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Die Stadt auf sieben Hügeln

Lissabon erleben

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Die Tram 28 am Martim Moniz.

Historische Gebäude, antike Straßenbahnen. Putz, der von den Fassaden abblättert. Dann hochmoderne Bauten, knallbunte Streetart. In Lissabon heißt es: Antike trifft Moderne. Die Hauptstadt Portugals wird ihrem Ruf als altes Museum längst nicht mehr gerecht und hat eine Menge zu bieten.

Sehenswürdigkeiten, wohin das Auge reicht. In Lissabon kommt man praktisch aus dem Staunen nicht mehr heraus. Deswegen sollte man sich ein paar Tage Zeit nehmen, um die Stadt auf den sieben Hügeln gründlich erkunden zu können. Es bietet sich an, sich als Tourist die sogenannte Lisboa Card zuzulegen, mit der man das gesamte Metronetz sowie einige Busse und Züge nutzen kann. Abgesehen von den Verkehrsmitteln gewährt die Karte bei vielen Sehenswürdigkeiten reduzierten oder freien Eintritt.

Die Retro-Bahn 28

So kann man auf eine Rundreise mit der berühmten Tram 28 gehen, die vom Platz Martim Moniz startet und durch das malerische Stadtviertel Alfama bis hin zu der Burg Castelo de São Jorge fährt. Dabei ist zu beachten, dass es zwei Tram-Linien 28 gibt; wenn man die lange Tour mit der antiken Straßenbahn fahren möchte, unbedingt auf die Endhaltestellen achten, die auf den Schildern der Trams stehen. Ebenso muss man sich auf längere Wartezeiten einstellen, da eine Rundfahrt mit der Retro-Bahn längst kein Geheimtipp mehr ist.

Ein 100 Jahre alter Aufzug

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Aussicht von der Plattform mit Blick auf das Castelo de São Jorge.

Rote Dächer, weiße Gemäuer, die Burg auf einem waldbedeckten Hügel. Dies bekommt man zu sehen, wenn man den Aufzug von Santa Justa nimmt. Der antike Personenaufzug ist schon seit über hundert Jahren in Betrieb und bietet von seiner Aussichtsplattform eine tolle Sicht auf die Stadt.

Lissabons Hauptbahnhof Oriente ist sehr imposant. Das Gebäude ist Teil eines neuen Projekts und sehr modern und einladend gestaltet. Neben vielen Shoppingmöglichkeiten bietet die Bahnhofsumgebung auch einen sehr schönen Weg am Rio Tejo entlang zum Oceanário de Lisboa, dem größten Ozeanarium Europas und dem zweitgrößten der Welt. Wer keine Lust hat zu laufen, kann auch die Seilbahn nutzen, die an dem Flussweg entlang zum Ozeanarium führt. Die Expo 1998 liefert den Grund für diese Modernisierungen, die seitdem fortwährend stattfinden. So kann man eindrucksvoll angelegte Grünflächen und einen großen „Regenvorhang“ entdecken.

Wer Lust auf Meer hat, der kommt vom Bahnhof Cais do Sodré mit dem Zug innerhalb von 25 Minuten nach Cascais, wo es schöne und beliebte Sandstrände gibt. Mit dem Zug fährt man am Rio Tejo entlang, der schließlich in den Atlantik mündet.

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Seilbahn und Fußgängerallee entlang des Rio Tejo.

Die besten Pastéis de Nata

Wenn man sich in dem Zug Richtung Cascais befindet, sollte man die Gelegenheit nutzen und nur wenige Haltestellen von Cais do Sodré entfernt, in Belém aussteigen. Dort bekommt man in einem kleinen Laden die besten Pastéis de Nata Lissabons. Diese kleinen Puddingtörtchen haben ihren Ursprung in Belém und sind nicht mehr aus Portugal wegzudenken. Eine weitere Sehenswürdigkeit bietet der Torre de Belém, der mitten auf dem Wasser steht.

Mit der Fähre kommt man über den Rio Tejo nach Cacilhas. Dort kann man einen weiteren Aufzug nutzen, um die eindrucksvolle Jesus-Statue zu besichtigen. Außerdem findet man dort schöne Restaurants direkt am Wasser, die zu einem Abendessen bei Sonnenuntergang einladen.

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Sonne, Meer und Strand in Cascais.

Knoblauch, Oliven und Brot

Die portugiesische Küche ist deftig, das Fleisch durchgekocht, oftmals in einer Art Knoblauchbrühe. Der Knoblauch scheint generell typisch für die portugiesische Küche zu sein. So bekommt man auch Meeresfrüchte-Gerichte mit nicht viel mehr als der scharfen Knolle angemacht. Dazu gibt es Oliven und Brot. Diese sind nicht im Preis inbegriffen; erst wenn man zugreift, werden sie berechnet, ansonsten werden sie einfach wieder vom Tisch geräumt. Wer nach dem Schlemmen ein schlechtes Gewissen bekommen sollte, der kann sich dieses an Sportstationen im Freien wieder abtrainieren. Sie sind an vielen Orten, zum Beispiel rund um die Universität, zu finden.

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Torre de Belém

In Lissabon herrschen das ganze Jahr milde, mediterrane Temperaturen, demnach ist die Stadt ganzjährig ein ideales Urlaubsziel. Wer die Stadt jedoch nicht nur als Tourist erleben und für eine Weile dort wohnen möchte, der sollte sich über die Erasmus-Programme der Münchner Unis informieren, um an Lissabons Universitäten zu studieren.

Julia Hoffmann

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