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Singen macht glücklich

Eine regelmäßige Portion gute Laune, bitte!

Wer kennt das nicht? Kaum beginnt man langsam zu realisieren, dass das neue Semester angefangen hat, jagt schon wieder ein Referat oder Übungsblatt das nächste, Hausarbeitsthemen warten darauf, geboren zu werden, und die Klausurtermine rücken täglich ein wenig näher. Dass man sich dabei manchmal gestresst, müde und ausgelaugt fühlt, ist ganz normal. Diese Momente der Schwäche und Unzufriedenheit hat jeder. Umso wichtiger ist es, neben der Uni einen Ausgleich zu haben, ein Hobby, das motiviert und neue Kraft für den Alltag schenkt. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Chor? Denn singen macht bewiesenermaßen glücklich.

„Musik wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“ (Berthold Auerbach)

Schlechte Laune, Handy raus, Kopfhörer über die Ohren, Lieblingsmusik an, Lautstärke rauf und langsam steigt die Laune wieder – Musik hören ist uns allen ein bekanntes und gern angewandtes Heilmittel, wenn es darum geht, die eigene Stimmung aufzuhellen. Doch was die Wirkung der Klänge angeht, so macht es einen bedeutenden Unterschied, ob wir sie selbst erzeugen oder ihnen lediglich passiv lauschen. Dies gilt in der Forschung inzwischen als bestätigt.

 

Gesang ist ein wahres Wundermittel - er macht uns fröhlicher, gesünder und klüger.

Gesang ist ein wahres Wundermittel – er macht uns fröhlicher, gesünder und klüger.

Was beim Singen mit unserem Körper passiert

Singen stärkt Körper und Geist. Schon nach wenigen Singminuten strömt unser Atem stärker und tiefer und die Produktion des Hormons Oxytocin wird angeregt. Dieses geht in unserem Gehirn eine Wechselwirkung mit dem Botenstoff Serotonin ein, der für unser Wohlbefinden verantwortlich ist. Gleichzeitig bilden sich jene Hormone zurück, die uns aggressiv und stressanfällig machen, sodass wir insgesamt entspannter und lebensfroher werden. Doch nicht nur das. Wer regelmäßig singt, tut auch seinem Immunsystem etwas Gutes. Durch Gesang stocken wir unsere körpereigene Gesundheitsarmee an Immunglobulin A auf, sodass Krankheitserreger noch schneller und effektiver erkannt und abgewehrt werden können. Nicht zuletzt profitiert auch unser Gehirn von regelmäßigem Gesang. Synapsen vernetzen sich untereinander neu und immer differenzierter, was uns mental leistungsfähiger und, ja, auch ein wenig klüger macht.

Faule Ausreden zählen nicht mehr

Wer singen will, findet immer ein Lied – so lautet ein schwedisches Sprichwort. Und genau so ist es auch. Die passende Gelegenheit zum Singen ergibt sich immer und die positive Wirkung von Gesang entfaltet sich auch dann, wenn mal ein paar schiefe Töne dabei sein sollten. „Ich kann nicht singen“ zählt also nicht mehr als Ausrede. Sei es auf einem Konzert, im Fußballstadion, mit Freunden am Lagerfeuer oder auch unter der Dusche – singen tut gut und ist immer und überall erlaubt.

„Das Glück ist das einzige das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ (Albert Schweitzer)

Ganz diesem Leitspruch folgend schweißen gemeinschaftliche Singerlebnisse zusammen. Und so fiebere ich stets schon zu Wochenbeginn meiner wöchentlichen Chorprobe am Donnerstag entgegen. Ich freue mich darauf, feststellen zu können, wie wir von Woche zu Woche besser werden und sich langsam herauskristallisiert, wie die Stücke eigentlich klingen sollten. Ich beobachte amüsiert, wie mit Heranrücken des Konzerttermins wir Sänger zunehmend entspannter und optimistischer werden, während unser Chorleiter immer hibbeliger wird und seine Nervositätsschweißflecken immer größer. Ich freue mich auf meine Mitsänger, die regelmäßigen Stammtische, die chaotischen Probewochenenden und natürlich immer wieder auf das Konzert am Ende des Semesters. Im Chor hole ich mir regelmäßig eine große Portion gute Laune ab!

Jeder Chor setzt andere musikalische Schwerpunkte. Ein Blick auf die letzten Konzertstücke kann sich lohnen. (c) M. Babl

Jeder Chor setzt andere musikalische Schwerpunkte. Ein Blick auf das Repertoire der letzten Konzerte kann sich lohnen. (c) M. Babl

Wollt auch ihr euer Glück in einem Chor suchen und finden? Dann klickt euch doch einfach mal durch das vielfältige Chorangebot Münchens – da ist für jeden Musikgeschmack und jede Niveaustufe das Passende dabei. Also, auf die Plätze, fertig, losgesungen!

 

Marina Babl

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