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Er fragt – Sie fragt

Er fragt Sie – Was darf Er auf keinen Fall studieren oder arbeiten?

Unsere beiden Autoren eint ein Wunsch: Das andere Geschlecht zu verstehen. “Schnurzelburzel” und “Honigmäulchen” stellen sich in dieser unikaten Serie regelmäßig Fragen, deren Antworten die Gemütslagen, Vorstellungen und Gedankengänge des anderen Geschlechts erhellen sollen. Diese Woche:

Welches Studium und welche Arbeit darf selbst der ansonsten perfekte Traummann nicht haben?

Lieber Schnurzelburzel,

Na ob du die Frage noch rechtzeitig stellst? Das Semester beginnt ja schon in einer Woche, meinst du dir bleibt da überhaupt noch genug Zeit, um notfalls zu wechseln!? Du hast natürlich Recht mit deiner Annahme, dass das Studium unseres Partners für uns doch ein gewisses…naja, nennen wir es „Auswahlkriterium“, darstellen kann. Aber kannst du dir die Antwort nicht schon denken?

Für jeden Topf den passenden…Gabel?!

Eigentlich ist es ganz einfach und nicht anders als in jeder anderen Frage zur theoretischen Partnerwahl. Natürlich würden dir viele Frauen sagen, sie finden Sportstudenten attraktiver als Physiker und Müllmänner haben weniger Chancen als Anwälte. Viele finden grade die Leute aus dem eigenen Studiengang ganz unerträglich und wollen zumindest in ihrer Beziehung etwas Abwechslung, während andere sich nur unter Gleichgesinnten wohlfühlen. Aber so pauschal lässt sich nicht sagen, „Ein Anglistikstudent hat gute Karten aber mit nem BWLer gehe ich sicher keinen Kaffee trinken.“ Am Ende kommt es doch nur darauf an, dass es „Klick“ macht! Und wenn man sich nur mal die Zeit nimmt und sich in der nächsten Vorlesung umsieht, wird einem auffallen, dass es völlig unmöglich ist, all diese Menschen in eine Schublade zu stecken.

 

Was definiert denn, wer wir sind?

Keiner von uns ist nur ein Student seines Faches. Es ist lediglich eine Entscheidung, die wir getroffen haben (und bei vielen ist auch diese eher kurzfristig und keineswegs gleichbedeutend mit dem in Stein gemeißelten endgültigen unabänderlichen Lebensweg). Natürlich sind einige Kombination schwierig: ein Mediziner und ein Student der katholischen Theologie könnten genauso Spannungen erfahren wie ein Mathematiker und eine Musikwissenschaftlerin. Aber macht grade diese Spannung nicht in vielen Beziehungen den Reiz aus? Ist es nicht die Tatsache, dass dein Partner dir nicht nur zur Seite steht und zuhört sondern dir auch mal Kontra gibt und dir etwas erzählt, dass du nicht wusstest und mit dem du dich noch nie beschäftigt hast? Ich sage nicht, dass es nicht Frauen (wie Männer!) gibt, die sagen „Also ein ___-Student wäre nichts für mich.“ Aber lass uns abwarten, wie sich die Geschichte wandelt: eines Tages dreht sie sich um und da steht er: nicht der ___-Student, sondern der mit den tollen braunen Augen, in den sie sich direkt verguckt ohne auf die (ansonsten doch so naheliegende) Idee zu kommen, ihn erstmal nach seinem Studium und Berufsziel zu befragen.

Also abschließend: Vielleicht haben wir bei einigen Fächern Vorurteile aber es gibt kein Fach und keinen Beruf, der tatsächlich garantiert, dass wir unser Herz nicht doch verlieren.

In Liebe,

dein Honigmäulchen

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