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All I want is…

…Mariah Carey

Ist schon wieder Weihnachten? Nein, trotzdem wird Mariah Carey momentan am laufenden Band gehört, zumindest bei ihren Fans oder, wie die Sängerin sie nennt, ihren „lambs“. Nach 13 Jahren ist Mariah Carey nämlich endlich wieder in Europa und zwar mit ihrer „Sweet Sweet Fantasy“-Tour. Natürlich wollte auch ich mir die Show nicht entgehen lassen und sicherte mir ein Ticket für ihr Konzert in der Olympiahalle.

Als treuer Fan höre ich Mariah Carey immer noch gerne, auch wenn die 90er schon längst vorbei sind. Trotzdem habe ich mich gefragt, ob ihre Stimme denn wirklich noch so gut ist wie früher. Ihr Markenzeichen ist schließlich ihre Stimme, die übrigens ganze fünf Oktaven umfasst. Um so erschreckender war es, als sie vor zwei Jahren ihren berühmten Weihnachtssong „All I want for Christmas“ vor dem Rockefeller Center in New York sang und mit den hohen Tönen schwer zu kämpfen hatte. War es fehlende Übung? Bloße Inszenierung? Oder hatte die Musik-Legende tatsächlich ihre Stimme „verloren“? Aber echte „lambs“ lassen sich natürlich nicht so schnell von bösen Schlagzeilen abschrecken.

Nach 13 Jahren wieder in Europa auf Tour.

Nach 13 Jahren wieder in Europa auf Tour. Foto: PGM

Ich war also mehr als gespannt darauf, was mich auf dem Konzert erwartete. Nachdem sie ihre Fans lange genug warten ließ (ganz diva-like), kam sie endlich herein gelaufen, oder besser gesagt getragen: Auf einer Sänfte liegend wurde sie in einem glitzerndem Body und mit langer Wellenmähne von durchtrainierten Tänzern auf die Bühne gebracht. Sirenen erklangen und sie eröffnete das Konzert mit ihrem Song „Sweet Fantasy“. Nach so einem dramatischen Auftritt müsste spätestens jetzt jeder Zuschauer bemerkt haben, dass Mariah Carey endlich auf der Bühne steht und es nicht nur eine „Sweet Fantasy“ ist. Zu meiner Erleichterung hat ihre Stimme auch nicht im geringsten an Qualität verloren, selbst die hohen Töne trifft sie wie eh und je. Besonders schön war das Lied „Always be my baby“, welches sie ihren Zwillingen widmete – im Hintergrund wurden sogar Bilder von ihnen präsentiert. Aber auch der Song „When you believe“, bei dem ihre verstorbene Duett-Partnerin Whitney Houston auf der Leinwand gezeigt wurde, erhielt viel Jubel vom Publikum. Selbst die ein oder andere Tanzeinlage war dabei, begleitet von ihren Background-Tänzern, wie zum Beispiel bei „Touch my body“. Der absolute Glanzpunkt der Show war aber ihre Ballade „Hero“.

Mariah Carey's Markenzeichen: Ihre einzigartige Stimme.

Mariah Careys Markenzeichen: Ihre einzigartige Stimme. Foto: PGM

Klar, Mariah Carey ist in Sachen Performance keine Beyoncé oder Jennifer Lopez. Auch wenn es häufig an Kritik nur so hagelt, interessieren sich ihre Fans wenig für ihre Figurprobleme oder Schönheitsoperationen. Was wirklich zählt ist ihre Musik und ihre einzigartige Stimme, mit der sie bis heute noch überzeugt und ihrem Image als Ikone gerecht wird. Denn mit 18 Nummer-Eins-Hits und zahlreichen Auszeichnungen gehört Mariah Carey zu den erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten und wird es für ihre „lambs“ auch immer bleiben. Denn: All we want is Mariah Carey!

Aida Yohannes

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