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Ein kleiner Ort der Weltverbesserung

 Kikou’s TheARTronomie:
Platz für Spontanität, leckeres Essen und gute Unterhaltung

Mirya Banuls-Heller ist 25, Philosophiestudentin an der LMU und gerade dabei, ihren Traum zu verwirklichen: Ihre eigene Kleinkunstbühne zu eröffnen. Lächelnd zitiert sie André Malraux: „Kultur… Das, was den Menschen zu mehr macht, als zu einem Unfall der Natur.“

Mirya Banuls

Mirya möchte ihre Gäste mit Kultur und Kulinarischem verzaubern. (c) Jana Heigl

Wenn Mirya über die Malerei spricht, sieht man ihr die Faszination und Liebe zur Kultur regelrecht an. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, einen Ort zu schaffen, an den Jung und Alt kommen und Kultur erleben können, ohne Berührungsängste haben zu müssen. Das Spezielle an ihrem Konzept: Währenddessen gibt’s auch noch lecker Essen! Ihr Onkel hat ihr die Leidenschaft zum Kochen weitergegeben und auch die Einsicht, dass man mit Essen Menschen vereinen und ihnen andere Kulturen – oder auch die eigene – leichter näher bringen kann.

Mirya hat erst Kunstgeschichte an der LMU studiert und dabei aber immer an ihrem Wunsch festgehalten, Kultur für jedermann zugänglich zu machen. Während sie das sagt, blitzen ihre Augen auf: „Das klingt jetzt wahrscheinlich ein bisschen zu idealistisch.“ Ihre Idee ist besonders, aber auch sehr verlockend. Es braucht nur ein bisschen Mut. „Ich möchte Theater, Literatur, Kunst, Musik und alles, was mit Humor zu tun hat, kombinieren und daraus ein Konzept machen.“

„Ich habe festgestellt, dass es den perfekten Ort, wo ich sein möchte, nicht gibt und dann mach ich ihn mir eben selber!“

Kikou’s TheARTronomie ist genau so ein Konzept. Wie der Titel schon ein bisschen verrät, wird man hier mit Theater, Gastronomie und den unterschiedlichsten Facetten von Kunst verzaubert. Kikou’s bietet kulinarische Kulturkonzepte. Der Name ist eine Hommage an ihren verstorbenen Onkel, der ihr das Selbstbewusstsein gegeben hat, ihren Traum vom Gastrotheater zu verwirklichen. Dabei bleibt sie realistisch: „Scheitern kann ich immer noch, versuchen werde ich’s auf jeden Fall trotzdem!“

Die Atmosphäre der Pariser Kleincafészene kombiniert mit der des Lustspielhauses wünscht Mirya sich auch bei Kikou’s – es sind viele kleine Vorbilder, die sie alle kombiniert hat, um ihre Theartronomie zu schaffen. Übrigens: Persönliche Vorbilder sind Pippi Langstrumpf und Mary Poppins!

Logo Kikou's

So sieht das kunstvolle Logo des Theaters aus, das vom Münchner Künstler Uli Reindl entworfen wurde. (c) Mirya Banuls-Heller

Kikou’s soll ein Ort sein, der spontan Platz für alles bietet, Diskussionen anregt und wo auch mal die Stühle weggeschoben werden, um Platz zum Tanzen zu haben.

Kikou’s steht für Nachhaltigkeit, soziales Engagement und Erschwinglichkeit für jeden Geldbeutel. Von April bis Juni werden zum Beispiel verschiedene Events für jugendliche Flüchtlinge stattfinden, wo zusammen gekocht oder mal eine sportliche Veranstaltung besucht wird. Langfristig soll sich der soziale Aspekt aber nicht nur auf Flüchtlinge konzentrieren. Miryas Anliegen ist es, Menschen jeglicher Herkunft zusammenzubringen und so Differenzen abzubauen.

„Ich mag diesen eingebildeten Kulturdünkel nicht. Ich finde Kultur ist etwas, das von allen für alle sein sollte.“

Momentan steht Kikou’s noch ganz am Anfang. Bald beginnen die ersten Veranstaltungen, zum Beispiel der bayerisch-brasilianische Abend im Café Luitpold mit Two Well und Guto am 1. März 2016 beim „Bayerischen Zuckerhut“. Für weitere Infos  könnt ihr die Website besuchen, wo regelmäßig  Veranstaltungen angekündigt werden.

Jana Heigl

3 Kommentare

    • Das Konzept begeistert mich, wünsche dem Team ein tief-empfundenes toi toi toi!

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