Wir schreiben München – schreibt mit!

Er fragt – Sie fragt

Sie fragt Ihn – Zukunft

Unsere beiden Autoren eint ein Wunsch: Das andere Geschlecht zu verstehen. “Schnurzelburzel” und “Honigmäulchen” stellen sich in dieser unikaten Serie regelmäßig Fragen, deren Antworten die Gemütslagen, Vorstellungen und Gedankengänge des anderen Geschlechts erhellen sollen. Diese Woche:

Redet ihr offen über Zukunftsängste?

Liebes Honigmäulchen,

Na heute gehen wir aber mal in die richtig grundsätzlichen Themen, oder? Zukunftsängste, wahrscheinlich hat sie jeder, reden will man aber trotzdem nicht darüber. Zumindest meistens würde ich sagen. Denn ich denke abgesehen von ein paar „lonesome cowboys“ redet sicher jeder mit der einen oder anderen Person mal darüber. Die Frage ist nur, mit wem?

Variante 1: Die Familie

Gerade wenn man jünger ist die offensichtlichste Variante, später dann mal die abwegigste und irgendwann hoffentlich wieder eine wahrscheinliche. Die Frage ist, ob Männer dabei eher mit ihrer Mutter/Oma reden oder mit dem Vater. Ich glaube auch das ändert sich, aber vielleicht gibt es eine gewisse Phase um das Alter unserer 20iger herum, in der es wohl manchmal näher liegt, mit dem Vater über sowas zu reden. Der war ja schließlich mal in genau der gleichen Situation, oder? Hatte schräge Freundinnen, Dramen, kein Geld etc. und irgendwie ist es zumeist eine andere Art der Kommunikation. Schwierig zu erklären, aber ich glaube die Vater-Sohn-Beziehung ist im besten Fall eine besondere, in der auch solche Gespräche geführt werden können.

Variante 2: Freunde

Die zweiten auf der Liste sind natürlich die Freunde. Aber hier schließen sich manche schon von vornherein aus. Jeder kennt das, es gibt ganz verschiedene Arten von Freundschaft und nur mit wenigen kann man die wirklich fundamentalen Gesprächen führen. Also nicht die „Im Suff redet es sich am besten über Tiefgründiges“-Gespräche, sondern die wirklich ernsthaften. Und ich glaube, hier sind Männer und Frauen gleich: jeder hat hoffentlich ein paar Leute, mit denen er über seine Zukunft reden kann und die ihm in diesen Momenten Ratgeber sind.

Variante 3: Die Freundin

Natürlich hast du dich schon gefragt, liebes Honigmäulchen, wann in dieser Aufzählung endlich die wichtigste Person vorkommt, du! Dass du zuletzt stehst, liegt nicht daran, dass ich dich weniger mag als meine Familie oder Freunde, sondern einfach daran, dass die Aufzählung chronologisch ist, erst hatte ich Familie und Freunde und irgendwann dann dich. Also kein Grund zu falscher Besorgnis!

Und natürlich ist meine Freundin ab einem bestimmten Punkt im Leben die absolut wahrscheinlichste Variante. Denn jeder, der über eine lockere Beziehung hinaus ist und tatsächlich eine ernsthafte Verbindung mit einem anderen Menschen eingehen möchte, muss sich ja automatisch mit der Zukunft beschäftigen. Schließlich bist du ja vielleicht Teil davon?

Zuletzt

Ich glaube, am Ende ist es eine Mischung aus allen drei Varianten, jede hat ihre Vor- und Nachteile. Aber insgesamt kann ich dir auf jeden Fall versichern, auch wir reden über Zukunftsängste und sei es auch manchmal noch so schwer einzugestehen, dass wir sie haben.

In Liebe,

dein Schnurzelburzel

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.