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Er fragt – Sie fragt

Er fragt Sie – Kofferpacken

Unsere beiden Autoren eint ein Wunsch: Das andere Geschlecht zu verstehen. “Schnurzelburzel” und “Honigmäulchen” stellen sich in dieser unikaten Serie regelmäßig Fragen, deren Antworten die Gemütslagen, Vorstellungen und Gedankengänge des anderen Geschlechts erhellen sollen. Diese Woche:

Muss wirklich so viel Urlaubsgepäck mit?

Lieber Schnurzelburzel,

das nennst du viel? Mir schwante deine Einschätzung schon, als du gefragt hast, ob uns denn nicht ein Koffer gemeinsam für die 7-Tage-Städtereise reichen würde. Ein einziger Koffer, bist du verrückt? Hast du schon mal daran gedacht, dass wir nicht nur sieben Tage Sonnenschein und heißes Wetter haben könnten? Was wäre wenn es auf einmal aus allen Eimern schüttet, was soll ich dann mit meinen offenen Schuhen und Sommerkleidchen tun? Was ist wenn es auf einmal -10 Grad hat? Von wem soll ich mir dann einen Pulli leihen, wenn du deinen daheim lässt, weil kein Platz mehr im Koffer ist? Was ist, wenn ich beim Spaziergang durch die Touristen-Hölle doch mal stolpere und eine Wunde habe? Willst du dann wirklich, dass ich sie nicht desinfizieren kann und am Ende an einer Blutvergiftung sterbe? Ich habe das Gefühl du kannst nicht wirklich vorausdenken!

Vorbereitung ist alles!

Spaß beiseite, ganz so schlimm stellen wir uns unseren Urlaub nun auch nicht vor. Aber man ist halt gerne vorbereitet, falls eine dieser Eventualitäten dann doch eintritt. Auch wenn wir uns in einer europäischen Metropole befinden und nicht im australischen Outback. Wir wissen es nämlich noch besser als ihr: Wenn unser Wohlbefinden einen Knacks hat, ist der Urlaub schnell gelaufen. Dabei seid ihr doch die Letzten, die mit einem solchen Nervenbündel dann noch durch die Straßen laufen wollen – zumindest wenn ihr einer Gefühlsexplosion aus dem Weg gehen möchtet.

Wir fluchen innerlich schon über die begrenzte Füllmenge des einen Koffers, den wir mitnehmen wollen. Kann ja sein, dass man auf einmal Abendgarderobe braucht? Vielleicht überrascht ihr uns mit einem romantischen Candle-Light-Dinner in einem der besten Restaurants der Stadt? Was sollen wir denn dann mit unseren Strandklamotten anfangen? Wir rechnen mit dem Unberechenbaren – und sind am Ende aber dennoch nicht perfekt vorbereitet. Wer hätte denn in dem ganzen Pack-Stress noch an das Ladekabel fürs Handy gedacht? Naja, du siehst schon, es ist kompliziert…

Ach, so schwer ist er doch gar nicht?

Aber ganz ehrlich, lieber Schnurzelburzel, dich betrifft es ja nicht. Du musst den Koffer nur vom Flieger ins Hotel tragen. Eventuell auch noch die Treppe hoch. Ja, und dann noch die Tasche, wenn sie uns beim Stadtbummel zu schwer wird. Vielleicht wiederholt sich das Ganze auch beim Rückweg noch mal. Gut, eventuell wird es am Ende ein Gepäckstück mehr, weil wir mal wieder zu viel gekauft haben. Aber das ist doch nicht zu viel verlangt – oder?

In Liebe,

dein Honigmäulchen

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