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Piraten des 21. Jahrhunderts

Rafting auf der Isar mit den Sport-Piraten

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Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt, die ist schön! (c) Sport-Piraten GmbH

Eine Freundin erzählte mir, dass sie ihren Geburtstag dieses Jahr nicht groß feiern würde, sondern lieber etwas Besonderes machen möchte. Als sie mir auf die Frage, was ihr denn da vorschwebe, vom Isar-Rafting erzählte, war ich erst mal überrascht: Ist Rafting nicht sehr teuer und anstrengend? Braucht man dafür nicht wilde Flüsse mit starken Strömungen und Wasserfällen? Nein, braucht man nicht! Und für eine Gruppe von Leuten, die alle noch keine Erfahrung mit Rafting haben, ist die Isar ideal: Sie ist nicht zu wild, aber bietet doch genug Stellen, die einen guten ersten Eindruck des Sports vermitteln können. Nur eine knappe Stunde von München entfernt fließt die Isar in einer Breite und Geschwindigkeit an Bad Tölz vorbei, die es dem Veranstalter „Sport-Piraten“ ermöglicht, hier Rafting-Touren anzubieten.
 

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(c) Sport-Piraten GmbH

Auf einem Parkplatz direkt am Fluss treffen wir unseren Guide: Er hat ein Auto voller Neoprenanzüge, Paddel und Helme dabei, daneben liegt ein großes Schlauchboot. Man begrüßt sich und beklagt kurz das kaltnasse Wetter. Dann werden wir mit Anzügen, Schuhen, Westen und Paddeln ausgestattet. Fertig umgezogen stört uns der stete Regen schon kaum mehr. Wir werden in ein Großraumtaxi geladen und zu unserem Startpunkt weiter flussaufwärts gefahren. Anschließend lernen wir unter leicht nervösem Gelächter die wichtigsten Kommandos und ihre Ausführung: Vorwärts und rückwarts rudern, das Gewicht nach rechts oder links verteilen und ganz wichtig: „Alle ins Boot“, oder auch: Ducken, wenn ein Ast kommt!

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Einführung am sicheren Ufer (c) Sport-Piraten GmbH

Dann geht es los: Wir nehmen das Boot in unsere Mitte, waten in das eiskalte Isarwasser und steigen einer nach dem anderen ein. Nun gleiten, rasen und hüpfen wir für gute zweieinhalb Stunden über die Isar. Die ersten Wellen und Strömungen werden mit aufgeregtem Geschrei begrüßt, aber später fühlen wir uns so wohl, dass sich einige sogar freiwillig ins Wasser trauen. Unser Guide passt dabei auf, dass wir mit dem Boot die besten Stellen erwischen, nicht (oft) in die Büsche am Ufer fahren und nicht auf Steine auflaufen und sagt uns Bescheid, an welchen Stellen wir ins Wasser können. Vor allem sorgt er aber dafür, dass keine Langeweile aufkommt: Er gibt uns den Hinweis auf eine Liane, die es mit einem kühnen Sprung aus dem Boot zu erwischen gilt und bringt uns ein Vertrauensspiel bei, bei dem alle Insassen des Boots sich an den Händen nehmen, auf den Rand des Boots steigen und sich zurücklehnen. Bei uns landete zwar die Hälfte im Wasser, aber ein Riesenspaß war es dennoch!

Als wir am Ende das Boot auf Höhe des Parkplatzes ans Ufer ziehen, sind wir zerzaust, nass und spüren unsere Hände nicht mehr – aber wir haben auch alle ein breites Grinsen im Gesicht. Auf dem Rückweg nach München ebbt das muntere Stimmengewirr und Gelächter langsam ab, uns fallen allen nach und nach die Augen zu. Wir sind ziemlich k.o. – schwimmen, lachen und rudern ist doch ganz schön anstrengend.

Tonja Dingerdissen

 

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