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„Steck dein Campus in die Hosentasche“

Die Campus-App

Alle relevanten Informationen rund um das Studentenleben – auf einen Klick in einer App abrufbar. Das verspricht die, von Rostocker Studenten entwickelte, Campus App. Mittlerweile ist diese auch für München und viele andere Städte verfügbar. Erleichterung im Alltag hört sich nie verkehrt an, dachte ich mir, und gewährte der App einen Platz auf meinem Smartphone.

Die CampusApp ist in sieben Bereiche gegliedert. Unter der Rubrik Campus findet man zum einen Infos zu Finanzierungsfragen und Bafög, Studieren mit Kind oder mit Behinderung. Besser gesagt: eine Übersicht der wichtigsten Rubriken der Studentenwerksseite, auf welche man bei einem weiteren Klick auch weitergeleitet wird. Falls ich mich spontan dazu entschließen sollte ein Kind in die Welt zu setzen, könnte ich nun ebenso spontan herausfinden wo ich es denn in neun Monaten unterbringen könnte – ein großer Vorteil für diejenigen, die in neun Monaten Schwangerschaft vor lauter Stress vielleicht keine Zeit mehr zum Googeln aufbringen können. Neben diesen Themen, über welche man sich üblicherweise nicht „mal eben schnell“ in einer App informiert gibt es auch durchaus alltagstaugliche Links. In dringenden Situationen des Hungers oder Unterzuckers während dem berühmten Nachmittag-Tief leitet die App einen in Sekundenschnelle auf die entsprechende Studentenwerksübersicht sämtlicher Nahrungsbeschaffungmöglichkeiten weiter. Das Herzstück der App stellt die Speiseplanübersicht aller Mensen und StuCafés dar.

Die Rubriken

(c) Screenshot CampusApp

(c) Screenshot CampusApp.

Die Rubrik „Jobs“ lockt mit Stellenangeboten, das Mensa-Essen will ja auch bezahlt werden. Interessiert man sich für eine Stelle und möchte genaueres erfahren wird man wiederum auf die Seite Monster.de weitergeleitet, der sämtliche Stellenagebote entnommen wurden.

Ähnlich ist es in der Rubrik „Wohnen“. Sie greift entweder auf entsprechende Seiten des Studentenwerks, oder auf Angebote der Seite wg-suche.de zurück, auf welche man bei einem weiteren Klick direkt weitergeleitet wird.

Unter der Kategorie „Events“ finden sich für alle Unentschlossene eine Übersicht einiger anstehenden Abendveranstaltung in verschiedenen Clubs der entsprechenden Stadt, bei weiterem Klick inklusive genauerer Beschreibung

Wirklich interessant könnte für Studenten die Kategorie Suche/Biete werden – wenn sie von mehr als zwei Personen (welche momentan ein Fahrrad suchen bzw. BWL Klausuren verkaufen), genutzt werden würde. Gleiches gilt für die Rubrik Rabatte, die momentan noch recht spärlich gefüllt ist.

Fazit

Der Grundgedanke der App, möglichst alle nützlichen Infos rund um das Studentenleben in einer App zu vereinen, ist eine super Idee. Schade ist nur, dass die App keine Informationen auf verschiedenen Plattformen sammelt und vereint, sondern einen meist nur auf eine entsprechende Seite weiterleitet. Ob ich nun die Seite Monster.de aufrufe oder mich in der App auf die entsprechenden Angebote weiterleiten lassen ist nun ziemlich dasselbe. Wenn man sich aber auf die Schnelle einen Überblick über Angebote verschiedener Seiten verschaffen könnte, hätte man wirklich etwas gewonnen. Zudem wären in der Rubrik „Events“ mehr Universitätsbezogene Events wünschenswert, wie beispielsweise auch Infoveranstaltungen. Potential haben ebenfalls die Suche/Biete und Rabatt-Kategorie, welche hoffentlich mit steigendem Bekanntheitsgrad auch vermehrt genutzt wird.

Kurz gesagt: Idee und Aufbau der App sind gut – die Umsetzung könnte jedoch besser sein. Mit der einfachen Mensa-App des Studentenwerks ist man eigentlich genauso gut bedient.

Nathalie Römer

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