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Eine Woche in den Hamptons

Viel mehr als gigantische Villen und teure Autos

Endlose Sandstrände: Flying Point Beach in Southampton © Tonja Dingerdissen

Endlose Sandstrände: Flying Point Beach in Southampton © Tonja Dingerdissen

Long Island oder umgangssprachlich die Hamptons sind den Meisten ein Begriff aber nur für wenige ein wirkliches Urlaubsziel. Nur eineinhalb Stunden von New York entfernt, beherbergt Long Island vor allem die Sommer- und Wochenenddomizile der Besserverdienenden, nur sehr selten findet man Hotels und Ferienhäuser. Durch einen Bekannten hatte ich die Chance, die Insel über einen kurzen Zeitraum zu erkunden und mein Fazit…kommt am Ende!

Direkt nach der Ankunft in Bridgehampton fällt eines auf: man braucht unbedingt ein Auto, um hier von A nach B zu kommen. Die meisten Häuser liegen versteckt in den Wäldern oder an abgelegenen Strandabschnitten, Busse fahren nur zwischen den großen Orten und zu Fuß ist man schon mal gut und gerne eine Stunde unterwegs (und bei vielen der Villen ist selbst die Auffahrt so lang, dass sich ein Auto lohnt).

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Auch Pferde dürfen hier nicht fehlen: Hampton Classics © Tonja Dingerdissen

Von den größeren Orten sind Bridgehampton, Easthampton, Southampton, Sag Harbor und Montauk wohl die bekanntesten. Sie alle verbindet die Route 27, an deren Strassenrand viel frisches Obst und Gemüse angeboten wird – was auch gut ist, denn hier ist eigentlich immer Stau, da es die einzig durchgehende Strasse ist. Die Straßen sind abwechselnd gesäumt von großen Villen, Weingütern, Maisfeldern und Gestüten.
Ein besonderes Highlight sind die Hampton Classics, ein großes Gelände  etwas abseits der Hauptstraße wird über ein paar Wochen zum Schauplatz von Turnieren, Ausstellern und Trägerinnen von großen Hüten.

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Eines der populärsten Weingüter der Hamptons: Wölffer Estate © Tonja Dingerdissen

Während Bridgehampton und Easthampton dem Besucher nur ein paar wenige Läden bieten, um sich mit dem Nötigen zu versorgen, einige Boutiquen und Cafés, ermöglicht Southampton seinen Gästen ausgedehnte Shoppingtouren in idyllischster Atmosphäre. Es reiht sich ein schönes Haus an das andere, die Strassen sind breit und sauber, die Menschen sind freundlich und entspannt: ob man nur die Straßen entlang flaniert und die schönen außergewöhnlichen Autos bewundert oder sich eine Maniküre und einen Smoothie gönnt, in Southampton kann man sich fast gar nicht nicht wohl fühlen.

 

Auch Sag Harbor wartet mit vielen Geschäften und Cafés auf,

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Idealer Picknickplatz: Sag Harbor © Tonja Dingerdissen

jedoch lebt die Stadt vor allem, wie der Name schon sagt, von ihrem wunderschönen Hafen (und den dort vor Anker gehenden Yachten). Man kann hier ganz wunderbar die Seele baumeln lassen, wenn man mit einem Lachsbagel am Hafen sitzt und Schiffe schaut.
Dagegen ist Montauk mehr etwas für die Abenteuerlustigen: hier lassen sich nicht nur unglaubliche Wellen und Surfer bewundern, sondern hin und wieder auch Haie und Delfine! Die indianische Vergangenheit der Gegend lässt sich überall spüren und gibt dem Ort ein ganz besonderes Flair. Vom Montauk Lighthouse (das unter anderem Steven Spielberg zu seinen Unterstützern zählt) hat man einen unglaublichen Blick auf „The End“, wie der Ort von vielen genannt wird, da es die Spitze von Long Island bildet.

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Der Ausblick ist unbezahlbar, der Eintritt kostet 8 $: Lighthouse in Montauk © Tonja Dingerdissen

Und zum Schluss mein persönlicher Geheimtipp: nur eine kurze Fahrt von Sag Harbor entfernt, liegt der Ort North Haven. Von dort setzt eine Fähre nach Shelter Island über, die wenig kostet und nur ein paar Minuten braucht, aber Vorsicht: abends bildet sich eine lange Schlange von Autos, vor dem Anleger. Warum? Weil es auf Shelter Island den wohl romantischsten Sonnenuntergang zu sehen gibt! An der Sunset Beach Bar lässt sich bei einem Cocktail  auf unvergleichlich filmreif-romantische Art und Weise beobachten, wie die Sonne ganz langsam die Welt in rotes Licht taucht, ehe sie im Meer versinkt…

 

Das Fazit ist dementsprechend simpel: die Hamptons sind auf jeden Fall einen Besuch/Tagesausflug von New York aus wert und sei es nur für diesen Sonnenuntergang!

Tonja Dingerdissen

 

 

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