Besucher spaziert man durch diese kleine „Stadt“, kann einige der originalgetreu eingerichteten Gebäude betreten und wird so Teil der Vergangenheit.

Außerdem gibt es extra Museen inmitten der Häuser welche die traditionelle Raumausstattung der Norweger zeigen. Im Sommer finden zahlreiche Aktivitäten wie Volkstanz, Musik und Kutschfahrten statt. Ein einmaliges Flair, das Nostalgie hervorruft.

 

2. Fram Museum

© Josephina Richardt

Das Fram Museum ist bekannt als das beste Museum Norwegens. Es widmet sich der Geschichte der norwegischen Polarforschungsreisen, allen voran den drei Fram-Expeditionen unter Fridjof Nansen (1893-1896), Otto Sverdrup (1898-1902) und Roald Amundsen (1910-1912). Die Fram gilt als das stärkste Schiff der Welt und ist jenes, welches am weitesten sowohl in den Norden als auch in den Süden vorgedrungen ist.

Die Fram ist im Original mitsamt Einrichtung ausgestellt. Besuchern ist es möglich das Schiff zu betreten und selbst unter Deck zu gehen, um das Innere des Schiffes und die privaten Räume der Besatzung zu erforschen. Rund um das Schiff befindet sich die polarhistorische Ausstellung. Das Museum bietet viele Möglichkeiten der Interaktion.

© Josephina Richardt

So kann man sich in einer Arktissimulation selbst in die eisige Kälte begeben oder seine Kräfte beim Ziehen des 300 Kilo schweren Gepäcks der Erforscher messen. Das Fram Museum bedeutet nicht bloß gucken, sondern machen und wird damit zum Erlebnis.

Ein spannender Einführungsfilm in einem der „Kinosäle“ im Inneren des Museums erzählt in ausdrucksstarken Bildern ihre Geschichte und gibt Auskunft über weitere wichtige Expeditionen, die ebenfalls Thema des Museums sind.

 

3. Kon-Tiki-Museum

© Josephina Richardt

1947 segelte der Norweger Thor Heyerdahl von Lima aus über den Pazifik und landete 101 Tage später vor Raroia. Heyerdahl wollte beweisen, dass die Besiedlung Polynesiens von Südamerika aus schon vor der Zeit der Inka möglich war. Zusammen mit fünf anderen Männern, die alle ebenso wenig Ahnung von der Seefahrt hatten wie er, und einem Papagei wagte er sich auf dem extra dafür angefertigten Floß mit Namen „Kon-Tiki“ aufs Meer hinaus. Im, dieser Expedition gewidmeten, Museum befindet sich das Original-Floß sowie originale Ausstattungsgegenstände der Expedition.

 

Daneben befindet sich eine Osterinsel Ausstellung mit der 10 Meter hohen Kopie einer Statue der Osterinsel. Auch hier haben Besucher die Möglichkeit, sich zunächst einen 10-minütigen Einführungsfilm über die Expedition anzusehen. Alle drei Museen befinden sich auf der Museumsinsel Bygdøy.

 

4. Nationalgalerie

© Josephina Richardt

© Josephina Richardt

Die Nationalgalerie in Oslo beherbergt die größte Kunstsammlung Norwegens. Am besten wird der Rundgang im oberen Stockwerk gestartet, so kann man sich die Werke von vergangenen Epochen bis zur heutigen Zeit in chronologischer Reihenfolge ansehen. Die Galerie hat allseits bekannte Exponate wie etwa den Schrei von Edvard Munch oder Arbeiten von Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Jackson Pollock ausgestellt. Donnerstags ist der Eintritt frei. Gleich gegenüber befindet sich das historische Museum.

 

5. Skimuseum am Holmenkollen

© Josephina Richardt

Das Skimuseum ist das älteste seiner Art weltweit und befindet sich an der berühmten Skisprungschanze Holmenkollen. Es erzählt die 4000-jährige Geschichte des Skilaufens in Bildern, Filmen und Exponaten. Vom Schanzenturm lässt sich eine herrliche Aussicht über Oslo genießen und ab Mitte April können dank des Skisimulators nicht nur die Profis einen Sprung von der Schanze wagen. Das Museum bietet Experimentierfreudigen außerdem die Gelegenheit allerhand selbst zu testen und bereitet seinen Besuchern somit ebenfalls ein interaktives Erleben.

 

Josephina Richardt

 

 

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