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Café Luitpold

Das Café Luitpold – Überraschung geglückt!

Darf‘s mal was anderes sein? Das Café Luitpold gilt nicht unbedingt als das typische Studentencafé, ist aber definitiv einen Besuch wert. Gerade auch wenn man was zu feiern hat, wie abgeschlossene Prüfungen, die Liebe oder einfach das Leben, ist ein Besuch hier wirklich ein Hochgenuss!

Kleiner Brotkorb mit Tomatenbutter und Ziegenfrischkäse mit Aprikosen (c) Dominik Meixner

Kleiner Brotkorb mit Tomatenbutter und Ziegenfrischkäse mit Aprikosen (c) Dominik Meixner

Lecker: ★ ★ ★ ★ ★

Noch vor der Vorspeise kommt ein kleiner Brotkorb mit Tomatenbutter (unverschämt lecker) und Ziegenfrischkäse mit Aprikosen. Der reicht locker als Vorspeise aus, da von diesem kleinen Gruß aus der Küche reichlich serviert wird. Zur Hauptspeise kann man zwischen Fleisch- und Fischgerichten, wie Lachs mit Bergkäse – Speck – Tagliatelle (sehr zu empfehlen; € 17,50), sowie Luitpold-Klassikern wie zum Beispiel Penne Arrabiata (€11,90) wählen. Außerdem gibt es eine ständig wechselnde Wochenkarte, wo Leckereien wie ein perfekt gegarter Kalbsrücken (€17,50) oder Breznknödelcarpaccio mit Weißbieressig (€10,90) zu finden sind. Die Gerichte der Wochenkarte lassen sich in der Mittagszeit für nur fünf Euro mehr zu einem kompletten Menü mit Vorspeise und Dessert erweitern. Außerdem gibt es preiswerte Flammkuchen (ab €8,50). Das Café Luitpold bietet ausgefallene und unglaublich leckere regionale und saisonale Küche. Das ist wirklich hohe Kochkunst und Qualität, die man da schmeckt!

Kalbsrücken mit provencialischem Gemüse und römischen Nocken

Kalbsrücken mit provencialischem Gemüse und römischen Nocken, (c) Dominik Meixner

Ambiente: ★ ★ ★ ★ ★

Das Café Luitpold ist sehr stilvoll eingerichtet und erscheint abends in romantischem Kerzenlicht. Es gibt zusätzlich noch einen Palmengarten mit hohen Decken und Urlaubsfeeling, wo auch einige der Veranstaltungen des Café Luitpold stattfinden. Außerdem kann man dort frühstücken. Übrigens: Sonntags gibt’s Brunch mit Jazzmusik! Alles in allem fühlt man sich sehr wohl in dieser Location.

Preis: ★ ★ ★ ★ ★

Der Preis ist das einzige kleine Manko, zumindest auf den ersten Blick. Verglichen mit anderen typischen Studentencafés sind die Gerichte definitiv hochpreisig, allerdings ist dies auch wirklich gerechtfertigt. Auf der Karte wird die Herkunft des Fleisches genau erklärt und es werden fast ausschließlich regionale und saisonale Zutaten verwendet. Alles ist frisch, es wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und kein Wunsch offen gelassen. Nur die Getränke sind wirklich teuer, was in München leider auch keine Überraschung ist. Man kann aber sparen, indem man unter der Woche zur Mittagszeit dort isst und – wie oben bereits erwähnt – für fünf Euro ein Menü aus einem Wochengericht macht. Außerdem finden sich auf der Speisekarte auch Gerichte, die für den studentischen Geldbeutel erschwinglich sind.

Lachs gebraten auf Bergkäse – Speck – Tagliatelle und lauwarmen Kopfsalat, (c) Dominik Meixner

Lachs gebraten auf Bergkäse – Speck – Tagliatelle und lauwarmen Kopfsalat, (c) Dominik Meixner

Service: ★ ★ ★ ★ ★

Der Service in dieser Location ist hervorragend. Wir hatten einen sehr sympathischen jungen Kellner, der nicht zu aufdringlich und immer freundlich war. Man merkt auf jeden Fall, dass das Personal sehr gut geschult ist. So wird der Besuch im Café Luitpold wirklich zu einem sehr schönen Erlebnis.

People:

Das Café Luitpold hat ja den Ruf, dass dort hauptsächlich alte Leute dinieren. Wir waren positiv überrascht, denn das war keineswegs so. Im Gegenteil: Das Publikum ist relativ gemischt. Zwar sieht man viele Leute über dreißig, kommt sich aber nicht vor, als wäre man der einzige junge Mensch dort.

Lage:

Zu finden ist das Café Luitpold in der Brienner Straße 11, gleich bei der U-Bahnhaltestelle Odeonsplatz. Man muss von dort nur circa drei Minuten laufen und schon ist man am Ziel.

Die „Luitpold Surprise“, (c) Dominik Meixner

Die „Luitpold Surprise“, (c) Dominik Meixner

Highlight:

Das Highlight war definitiv – und wie so oft bei unseren Locationchecks – der Nachtisch. Wir haben die „Luitpold Surprise“ bestellt und die Überraschung ist definitiv geglückt. Was uns da serviert wurde, hat uns nämlich im siebten Desserthimmel schweben lassen. Eine Hohlkugel aus Schokolade, die in einem Champagnersüppchen schwimmt, wird mit heißen Himbeeren übergossen und schmilzt dadurch. Die geschmolzene Schokolade gefriert auf dem Eis im Inneren der Kugel gleich wieder und so hat man wirklich den perfekten Nachtisch, der mit Nachdruck zu empfehlen ist. Wie alle Speisen ist auch das Dessert sehr reichhaltig und man kann es sich locker mit jemandem teilen. So wird der Preis von €8,50 auch wieder erschwinglich.

 Jana Heigl

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